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„Das Menschliche ist verlorengegangen“

Eigentlich ein Widerspruch: Früher organisierte die Krankenschwester Margareta (Maggy) Ploner Feste für Ausländer, jetzt kandidiert die zweifache Mutter für die Lega in Brixen. Was sie an der flüchtlingsfeindlichen Partei begeistert – und wie sie die Corona-Zeit während des Lockdowns im Krankenhaus erlebt hat.

Tageszeitung: Frau Ploner, Sie treten als deutsche Kandidatin für die Lega an. Wie sind Sie zu dieser Partei gekommen?

Margareta Ploner: Ich bin schon seit einigen Jahren Mitglied der Lega. Bereits 2018 habe ich bei den Landtagswahlen kandidiert. Ich habe mir nicht erhofft, gewählt zu werden, habe aber im Wahlkampf viele Erfahrungen gesammelt. Ich bin schon seit langem politisch interessiert. Gerade aufgrund meiner Arbeit bin ich immer wieder mit Situationen konfrontiert, die mich richtig nerven. Nur kritisieren und meckern nutzt aber nichts. Deshalb habe ich beschlossen, zu kandidieren, um im Rahmen meiner Möglichkeiten etwas zu verändern. Und Landesrat Massimo Bessone hat mich immer sehr unterstützt, wofür ich ihm sehr dankbar bin.

Warum gerade die Lega? Sie hätten ja auch für die SVP antreten können…

Für die SVP wollte ich nie kandidieren. Gerade letzthin hatte ich immer mehr das Gefühl, dass die SVP mit unserem Land Schindluder betreibt. Die Sparmaßnahmen in der Sanität ärgern mich. Besonders betroffen macht mich oft die Situation der alten Leute. Nur weil sie drei Euro monatlich zu viel Einkommen haben, sind sie nicht mehr ticketbefreit. Gerade sie haben unser Land zu dem gemacht, was es heute ist. Auch wenn ich die immer länger werdenden Wartezeiten in den Krankenhäusern sehe, ärgere ich mich. Und diesen Unmut spüre ich bei den meisten Patienten. Jetzt bin ich 51 Jahre alt und habe auch den Mut, zu meinen Ansichten zu stehen. Viele sind natürlich auch nicht meiner Meinung.

Sie waren früher eine sehr soziale Frau, haben Feste für Migranten organisiert. Jetzt fühlen Sie sich bei einer Partei beheimatet, die als ausländerfeindlich gilt. Sind Sie zur Rassistin geworden?

Nein, ganz und gar nicht. Ich bin eine überzeugte Legistin und sozial sehr engagiert.

Warum der Sinneswandel?

Es gibt keinen Sinneswandel. Ich bin seit 20 Jahren beim VKE, dem Verein für Kinderspielplätze und Erholung. Dort bemühen wir uns sehr, Kinder mit Migrationshintergrund zu integrieren. Wir bemühen uns auch, die Mütter zu involvieren, die kein Wort unserer Sprache kennen. Es geht nicht um jene Ausländer, die sich integrieren wollen. Es geht um jene, die aufgrund falscher Versprechungen mit überzogenen Erwartungen hierhergeholt wurden und die sich nicht anpassen wollen. Sie werden von unserem Sozialsystem versorgt, Vereine organisieren für sie die Termine, sie werden zu jedem Amt begleitet und ein Dolmetscher übersetzt. Ewig sind sie ticketbefreit. Und wie sieht es bei den alten Leuten aus? Sie wirken oft verloren, kennen sich nicht aus und würden Hilfe benötigen. Ihnen hilft niemand. Das tut mir im Herz weh.

Außerdem: Früher bin ich oft nach einer Sitzung vom Lido mit dem Rad den Bachdamm entlang nach Hause gefahren. Das traue ich mich heute nicht mehr. Dort treiben sich mittlerweile sehr viele Gestalten herum. Und diese Angst haben viele Frauen und Mädchen.

