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Das Covid-Kindergeld

Waltraud Deeg

Mit einem einmaligen Beitrag von 400 Euro unterstützt das Land jene Familien, die von der Corona-Krise getroffen wurden. 

Mit der Soforthilfe Covid-19 und dem Sonderbeitrag für Miete und Wohnungsnebenkosten hatte das Land Südtirol im April 2020 zwei Leistungen geschaffen und umgesetzt, die unmittelbar und auf unbürokratischem Wege Südtirols Bürgerinnen und Bürger finanziell unterstützt: 1250 Familien und Bürger haben die Soforthilfe erhalten, 6200 Leistungsempfänger haben den Sondermietbeitrag oder den Sonderbeitrag für Wohnungsnebenkosten bezogen.

Nach bisheriger Soforthilfe und Sondermietbeitrag folgt nun Covid-19-Kindergeld

Nun ergänzt das Land Südtirol diese Maßnahmen mit einer weiteren, familienbezogenen Unterstützungsleistung. Am Dienstag hat die Landesregierung auf Vorschlag der Familienlandesrätin die einmalige Auszahlung eines Covid-19-Kindergeldes gutgeheißen. „Eine wichtige Zielsetzung der Landesregierung ist es, die Familien in Krisenzeiten zu unterstützen. Darum haben wir heute mit dem Covid-19-Kindergeld eine weitere, versprochene Maßnahme eingefügt“, unterstrich die Familienlandesrätin bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Landesregierungssitzung.

Dabei hat jede Familiengemeinschaft, die bereits die Soforthilfe oder den Sondermietbeitrag bzw. den Sonderbeitrag für Wohnungsnebenkosten bezogen hat, Anrecht auf jeweils 400 Euro pro minderjährigem Kind. Ansuchen können um das Covid-19-Kindergeld alle Familien, die die Voraussetzungen für die Covid-19-Sonderleistungen erfüllt haben, auch wenn sie im Frühjahr nicht darum angesucht haben. „Dieser Beitrag soll jene Familien erreichen, die durch die Pandemie und ihre Einschränkungen große Einkommensverluste hinnehmen mussten. Es war uns darum wichtig, die Zugangsvoraussetzungen möglichst einfach und unbürokratisch zu belassen“, betonte die Familienlandesrätin. Man habe darum den einfachsten Weg, nämlich eine Anpassung des entsprechenden Dekretes des Landeshauptmannes gewählt.

Ansuchen bis 30. Oktober möglich

Nach der Veröffentlichung des angepassten Textes (voraussichtlich ab 25. September) kann bis zum 30. Oktober bei den Sozialsprengeln des jeweiligen Einzugsgebietes um das Covid-19-Kindergeld angesucht werden. Insgesamt werden für diese Sonderleistung 4,5 Millionen Euro bereitgestellt.

Das Covid-19-Kindergeld füge sich in die Reihe der Unterstützungsmaßnahmen ein, die das Land Südtirol eingeführt habe, um die (finanziellen) Auswirkungen der Krise für Familien nach Möglichkeit abzufedern, sagte die Familienlandesrätin und nannte in diesem Zusammenhang neben der Soforthilfe und dem Sondermietbeitrag/Sonderbeitrag für Wohnungsnebenkosten auch die Aussetzung der unterschiedlichen Wohnbaudarlehen, die Aussetzung der Tarife für die Kleinkindbetreuungsdienste, den Notdienst in Kindergarten und Schulen, die Wiederaufnahme der Kleinkindbetreuung ab 18. Mai, die Darlehen für Arbeitnehmer und Familien oder auch den zeitlichen Aufschub unterschiedlicher Gemeindegebühren.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (31)

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  • tirolersepp

    Familienunterstützung ist immer gut – Danke !

  • drfuman

    Ich bin alleinerziehend mit drei minderjährigen Kindern
    Mein Gesuch für die „Soforthilfe Covid19 für Familien“ wurde abgelehnt, weil ich bereits den Bonus Inps erhalten habe. Der Witz dabei ist, daß ich die Soforthilfe erhalten hätte, wenn ein Mann auf dem Familienbogen aufgeschienen wäre, der soviel verdienen kann wie er will, aber den Bonus Inps nicht erhalten hat.
    Soviel zum Thema Soforthilfe, bevor sich hier die Landesrätin allzusehr auf die eigene Schulter klopft. Weiters lassen die Zahlen für die Gesuche um „Soforthilfe für Familien“ nicht gerade reges Interesse (kein Wunder bei den Ausschlussgründen) vermuten, oder haben wir nur 1250 Familien in Südtirol.

