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Glurns zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit

 

Am Freitag, den 18. September wird um 19 Uhr im Rathaus Glurns der Tagungsband „Glurns zwischen Spätmittelalte rund Früher Neuzeit“ vorgestellt.

Die verlorene Calven-Schlacht von 1499 und die damit verbundene Zerstörung von Glurns brachte eine deutliche Zäsur in der Stadtgeschichte. Die kleinste Stadt Südtirols gilt heute als Kleinod unter den Südtiroler Städten. Durch den von Kaiser Maximilian angeordneten Wiederaufbau erhielt Glurns ihr heutiges Aussehen. Ein Symposium des Südtiroler Kulturinstitutes, in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Glurns, beschäftigte sich 2018 mit einigen Aspekten dieses neuen Zeitabschnittes. Unter der Leitung von Herbert Raffeiner haben sich Gustav Pfeifer, Mercedes Blaas, David Fliri, Kathrin Kininger, Manfred Schlapp, Giorgio Fedele, Concino de Concini, Waltraud Kofler Engl, Christof Anstein und Leo Andergassen mit Glurns an der Zeitenwende um 1500 auseinandergesetzt. Der Gerichtssitz, die Gerichtspfleger, die Richter und der Mäuseprozess werden angesprochen. Die Menschen im Obervinschgau, Gotteshausleute und Herrschaftsleute, eingeklemmt zwischen den Machtansprüchen des Churer Fürstbischofs oder des Tiroler Landesfürsten ebenso wie die Bewappnung der Stadt an Tortürmen und Herrschaftshäusern als Machtpräsenz und Machtdemonstration. Behandelt wird die Stadtplanung und der Befestigungsbau nach dem Muster eines idealen Renaissancezentrums. Der Frage, war auch Albrecht Dürer in Glurns, wird nachgegangen. Glurns und seine Kirchen, vor allem die Geschichte der Pfarrkirche, kommen zur Sprache. Die Frage, wie bleibt oder verändert sich eine spätmittelalterliche Stadt nach den Gesetzen und Auflagen der Denkmalpflege, ist ein wichtiges Thema für die Zukunft. Stadtplaner, Denkmalpfleger und Stadtverwalter sind bemüht, die Stadt lebenswert zu machen, Wohnraum zurück zu gewinnen und die Stadtsanierung voranzutreiben.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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