Sie sind Krankenschwester. Immer wieder wird angeprangert, dass die Erste Hilfe mit Ausländern voll ist und dass diesen eine Vorzugsschiene eingeräumt wird…

Diese Kritik höre ich oft von Einheimischen. Das ist aber nicht wahr. Wir versuchen, gerecht zu sein. Es gibt jedoch einen großen Unterschied: Hat ein Ausländer ein Problem, wird er immer von seiner Großfamilie oder mehreren Landsleuten begleitet. Frauen werden oft begleitet, weil sie ja kein Wort verstehen. Diese Gruppen belagern dann die Erste Hilfe. Die Ausländer haben eine niedrigere Schmerzgrenze. Weil wir ihnen keine Vorzugsschiene einräumen und sie aber „furchtbar“ leiden, kommt es zu Konflikten.

Die Wartezeiten ärgern Sie besonders…

Um diese abzubauen, müsste mehr Personal angestellt werden. Eine Auslagerung auf private Ärzte und Kliniken ist keine Lösung. Während der Covid-Zeit ist die Hoffnung aufgetaucht, dass der Personalstand aufgestockt wird. Aber dieser Traum ist nun auch schon wieder geplatzt, es wird weiter gespart. Stellen, auch in der Verwaltung, werden nicht mehr nachbesetzt. Wir stehen unter Druck: Wir müssen genau dokumentieren, wie viel Zeit wir für was und für welchen Patienten brauchen. Die Kollegen im Betrieb resignieren, sie haben das Gefühl, dass nur bei uns gespart wird. Von einer Gehaltserhöhung braucht man gar nicht zu träumen. Die Patienten schimpfen alle, sie zu besänftigen ist in den meisten Fällen nicht möglich. Die Stimmung ist ungut. Auch weil gewisse Entscheidungen nicht nachvollziehbar sind.

Ein Beispiel?

Bestimmte Termine kann man beispielsweise nur mehr online vormerken. Ich muss alte Leute, die persönlich vorstellig werden und die keinen Computer zu Hause haben, verschicken, ohne ihnen einen Termin zu machen. Diese sind oft hilflos und überfordert. Das Menschliche und Bürgernahe ist verlorengegangen.

Sie waren während des Lockdowns immer im Einsatz. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?

Die Krankheit hat uns wie eine Welle getroffen, von einem Tag auf den anderen. Ich arbeite in der Chirurgie-Ambulanz im Brixner Krankenhaus, war dann über Wochen auf einer der Covid-Abteilungen im Dienst. Für mich war klar, dass ich meinen Beitrag leisten will. Die ersten Wochen waren sehr anstrengend. Nach den Zwölf-Stunden-Schichten war ich k.o. Aber man gewöhnt sich an den Stress und der Personalschlüssel war in diesen Wochen etwas höher, auch weil keine Ambulanzen offen waren. So hatte man sogar manchmal Zeit, mit einigen Patienten im Flur ein Stück spazieren zu gehen. Das war oft auch schön.

Es ging das Gerücht um, dass Ärzte bereits bei der Einlieferung entschieden haben, welchen Patienten sie sterben lassen und welchen sie retten wollen…

Es sind viele wirklich schlimme Gerüchte zirkuliert. Ich habe sogar gehört, dass wir den Patienten Todescocktails verabreichen würden. Die Ärzte waren sehr gefordert. Das Wissen über diese Krankheit ist nach wie vor gering. Unsere Ärzte haben sich sehr bemüht, Informationen auch von Bergamo zu holen. Sie haben die Patienten und ihre Symptome beobachtet, Pathologien verglichen usw. Wir haben niemanden sterben lassen.

Ein großes Leid war, dass Angehörige ihre sterbenden Patienten nicht besuchen durften…

Wenn der Patient wirklich im Sterben lag, haben wir in Brixen und Sterzing einen Angehörigen zu ihm gelassen. Das haben wir auch bei der Kleidung einkalkuliert. Diese Situation war für die Betroffenen trotzdem sehr schlimm: Die Angehörigen mussten die Schutzanzüge mit Haube, Brille, Maske, Schürze und Überschuhe anziehen, sie waren verkleidet wie Astronauten. Gerade die dementen Patienten, die von uns nur die Augen wahrgenommen haben, weil wir ja in der Schutzausrüstung verpackt waren, wirkten verstört. Viele Angehörige waren jedoch selbst in Quarantäne und durften nicht kommen. Wir haben uns dann sehr um die Patienten bemüht, die es oft aber nicht mehr mitbekommen haben. Kurz vor dem Tod sind sie meist sehr schläfrig geworden.

