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Ménage à trois

Ein Brennpunkt instrumentaler Kammermusik: Das Ensemble Musica Antiqua Latina stellt Barockkomponisten aus der Emilia-Romagna vor.

Mit „großer Lust und Wunder“ habe er die „mit großer Anzahl Instrumentisten auffs genaueste producirten Concerte“ des „Kunstreichen Hrn. Archangelo Corelli“ gehört, berichtet der Organist Georg Muffat 1682 aus Rom. Corellis schmales Oeuvre und die Triosonate mit ihren zwei Oberstimmen und einer Generalbass-Stimme stehen im Mittelpunkt eines Programms, mit dem das Ensemble Musica Antiqua Latina am 15. September Barockkomponisten aus der Emilia-Romagna – im 17. Jahrhundert ein Brennpunktinstrumentaler Kammermusik – vorstellt. Mit dabei sind Gerolamo Frescobaldi, Maurizio Cazzati, Arcangelo Corelli, Giovanni Bassani, Giuseppe Torelli, Alessandro Stradella, Giovanni Bononcini und Francesco Geminiani.

Ein künstlerisches Zentrum war damals das Orchester der Accademia Filarmonica in Bologna, zu deren handverlesenen Mitgliedern auch Corelli gehört. Auf einem ertragreichen Nährboden werden Partituren ausgetauscht, analysiert, kopiert und weiterverarbeitet. Ein gutes Beispiel für diese kreative „Osmose“ ist die Evolution der spanischen Chacona vom fröhlich-feiernden Tanz bei Maurizio Cazzati bis zum streng-organisierten Glanz bei Corelli.

Das Konzert der Reihe „barocco“ des südtirol festival merano . meran am 15. September beginnt um 20.30 Uhr im Pavillon des Fleurs.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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