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Wachsende Schere

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Männer verdienen deutlich mehr als Frauen – besonders im Alter. Außerdem verdient der Durchschnitts-Südtiroler kurz vor Der Rente am meisten.  Zu diesem Schluss kommt das Arbeitsförderungsinstitut in seiner neusten Studie.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Einkommensniveau und Lebensalter? Diese Frage stellt sich das Arbeitsförderungsinstitut (AFI) in seinem AFI-Zoom-Bericht, der am Montag erschien.

Grundlage dafür bilden die rund 435.000 Steuererklärungen der Südtiroler aus dem Jahr 2019. Das AFI schlüsselt dabei das Einkommensniveau nach Altersklasse, Geschlecht und Steuerzahler-Typ auf und kommt zu interessanten Ergebnissen.

Demnach verdient der Durchschnitts-Südtiroler kurz vor der Rente am meisten. Insgesamt beläuft sich das Brutto-Einkommen auf 10,6 Milliarden Euro, das entspricht einem Durchschnitt von 24.761 Euro pro Person. Am höchsten ist der Schnitt in der Altersklasse 60 bis 64 Jahre mit 33.342 Euro pro Person. Dieser Höhepunkt dürfte sich in den kommenden Jahren nach rechts verschieben, da das Renteneintrittsalter angehoben wurde, schreibt das AFI.

Zuvor steigt das Einkommen kontinuierlich. Den größten Sprung gibt es zwischen der Altersklasse unter 25 Jahre und 25 bis 29 Jahre. Dort springt das Durchschnittseinkommen von rund 8.300 Euro auf rund 17.868 Euro pro Person.

Es ist auch klar zu erkennen, dass Männer deutlich mehr verdienen als Frauen – besonders im Alter. Laut der Studie steigt der Index, der den Grad der Ungleichverteilung misst, ab der Altersklasse 25 bis 29 Jahre kontinuierlich. Das Maximum wird in der Altersklasse 65 bis 69 Jahre erreicht. Männer verdienen in diesem Alter durchschnittlich 15.300 Euro mehr als Frauen. Während Männer in diesem Alter rund 40.000 Euro pro Jahr verdienen, kommen Frauen auf ein Durchschnittseinkommen von rund 25.000 Euro. Erst ab 70 schließt sich die Kluft, gänzlich abgebaut wird sie aber nicht.

Bei Arbeitnehmer steigen die Durchschnittseinkommen stetig, aber mäßig. Selbstständige verdienen dagegen besonders in den jüngeren Altersklassen schneller mehr Geld. Bei den Selbstständigen ist die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern außerdem deutlicher zu sehen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (3)

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  • erich

    Der Gehalt richtet sich immer nach Angebot und Nachfrage. Die Frauen glauben, es muss eine Regel geben wie in der Politik wo man egal der Fähigkeit Stellen besetzt.

  • tirolersepp

    Orientieren wir uns doch mehr in diesen Fragen an den Nordländern. Siehe dort die Renten, Familienpolitik und Kitas z.B. !

  • sorgenfrei

    @erich: so ein blödsinn: 1. Frauen erlernen meist berufe, die von vornherein schlechter bezahlt sind wie im bildungswesen, pflegebereich… 2. Frauen sind meist bei vmgehaltdverhandlungen bescheidener…. 3. Frauen werden oft diskrimiert und übergangen, weil sie frauen sind und deshalb davon ausgegangen wird, dass sie kinderbedingt eh früher oder später ausfallen… 4. Wir leben in einer patriarchalischen gesellschaft, wo netzwerke oftmals mehr zählen als fähigkeiten… und diese sind unter männern kulturbedingt ausgeprägter…5. Die rollenbilder sind bis heute relativ konservativ verteilt… frauen bleiben meist bei den kindern zuhause und nehmen dadurch gehaltseinbußen durch arbeitsausfälle oder teilzeit in kauf…
    Auch fähige frauen werden oft benacjteiligt, weil sie …. frauen sind…

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