Sie haben einen erwachsenen Sohn und einen weiteren Sohn im Volksschulalter. Wie haben Sie die Arbeitswelt mit der Familie gehändelt?

Mein großer Sohn Rene unterrichtet. Er war zu Hause und hat sich um alles gekümmert. Mein Mann musste ja auch zur Arbeit. Rene hat mit dem jüngeren Bruder die Hausaufgaben erledigt und den Haushalt gemanagt. Ich hatte somit noch Glück. Ich habe Kolleginnen, die nur die Nachtdienste gemacht haben, um untertage bei den Kindern sein zu können.

Wurden Sie aufgrund Ihrer Arbeit ausgegrenzt?

Ein bisschen schon. Aber ich hatte Verständnis dafür. Mir tat es nur für meinen kleinen Sohn leid, der natürlich keine Spielkameraden mehr hatte. Ich wollte das auch nicht verantworten, wenn ich wirklich infiziert worden wäre.

Hatten Sie große Angst, infiziert zu werden?

Vielleicht bin ich ein bisschen zu abgebrüht: Ich hatte eigentlich keine Angst. Wenn, dann wären wir schon vor dem Lockdown infiziert worden. Zwei Wochen, bevor alle Schutzmechanismen ergriffen wurden, hatten wir die Anordnung, nur die Maske aufzusetzen, wenn ein konkreter Verdacht besteht. So waren die Vorschriften. Wenn, dann hätten wir uns in dieser Zeit angesteckt. Effektiv gab es in unseren Abteilungen nur ein paar einzelne Angestellte, die infiziert wurden.

Waren wirklich die Abteilungen zu einem Zeitpunkt kurz vor dem Kollaps?

Für eine kurze Zeit schon. Doch dann trat plötzlich kurz vor Ostern sehr schnell eine Entspannung der Situation ein.

Zurück zu Ihrer Kandidatur: Welche Chancen rechnen Sie sich aus, auch gewählt zu werden?

Ich kann meine Chancen nicht einschätzen, aber ich hoffe sehr, dass ich gewählt werde.

Ihre Schwerpunkte?

Die Kinder, Frauen und besonders die Senioren. Es gibt sehr viele, die allein sind und sich bei vielen Dingen nicht mehr zurechtfinden. In der Sanität werde ich nicht viel ausrichten können. Diesbezüglich muss man realistisch bleiben.

Interview: Erna Egger

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (113)

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  • george

    Die Lega ist mit der SVP an der Regierung. Wieso ändern sie dann nicht die Situationen direkt im Regierungsgeschäft oder vor Ort?
    Meint sie wirklich mit ihrer Einstellung bei den richtigen zu kandidieren, die bisher auch keine Lösung der Beanstandungen zustande brachten und nur dasselbe betreiben wie die Regierenden und Herrschenden im Lande?

    • rumer

      Die SVP betreibt mit unserem Land Schindluder…..bravo, gut gesagt!
      Die SVP hat unsere Sanität kaputt gemacht, sie ist nicht in der Lage ein europäisches Sanitätsniveau aufrecht zu erhalten, geschweige denn, fähige Personen damit zu beauftragen.
      Unterstellt die Südtiroler Sanität der Nordtiroler Gesundheitsbehörde, damit wir wieder Anschluss an europäische Verhältnisse bekommen.

      • leser

        Rumer
        Was ist denn ein europäisches sanitätsniveau?

        • rumer

          @leser
          Österreich und Deutschland haben ein Sanitätssystem auf europäischem Niveau. Julia Unterberger hat sogar zugegeben, dass die SVP die Südtiroler Sanität ruiniert hat, indem sie in einem Interview meinte: wir sollten nicht länger so tun, als hätten wir ein gleich gutes Sanitätssystem wie Nordtirol oder Bayern…..
          Konkret siehst du das bei:
          der Anzahl der Intensivbetten pro Einwohner
          der Wartezeit für eine Visite
          dass Österreich und Deutschland einige unserer Coronakranken übernommen hat.
          usw….

