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The Artist and The Pervert

BDSM Pädagogin Mollena Williams ist per Videochat zugeschaltet.

INAUDITO ist mit Schwerpunkt Georg Friedrich Haas zu Gast in der Stiftung Antonio Dalle Nogare.

Am 19.9. ist Transart zum zweiten Mal zu Gast in der Stiftung Antonio Dalle Nogare und macht den phänomenalen Sitz dieser wichtigen neuen Institution im Südtiroler Kulturleben zum Schauplatz der fünfstündigen Konzertinstallation INAUDITO: Die Besucherinnen erfahren die grandiose Architektur als musikalisches Gebäude, das immer wieder neu wirkt und klingt. Hier geht es nicht nur um Musikhören – hier greift das Erfahren von Musik: von Raum zu Raum entfalten die verschiedenen Ensemblekonstellationen die unwiderstehliche Kraft von wirklich neuen Klängen.

Im Mittelpunkt dieser Ausgabe von INAUDITO steht Georg Friedrich Haas. 1953 in Graz geboren zählt er zu den bedeutendsten Komponisten zeitgenössischer Musik. Neben seinen kompositorischen Wirken rückte in den vergangenen Jahren vermehrt auch seine Privatleben in den Blick der Öffentlichkeit – seit Haas in 4. Ehe mit der BDSM Pädagogin Mollena Williams verheiratet ist. Ihre Beziehung nimmt nicht ohne Grund thematisch besonderen Raum beiINAUDITO ein, da Haas‘ private Befreiung sich proportional entfesselnd auf seinkompositorisches Schaffen ausgewirkt hat. Im Rahmen von INAUDITO werden Werk von G.F. Haas Kompositionen von Grisey, Messiaen, Tenney gegenübergestellt. In der Bibliothek wird über den ganzen Abend der Dokumentarfilm The Artist And The Pervert gezeigt. Mollena Williams-Haas ist innerhalb der Veranstaltung per Videochat zugeschaltet.

Ko-Kurator Hannes Kerschbaumer führt dazu aus: „Georg Friedrich Haas ist auf jeden Fall das ästhetische Gravitationszentrum, um das sich alles andere ansiedelt. Covid-bedingt werden wir dieses Jahr kammermusikalisch in kleinen Formationen die Stiftung Antonio Dalle Nogare bespielen – bis auf zwei Werke von James Tenney, welche das gesamte Gebäude in Schwingung versetzen werden. Bei Haas liegt der Schwerpunkt bei mikrotonaler Musik, von seinem 9. Streichquartett im totalen Dunkel, hin zu Solostücken aus der Reihe „… aus freier Lust … verbunden …“, einem Sextett, das seinen Ausgangspunkt in der Reflektion über Alte Musik nimmt. Um dieses Zentrum wurden weitere Werke versammelt, die (manchmal auch mit einiger Distanz) in Verbindung zu seiner Ästhetik stehen: Grisey, Messiaen, Tenney. Während das Mailänder mdi Ensemble sich hauptsächlich mit den Werken von Haas beschäftigt, wird das ensemble chromoson überwiegend die ergänzenden Werke aufführen. Der Pianist Luca Lavuri wird aber auch von Haas zwei der Trois Hommages für zwei Klaviere im Vierteltonabstand spielen, welche einen Bogen zum zentralen Komponisten von INAUDITO des letzten Jahres, Julius Eastman, schlagen, da sie das Minimalistische feiern, jedoch mit der Vierteltönigkeit eine ganz neue Klanglichkeit beschwören.“

INAUDITO | UNERHÖRT

SAMSTAG 19.09.20, 17:00 – 23:00 UHR

Antonio Dalle Nogare Stiftung, Rafensteinerweg 19, 39100 Bozen

17.00 Inaudito/Unerhört I – 18.15 Inaudito/Unerhört II

19.30 Inaudito/Unerhört III – 20.45 Inaudito/Unerhört IV

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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