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Schwazers halber Sieg

Das Ergebnis des dritten Gutachtens entlastet Alex Schwazer vom Dopingvorwurf. Und: Gutachter Giampietro Lago spricht erstmals von einer möglichen Manipulation.

von Thomas Vikoler

Er wirkt zufrieden über das Ergebnis, das der Gerichtsgutachter in zum Teil umständlicher Formulierung vor ihm ausbreitet. Ganz glücklich damit kann Alex Schwazer darüber aber nicht sein. „Es ist ein wahrer Marathon“, sagt er am Rande der Verhandlung. Man könnte auch sagen: Ein halber Sieg.

Am Montag präsentierte Giampietro Lago, Chef des Carabinieri-Labors RIS in Parma, am Landesgericht sein insgesamt drittes Gutachten zur positiven Dopingprobe des Olympiasiegers vom 1. Jänner 2016. Und er spricht – in Bezug auf die rückgerechnete DNA-Konzentration im Urin – wörtlich von einer „Anomalie“. Der mit Hilfe von fünf verschiedenen Urinproben Schwazers und Algorithmen ermittelte Wert der DNA-Konzentration liege bei „konservativer“ Berechnung mehr als das Doppelte über den im Rahmen einer Vergleichsstudie mit 37 Probanden.

In Zahlen ausgedrückt: Lago geht von einer DNA-Konzentration in Schwazers Urin zum Zeitpunkt der Entnahme vor viereinhalb Jahren von 11.164 Pikogramm pro Milliliter aus. Bei den 37 getesteten Athleten lag sie zwischen 100 und 160 Pikogramm, bei Normalsterblichen, so Lago, zwischen 50 und 150.

Ein weiteres Ergebnis der Studie, das die Außerordentlichkeit der umkämpften B-Probe, unterstreicht: Intensives Training erhöht die DNA-Konzentration nicht.

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