          • steve

            @rumer mag sein! In Ö und D müssen sie halt Steuern und Krankenkasse zahlen bei uns genügt es Steuern zu zahlen um versichert zu sein! Alles hat seinen Preis…

          • rumer

            @steve
            ich weiß nicht wo du wohnst, aber wir im Pustertal zahlen in die Krankenkasse ein, und das nicht wenig. Im Gegenzug kriegen wir eine Chaostruppe bei den Masken, italienische Ärzte und lange Wartezeiten.

  • martasophia

    Nein, es sind nicht die blonden Haare, es sind die Worte, die sie sehr naiv, zumindest politisch sehr naiv erscheinen lassen, die Widersprüche und Unvereinbarkeiten in den Aussagen.

    • martasophia

      und wer Angst hat in Brixen am Radweg Rad zu fahren. Wie viele Frauen wurden, wenn sie mit dem Rad auf dem Brixner Radweg fuhren, vom Rad gerissen und überfallen? Es ist doch so, dass unbegründete Ängste pathologische Ängste sind, da kann dann ein Therapeut helfen.

      • martasophia

        Liebe Lega, hört auf mit der Angst der Menschen zu arbeiten. Die Menschen zu unbegründeten Ängsten anzustacheln. Das was ihr dunkle Gestalten nennt, die gab es schon immer: einmal waren es drogati, dann Obdachlose, dann psychisch Kranke, Alkoholiker, für euch sind es die „Fremden“ u.v.m.. Die Gesellschaft, die Straßen von Menschen „saubern“, die eurem Bild einer sauberen Stadt nicht entsprechen (oder besser gesagt einer gierigen, oberflächlichen Gesellschaft), wollt ihr das? Es wird immer Menschen geben die aus unterschiedlichen Gründen am Rande der Gesellschaft leben, die der „sauberen“ Gesellschaft ein Dorn im Auge sind. Was wollt ihr liebe Leghisti, sie wegsäubern und dann noch behaupten, man sei sozial eingesellt, das kann und will ich mir nicht vorstellen. Lösungsorientiertes Handeln sieht anders aus, als mit der Angst arbeiten. Soziales Engagement auch. Eine soziale Einstellung impliziert vor allem, den Sinn der „unantastbaren Menschenwürde“ verstanden zu haben und sich dafür einzusetzen.

        • rumer

          @martha
          anstelle deines Mundes solltest du mal die Augen aufmachen, Frau Ploner erzählt nur Tatsachen.

        • n.g.

          @martasiphia Sie wollen nicht nur ne gierige und oberflächliche Gesellschaft, die gibts schon!
          Gesprochen wird immer von Kriminalität. Ja, die gibts, aber nicht in dem Ausmaße wie mit ihren Angst machenden Parolen verbreitet wird und wenn sie unter Migranten höher ist, dann ist es unsere eigene Schuld und nicht weil sie tendenziell krimuneller sind.
          Wenn Frau Ploner so einen Sinneswandel vollzogen hat, auch noch glaubt in der Lega würds besser gemacht dann sollte sie ihre sozialen Projekte einstellen oder den Migranten erklären in welcher Partei sie jetzt ist, wofür die steht und nicht so ne scheinheilige Welle fahren!

          • n.g.

            Und nicht von alten Leuten reden! Denen wurde bis jetzt nicht geholfen und in Zukunft wird auch nichts passieren!

          • issy

            @n.g.
            Obwohl hauptsächlich männliche Flüchtlinge aus patriarchalischen Ländern zu uns kommen, die unsere Justiz eh für zu lasch halten, die mit dem illegalen Grenzübertritt schon gezeigt haben, dass sie auf Regeln pfeifen, die allein mit dem Grenzübertritt schon mehrere tausend Euro Schaden angerichtet haben, von den Folgekosten gar nicht zu reden (Ticketbefreiung etc.) behaupten Sie, dass diese Flüchtlinge nicht tendenziell krimineller sind?
            Können Sie das belegen?
            Ah, und wieso sind nochmal wir Schuld?
            Bitte ebenso belegen, danke.