    • nix.nuis

      War dieser Zuschuss der Sozialämter nicht gerade für jene gedacht, welche eben keinen Zugang zu den INPS-Geldern hatten?
      Scheint mir doch einleuchtend, so trifft es mehr Leute als dass immer nur die gleichen „absahnen“…

      • owl

        @nix.nuis:
        diesen Satz von @drfuman haben Sie aber schon gelesen?
        „Der Witz dabei ist, daß ich die Soforthilfe erhalten hätte, wenn ein Mann auf dem Familienbogen aufgeschienen wäre, der soviel verdienen kann wie er will, aber den Bonus Inps nicht erhalten hat.“

        Man könnte das auch so interpretieren, dass man im katholischen Südtirol auch als Wohlhabender abkassieren kann. Kein Problem – Hauptsache die Familienverhältnisse stimmen.

        Entweder kann man/frau in der Landesregierung nicht soweit denken oder aber man/frau betrachtet die Sache grundsätzlich sehr dogmatisch.
        Ich weiß nicht, was schlimmer ist.

  • goggile

    EINE SCHWEINEREI!

    WEG MIT ALLEN BEITRÄGEN! HOCH MIT DEN GEHÄLTERN! WER SICH KEINE KINDER LEISTEN KANN DARF NICHT ERWARTEN MIT MEIN STEUERGELD FINANZIERT ZU WERDEN!

    WEG MIT ALKEN MIETBEITRÄGEN! EIN SKANDAL DIE AKTUELLEN MIETPREISE, DA SIE NUR WEGEN GROSSZÜGIGE BEITRÄGE SO HOCH SIND!

    UNFÄHIGE POLITIKER! KRONE DIKTATOREN UND ENTEIGNER VON STEUERBUGGLER!

  • nix.nuis

    Familienunterstützung ist immer gut – Danke !

    Allerdings würde es noch besser klingen, wenn außer den Minderjährigen auch Studierende anerkannt würden!
    Diese kosten eine Familie zumeist wesentlich mehr Geld als ein Pflicht- oder Oberschüler!
    Vielleicht liest ja jemand an den Schalthebeln hier mit und kann noch etwas in dieser Richtung korrigieren…

    • flizzer

      Naja – die Studierenden können schon nebenbei selbst was arbeiten dann wird alles erträglicher und die Geldbörse der Eltern entlastet – uuuuund, ich finde, dann bekommt das ganze Studium noch einen anderen Stellenwert…in IBK oder Wien oder sonst wo auf Kosten der Eltern sitzen find ich persönlich nicht so prickelnd…Hab mir mein Studium zu 100% alles selber finanziert inklusive Auslandsaufenthalt in den USA! Stipendium + Job nebenbei und es war super! Meine Eltern haben mir mal zum Geburtstag eine Monatsmiete geschenkt und zu Weihnachten oder so mal einen Hunni und das wars!

    • eg

      Für Studierende gibt es ja bereits die Studienbeihilfen

    • summer

      @nix.nuis
      Schau, schau, sollten wir noch mehr für deine studierenden Kinder zahlen?
      1. Zuerst mal überlegen, ob ich mir Kinder, selbst wenn sie studieren möchten, leisten kann.
      2. Warum sollten wir Steuerzahler für diese zahlen, wenn sie sich danach eh zu schade und zu intelligent sind, wieder nach Südtirol zurückzukommen?
      Geld wollen alle, weil das ja nicht stinkt, aber danach zu denen zurückzukehren, die brav gezahlt haben, geht nicht, weil Südtirol ja so engstirnig und hinten ist, das ist für die arbeitsscheuen Studentlein (zwecks Nebenjob usw.) dann unvorstellbar.

