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Die Wahl-Wette

Die Bürgermeister von Bozen und Meran haben eine Wette abgeschlossen, wer in seiner Stadt mehr BürgerInnen zum Wählen motivieren kann.

Wahlwette zwischen Bozen und Meran: Wo wird fleißiger gewählt?

Mit Bozen und Meran reihen sich die beiden größten Städte des Landes meist am Ende der Rangliste, wenn es um die Wahlbeteiligung in Südtirol geht.

Für die Gemeindewahlen gehen die beiden Bürgermeister Renzo Caramaschi und Paul Rösch deshalb einen ganz eigenen Weg, um ihre Bürgerinnen und Bürger zur Urne zu bewegen: eine Wette mit – für beide – wenig angenehmen Wetteinsätzen.

Mit einer Wahlbeteiligung von 65,8 (Bozen) und 63,6 (Meran) Prozent gehörten die beiden Städte bei den Gemeindewahlen 2015 zu den wahlfaulsten im Land. „Das können wir nicht auf uns sitzen lassen“, so Bozens erster Bürger Renzo Caramaschi. „Noch weniger können wir Meraner auf uns sitzen lassen, dass in Bozen mehr gewählt haben als bei uns“, ergänzt sein Amtskollege Rösch.

Deshalb haben die beiden Bürgermeister nun eine Wette abgeschlossen, wer in seiner Stadt mehr Bürgerinnen und Bürger zum Wählen motivieren kann. Der Wetteinsatz: ein (mehr oder weniger) freiwilliger Arbeitseinsatz in der jeweils anderen Stadt. „Wenn die Meraner verlieren, wird Kollege Rösch einen Tag lang unsere Müllabfuhr verstärken und tatkräftig mithelfen, unsere Straßen sauber zu halten“, so Caramaschi. „Liebe Boznerinnen und Bozner, wenn Sie also stinkenden Müll haben sollten, sparen Sie ihn sich für diesen Tag auf.“

Paul Rösch

Sollten dagegen die Meraner zahlreicher zur Urne gehen als die Bozner, wird Paul Rösch seinem Amtskollegen die anstrengenden Seiten der Gartenstadt zeigen. „Um die schönen beneidet Kollege Caramaschi uns ja schon seit Jahren, unsere Stadtgärtnerei wird dafür sorgen, dass er erlebt, wie viel harte Arbeit hinter unserer Gartenstadt steckt“, schmunzelt Rösch, „möglichst im dichtesten und stacheligsten Gestrüpp von ganz Meran“.

Einig sind sich die beiden Bürgermeister angesichts dessen, was auf dem Spiel steht, in ihrem Appell an die jeweiligen Wahlberechtigten: „Bitte, liebe Bürgerinnen und Bürger, gehen Sie zur Wahl und bestimmen Sie die Zukunft Ihrer Stadt mit.“

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