          • yannis

            so ist es ! @issy

          • n.g.

            @issy
            https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ausl%C3%A4nderkriminalit%C3%A4t#:~:text=2015%20gab%20es%20insgesamt%202.011,5%20%25%20von%20Zuwanderern%20ver%C3%BCbt%20worden.
            Zieht man davon noch Diejenigen ab die durch unsere Schuld, an Mangel an Chancengleichheit kriminiell werden dann sind wir NULL
            Fragen beantwortet?
            Wer flüchtet zuerst? Die starken oder die Schwachen? Sind es nicht die Starken? Woher haben sie das Geld? Wer kommt dann als erstes an? Die eher Kriminellen oder Die, die es echt bräuchten? Was ist dann UNSER BILD?

          • n.g.

            @issy Patriarchalismus! In diesem Forum wissen die meisten nicht mal was das bedeutet! Keine Farage, ich weiß was du meinst aber kans sein, dass du das insofern überbewertest das du in Allem diese Gefahr siehst? Als Frau jo, ich weiß auch, dass es vielfach so ist aber kannst du diesen Kukturen auch Zeit einräumen sich zu entwickeln? Es passiert ja auch vin Generation zu Generation und nicht alles kann sofort… Verstehst du, die Kinder dieser Generationen ändern das…, aber nur, wenn man sie lässt!

          • n.g.

            @issy Jedenfalls hebst du das Niveau des Forums ungemein! Kompliment, auch wenn wir nicht einer Meinung sind!

        • george

          ‚martasophia‘
          Sie haben es gut zusammengefasst. Mit der Einstellung der Lega werden wir das soziale Gefüge sicher nicht in Griff haben und auch nicht menschlicher damit umgehen, wer immer auch denen glaubt aufwarten zu müssen.

          • martasophia

            Danke. Es ist tatsächlich sehr blauäugig von Frau Ploner zu glauben, dass die Lega sich um sozial Benachteiligte kümmern und um die Menschenwürde kümmern wird.

          • n.g.

            Was wäre dann, george, die Konsequenz draus?

    • ronvale

      Voilà, immer bemerkenswert wie zügig der Stab über Neulinge in der Politik gebrochen wird.

      Ein Mensch, welcher im Gegensatz zu Berufspolitikern eben nicht naiv durchs Leben geht, sondern tagtäglich echte Herausforderungen lösen muss. Derart gestaltete Erfahrungen sind tausend Mal mehr wert als eine Laufbahn vom Student in die Politik, oder als Buerokratin in die Politik zu wechseln.

      Was Ihre Einschätzung zu „unbegründeten Ängsten“ angeht, möchte ich Ihnen folgenden Gedankengang unterbreiten: auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines Auftretens sehr, sehr gering ist, aber die Folgen sehr schlimm sein können, dann ist die Einstufung als „gefährlich“ ganz und gar nicht irrational. Die Gewichtung der Konsequenz wirkt als Multiplikator der Wahrscheinlichkeit und sichert das Überleben. Nicht umsonst ist die Lebenserwartung von Frauen höher als jene von Männern. Einer der Gründe ist die grössere Gewichtung der möglichen Folgen.

      • martasophia

        Es ist das Reine schüren von Unsicherheiten, denn dann sind die Menschen leichter zu manipulieren. Wer das nicht erkennt ist in der Tat politisch naiv. Zumindest sagt mir das meine freie Meinung.

      • martasophia

        Korrektur: das reine Schüren von Unsicherheiten

        • rumer

          @martha
          anstatt Schüren sag lieber Namhaftnennung, Aufzählen oder Reflektieren.
          Das was du machst nennt man Vertuschung.