      • leser

        Summer
        Für was solltest du studieren, wenn es in südtirol eh nur einen job als 1. Melcher oder als abspüler gibt und dafür holen sich die bauern und hoteliere ja polen albaner pakustani usw, die kosten die hãlfte und die unterkunft übernimmt der steuerzahler

        • summer

          @leser
          Genau Sie sind so einer dieser Schnösel. Zuerst mit dem Steuergeld der Melker studieren und danach sich zu schade sein, zu diesen Melkern zurückzukommen.
          Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.
          Und an die anderen hier: ich habe mir mein Studium auch selber finanziert, und bin auch nach Südtirol zurückgekommen. Melcher gibt es hier wie dort, also was solls, bin nicht wie diese Oberschnösel, die eh meist zu dumm für eine Zweisprachigkeitsprüfung waren, dafür eine große Klappe haben und sich aber auch nicht mehr verdienen als ein Melker, denn der kann mit unter besser Italienisch als so ein Schnösel

          • leser

            Ach summerle
            Ich spreche 4 sprachen
            Habe mein studium und beruf alles selber finanziert ohne ohne auch nur 1 cent zu betteln
            Ich habe ganz bestimmt keinen cent gebettelt
            Gittseidank gehöre ich nicht zur rasse der bettelnden und verlogenen parteisoldaten

        • summer

          @leser
          Interessant, dann sind Sie der beste Beweis dafür, dass selbst ein Studium vor menschlicher Dummheit und mangelnder Herzensbildung nicht schützt.
          Soviel zu Ihrem 1. Melker, Ihre mangelnde Kinderstube qualifiziert Sie sogar mit Studium höchstens zum Ausmisten.

    • nix.nuis

      flizzer, eg, summer…
      ihr seid ja die Oberknaiser – Hut ab!
      Aber von so ziemlich gar nichts eine wirkliche Ahnung…

      • flizzer

        Ahh, warum keine Ahnung?

        -Ich, selber studiert, selbst finanziert mit Studienbeihilfe zusätzlich (inkl. Auslandssemester); Studium abgeschlossen, recht (sehr) zufrieden mit dem Beruf
        -Bruder, selber studiert, selbst finanziert mit Studienbeihilfe: Studium abgeschlossen, Zusatzausbildungen, tip top im Job
        -Bruder 2, studiert noch, selbst finanziert, mit Studienbeihilfe; 3. Semster, kurz vor dem Abschluss des Bakkalaureat, danach Master…

        Was studieren deine Kinder dass es so anders ist als bei mir/uns? Bin mir nicht sicher ob ich da wirklich keine Ahnung habe. FYI: Eltern, beide „normale“ ehrliche und sehr fleissige Arbeiter mit durchschnittlichem Einkommen.

      • summer

        @nix.nuis
        Glaube, dass du ohne Studium vor allem weniger Ahnung hast als wir mit Studium. Denn du musst das glauben, was dir deine verzogenen Schnösel als Kinder erzählen.
        Insofern geh selber mal studieren, dann kommst drauf, welches Luxusleben mit ständigem Gejammere deine Kinder führen, offenbar ohne selbst einen Tag arbeiten zu müssen.

        • flizzer

          Man weiß ja nicht ob die werten nix.nuis Kids ja vielleicht Homöopathie oder Wünschelrutenlauf studieren…sehr aufwändig, 0 Freizeit….
          Oder sie „studieren“ im Fischerhaisl in Innsbruck, im VoGa in Wien oder im P1 in München…alles ist möglich 😉

  • rasputin

    400 € für die Familien und besonders treue Wähler bekamen schon 600 € Aber wer das kleine nicht ehrt ist das grosse nicht wert.

  • thefirestarter

    irgendwie habe ich das Gefühl das ein Großteil der Südtiroler kein Anrecht auf diese Hilfen haben werden.

    4,5 Millionen… wenn man denkt wieviele Millionen die „alten“ Pahl, Stocker, Klotz, Leitner, Tahler und Kumpane bekommen haben…

    • summer

      @thefirestarter
      Ganz richtig mit den Pensionsvorauszahlungsmillionen für Altmandatare ohne in nicht selbstverschuldete Probleme zu geraten.
      Und die nicht selbstverschuldet in Probleme geratenen Familien durch den Lockdown dürfen die Krümel nach den Geiern sammeln.
      Noch eine Vergleichszahl: 4.5 Mio. für Familien mit Kindern, 35 Mio. für den IDM.

      KLINGELTS?

  • keepon

    Immer nur Familien, Familien und nochmal Familien!!!! Ihr habt Euch selbst für die Kinder entschieden, also hört endlich auf zu jammern. Was ist mit Alleinstehenden? Paärchen? Bekommen diese auch Unterstützung, leider nein!!!

  • annamaria

    Die versprochene Aufstockung des Lohnausgleichs, wo bleibt die???
    Allerdings warten wir noch immer auf den Lohnausgleich vom Juni und Juli!!!!

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