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„Fahler Beigeschmack“

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Verträgt sich ein Klettersteig mit dem Konzept eines Naturparks? Ja, sagt Landesrätin Maria Hochgruber-Kuenzer.

Im Zieltal, oberhalb der Nasereithütte wurde heuer im Frühsommer in aller Eile ein Klettersteig in die Zielschlucht gebaut.

Auf Anfrage der Grünen Fraktion hat Landesrätin Maria Hochgruber-Kuenzer geantwortet, dass das Genehmigungsverfahren rechtmäßig abgewickelt worden sei.

Allerdings räumt die Landesrätin ein, dass der Führungsausschuss Naturpark Texelgruppe nicht zu Rate gezogen wurde, womit das Gremium eindeutig übergangen wurde. Zukünftig möchte sie die Beteiligung des Führungsausschusses verpflichtend einführen. „Diese Absicht ist absolut notwendig“, sagt Hanspeter Staffler von den Grünen „aber es verbleibt der fahle Beigeschmack, dass die Landesregierung eine mögliche kritische Stellungnahme des Führungsausschusses gar nicht hören wollte“.

Der Klettersteig wurde aus lokalen wirtschaftlichen Interessen vorangetrieben und die Landschaftsschutzkommission hat das Projekt mit einer Gegenstimme genehmigt. Nun stellt sich die grundsätzliche Frage, ob die Interessen der Privatwirtschaft über die Interessen des Naturschutzes zu stellen sind. „Im Prinzip nein“, stellt Hanspeter Staffler fest und fügt hinzu: „Solche Projekte können nur durch Anhörung aller Stimmen bewertet werden, was in diesem Fall nicht passiert ist“.

„Die Führungsausschüsse der Nationalparks verfügen über ein hohes Maß an lokalem Wissen und Naturschutzkompetenz, daher ist es unumgänglich, dass sie zukünftig bei solchen Projekten in Genehmigung, Gestaltung und Entwicklung involviert werden müssen“, so die Grünen.

 

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Kommentare (11)

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  • erich

    Was ist schon dabei wenn ein paar Nägel in den Fels gebohrt und ein Seil gezogen wird? Wozu braucht es da 10 Kommissionen, das soll die zuständige Gemeinde entscheiden.

    • freitag

      man kann auch fragen, wiso Naturpark, UNESCO Weltnaturerbe, natura2000, Nationalpark

      wenn es ums Geschäft geht jeder Schutz zwecklos.

      • hallihallo

        oder man kann auch sagen , diese ganzen kommissionen sind mit wichtigtuern besetzt, welche in der großstadt leben und sich auf kosten der allgemeinheit durch leben hauen.
        was wissen die in brüssel und rom von bär und wolf??
        wer sind die unescobeauftragten , die um die welt fliegen , um uns mitzuteilen , daß eine klettersteig sie stört??
        auch viele lokale grünen möchten , daß wenige auf die almen kommen, damit sie ungestört die alm für sich haben ( und meistens noch mit dem auto erreichen).

    • besserwisser

      @erich: recht hast du! wir sollten alles erschliessen und einen disney park draus machen. und die blöden tiere die uns noch im wege sind sollten wir abschiessen, die stören nur die geldlieferanten. wir stellen einfach ein pasr ausgestopfte exemplare dahin.
      mein vorschlag für den klettersteig: mkh – peak (das verstehen die deutschen und die italiener) dann müssen wir es nicht mühsam übersetzen……

      • erich

        Du hast einen Klettersteig wahrscheinlich nur auf Bilder gesehen geschweige einen begangen. Welche Tiere begegnen dir am Klettersteig??? Du möchtest hier auf Spatzen schießen und mit deinesgleichen beim Pilzesuchen die Wälder niedertrampeln.

  • criticus

    Unverständlich warum der Führungsausschuss nicht zu Rate gezogen wurde. Frau Landesrätin, sie sind nicht glaubwürdig, sparen sie sich ihre Ausreden!

  • olle3xgscheid

    Iaz jo nor wohln, nor schaugmr oder a net

  • rablander

    Es erfüllt mich jedenfalls mit großer Freude, wenn so ein Klettersteig das größte Problem ist, das wir im Land haben. Kompliment an die Partei die Grünen. Superschnelle Reaktion. Die erste Presseaussendung des AVS erfolgte am 15.07.2020.
    Mittlerweile weiß jeder, der es wissen will, dass der Bau des Klettersteiges nach Erhalt einer gültigen Baugenehmigung begonnen wurde.
    Ein Detail am Rande, die Texelbahn AG zahlt keine Gewinne aus sondern investiert diese zum Teil in die Erhaltung der Wanderwege und in den Bau anderer Infrastrukturen. Darunter auch der Klettergarten Huafwond, der vom AVS betreut wird und der Texelbahn AG nicht eine zusätzlich Fahrt bringt.
    Hans Weiss Präsident der Texelbahn AG

    • hallihallo

      der avs, der sich immer mehr als ableger der grünen partei entpuppt, möchte die berge nur für sich alleine und seine mitglieder. was sie brauchen ist ok und soll immer mit öffentlichen geldern bezahlt werden. was ihnen nicht paßt ist verboten.
      während niemand außerhalb der siedlungsgrenzen bauen soll, finden sie es richtig , daß im hochalpinen gelände hütten mit millionen gebaut werden ( geld der steuerzahler) , damit sie am wochenende oben den sonnenuntergang genießen können. aber die könnten ja genauso die tour so planen , daß sie abends wieder im tal sind.
      und danach ist ein klettersteig ein problem.
      wenn sie gegen etwas sind, dann stört man die tiere. aber sie fahren im winter mit den tourenskiern quer durch die rückzugsorte der eh schon geschwächten tiere. egoismus pur.

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