        • leser

          Martasophia
          Was wûrdest du tun wenn du 75 jahre alt wärsd , 700 euro pension bekommst , ein kronisches krankheitsbild hättest und nucht eine altbäuerin ider seniorchefin im hotel wärsd
          Ja dann hat egger nicht so unrecht und sie schürt dann auch nicht

          • martasophia

            leser . 75 Jahre, 700 Euro Pension und chronisch krank, sehr traurig und eine Schande, dass in einem so reichen Land wie Südtirol da niemand hilft. Nur glaube ich nicht, dass die Lega diese Probleme lösen wird. Aber fragen Sie Frau Ploner, die kandidiert, indem mit sozialen Engagement wirbt, fragen Sie sie, was sie vorschlägt, wie man dieses Problem konkret löst?

          • leser

            Martasophua
            Ich frage dich was zu tun ist bist ja du die alles und jeden kritisiert
            Eine frage hätt ich schon
            Wie stehst mit deinem sozialem engagement hilfst du auch oder gehst du auf die andere strassenseite wenn nit am mann oder frau ist

          • summer

            @leser
            Diese Seniorin hat also entweder nie eingezahlt, war Hausfrau und bezieht eine Hinterbliebenrente ihres Mannes, der mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst zu wenig eingezahlt hat: eben als Bauer oder Hotelier. Aber da ist er selber Schuld, hat aber Gratiswohnung.
            Oder er war selbstständiger Handwerker und hat keine Privatpension eingezahlt, aber genügend Geld gescheffelt in den goldenen Achtziger und Neunzigerjahren.
            Also was soll dieser dümmlich konstruierte Fall?

          • martasophia

            leser. Ich gehe nicht auf die andere Straßenseite und schaue auch nicht weg. Ich habe selbst Zeiten der Not erlebt, war aber immer gesund und konnte mir selbst aus der Notsituation heraushelfen. Und ja ich helfe Menschen in Not, kann leider nicht die ganze Welt retten. Nur zu glauben, dass die Lega soziale Missstände und eine bessere soziale Unterstützung für Benachteiligte bringt, halte ich für völlig an der Realität vorbeigedacht.

          • leser

            Martasoohie
            Ich habe mir zu eigen gemacht mein leben nicht in die hand eines politikers zu legen und brauch keine ploner die mir soziale gerechtigjeit predigt, damit sie meine stimme bekommt
            Das ist unabhängug ob sie für lega, SVP , freiheitluche oder sonst was kandidiert
            Wir haben neben zahlreichen anderen schandtaten gesehen, was das ziel und der einsatz eines politikers ist wenn er vor dem geöffneten und vollem marmeladeglas steht, das jûngste beispiel des 600 eurobonus haben brwiesen, dass die parteizugehörigkeit keine rolle spielt
            Sogar ein radikalprediger verteufelt politik vetternwirtschaft aber kassiert millionen im jahr vom volk bezahltes steuergekd für das, dass er volksclown spielt
            Das sind die fakten

      • n.g.

        Tja, dein Komentar soll uns dann folgendes sagen:Stark frisst.schwach? Es geht dann nur.darum wer derStärkere ist? Dann wären wir genau da, was ich sage, der Mensch ist ein Tier, nicht mehr und nicht weniger! Er benimmt sich so, er handelt so…! Und unsere Ethischen Vorstellung können wir für die nächsten 1000 Jahre in die Tonne…., bis wir evolutionär nen Sprung machen?

    • leser

      Martasophia
      Wo kann ich dich wählen?
      Du scheinst der richtige allwissende feldwebel zu sein
      Genau solche braucht das land

      • martasophia

        leser . Leute die in Ermangelung von Argumenten beleidigen, na ja da macht sich jeder sein eigenes Bild.

        • leser

          Ich beleidige nicht sondern stelle fragen auf fakten und tatsachen die nucht beantwortet werden
          Du stellst alle als dumm dar meckerst und gehst aber nicht auf ansätze ein
          Eher so wie ein kleiner hund der hinter der hecke herausbellt

          • martasophia

            leser . Ich argumentiere, wie wichtig es ist die unantastbaren Menschenrechte zu verteidigen;
            ich stelle fest, dass von gefährlichem Radweg nur dann die Rede sein kann, wenn es tatsächlich Überfälle gab – sachlicher geht nicht! ….
            Sie beleidigen auf tiefstem Niveau, wenn sie mich als Hund bezeichnen. Sie bezeichnen mich als dumm und eine die nur meckert. Sie nennen das Fragen und Fakten?

        • novo

          @marthasophia

          Ich teile über weite Bereiche deine Ansichten.
          Genauso wie ich deinen Diskussionsstil schätze, denn du argumentierst, während viele andere nur beleidigen.

  • jennifer

    Das gefährlichste am Radfahren ist das Radfahren an sich.
    Am Besten also immer mit Helm.

  • stefan1

    Wenn ich mir so die Lombardei und das Veneto anschaue, dann ist die Lega sicher die richtige Partei die Probleme in der Sanität zu losen, gute Frau hat die Tomaten von den Augen ?
    Ganz zu schweigen von den bereits erwähnten Widersprüchen in ihren Aussagen, die Lega ist der größte Feind für Südtirol, seine sprachliche Minderheiten und das friedliche Zusammenleben.

  • watschi

    bravo frau ploner. man merkt schon, dass ihr soziales denken den hier linken usern ein dorn im auge ist. als leghsta darf man das in ihren augen einfach nicht sein. dabei gibt es keine bessere politik als die des leghista. sozial eingestellt, arbeitsam, antirassistisch, demokratisch und was das strafrecht angeht auf den richtigen weg. sicherheit muss gewàhleistet sein und hat oberste prioritàt.

  • n.g.

    Sich für die Lega aufstellen zu lassen und als Überschrift :Das menschliche ist verloren gegangen.
    ist schon etwas pervers!

  • watschi

    ist wohl gut dass die einen (mitte rechten)sich für einheimische einsetzten und die anderen (linken) für immigranten. so haben alle etwas davon

  • lois

    Wie man als Südtirolerin deutscher Muttersprache für eine italienische Partei kandidieren kann, muss man nicht wirklich verstehen…

    • morgenstern

      … genau so muss man nicht wirklich verstehen wie die SVP mit einer angeblich autonomie- feindlichen Partei eine Koalition eingehen kann.

      • lois

        @morgenstern …die behaupten von sich ja stets autonomiefreundlich zu sein, insofern müsste es wohl „angeblich autonomiefreundlich“ heißen… ist im Endeffekt aber vollkommen egal, da die Lega als Regierungspartei seit jeher unter der Wahrnehmungsgrenze dahindümpelt… von den zwei Lega-Landesräten kommt ja so gut wie gar nichts (wohl auch weil sie, und das ist wirklich ein Skandal, kein Wort deutsch sprechen)… die Fäden ziehen in jedem Fall andere…

    • yannis

      @lois,

      bei den Mist die, die Südtiroler Parteien am laufenden Meter bauen bleibt wohl kaum was anderes.

      • lois

        @yannis …super Idee, dann können wir gleich den Proporz, die Schule in der Muttersprache u.a. für was jahrzehntelang gekämpft wurde über Bord werfen… ganz nebenbei: die Mehrheit der hier geborenen Italiener kann fast gar kein Wort Deutsch… und solche sollten die Interessen der deutschsprachigen Südtiroler vertreten???? tztztzt schlechter Witz…

      • lois

        @yannis …ganz zu schweigen, dass diese Nationalparteien zentralistisch von Rom oder Mailand aus verwaltet werden, sprich von Leuten die von der hiesigen Situation Null Komma Null Ahnung haben…

      • lois

        @yannis …aber du kannst gerne Salvini, Urzì & Co wählen…

  • ostern

    6 Monate Wartezeit für eine jährliche Kontrollvisite
    für mich, der früheste Termin in einem Spital in Südtirol.
    (Hoffentlich stirb i net)!!!

  • meintag

    Ein Bekannter von Mir meinte kürzlich, dass Er sich auf seinen Arbeitsplatz angesprochen öfters schäme dass Er im Krankenhaus arbeitet. Da kann es dann passieren dass Südtiroler deutscher Muttersprache in den italienischen Parteien Mehr Inhalte finden als in SVP oder Opposition der Marktschreier einer Mair oder Knoll.

  • watschi

    frau ploner, je mehr politische gegner sie hier kritisieren, um so besser war ihre entscheidung,bei dieser multikulturellen partei zu kandidieren, gut. sogar ein schwarzafrikaner kandidierte vor einiger zeit. für die lega. das sagt alles darüber aus. nicht gegen ausländer oder minderheiten wird gearbeitet, sondern gegen illegale, kriminelle banden und schmarotzer, die unser soziales system schamlos ausnützen. danke dafür

  • watschi

    novo, ja dann zähl mal auf

  • n.g.

    @summer Du siehst immer nur deine kleine Welt. Das ist es was ich altmodisch finde. Weil du anscheinend nicht verstanden hast, dass wir hier nur ne kleine bis gar keine Nummer sind! Wach auf, wir leben auf einer globalisierten Welt. Ob gut oder schlecht, aber deinen SVP Kop… als den kommenden, nein, als den existierenden Messias zu huldigen ist komplett lächerlich!

  • n.g.

    Nochmal ne, ich glaub sogar, den runden gibts heute noch… Sag du es mir, ich guck sowas nicbt.

    • summer

      Du schaust gar nichts, denn offenbar sind deine Brillen zu schwach, wenn nicht mal die Tippfehler siehst.
      Also ich sehe dich mit dicken Brillengläser, du Brillenschlange, schaust blöd drein und schiebst die über die Nase tärutschende Brille alle 10 Sekunden hoch.
      Also hast ein nervösen Tick, was auch begründet, warum jeden Satz einen eigenen Kommentar gibst.
      Furchtbarer Typ!

      • n.g.

        Tja, summer, jedem seine Macke, Meise, wie immer man es nennen mag.
        Aber ich freu mich, ich hab dich erwischt. Du bist persönlich geworden. Das, summer, ist für nen schlauen Tyoen, jedenfalls siehst du dich so , ne Schwäche. Also hatte ich doch Recht. Ein Möchtegern, mehr nicht. Dazu noch aus den 70 igern. Die paar Tipfehler meinerseits, daran musst du dich ja aufhängen, sinst gibt’s da nicht viel.. machen da nichts, macht trotzdem Spaß dich ohne Argument zu sehen.

        • n.g.

          Richtig eingeschätzt, von Anfang an. Ein wichtigmacherischer, altmodischer Kleingeist, der wahrscheinlich aus dem früherem Forum raus geflogen ist da er die Nerven verloren hat als es zu viel wurde! Sagtest doch, du warst woanders . Warum nicht mehr?

        • n.g.

          Ab jetzt wäre ich deinerseits auch rubig, denn nach deinem letzten Post kanns nur nich lächerlicher werden. Blamier dich nicht, sinst fällt dir nich Einer raus, bei deiner Reputation. wärs ne Katastrophe.

    • n.g.

      @summer Siehst du, Brillenschlange hab ich als Beleidigung vor 30 Jahren im TV gehört. Und da waren es Kinder und ein Film. Was soll ich dir dann sinst nich so sagen, altmodisch. Stehen geblieben?

  • n.g.

    Übrigens, neulich hab ich mal deine Posts gezählt. Waren in etwa so viel wie meine an einem Tag. Aber du darfst ja, ich, laut deiner Meinung nicht. Hast du von mir da was gelesen? Ne!

  • n.g.

    Du bist echt ein wortgewanter, aber geistiger Tiefflieger.

  • n.g.

    Screenshots nicht vergessen!

  • n.g.

    @summer Weisst du, wenn ich mal aus dem Rahmen falle, dann passiert nicht viel. Wenn aber jemand wie du, ein so intelligenter und gebildeter Mensch wie du, im Niveau von 100 auf 0 fällt…. Denk mal drüber nach.
    Bei mir ist das Temperament, bei dir?

  • summer

    @n.g.
    Ich muss gerade köstlich lachen über deine konfusen Posts.
    Bist gerade besoffen oder hast was geraucht? Kanns grad nicht ganz einordnen.
    Klärst du uns hier im Forum auf?
    Oder schmollst du gerade in der Minderwertigkeitsecke?
    Hi hi hi

    • n.g.

      @summer Vielleicht beides. Ich bin ja für die Legalisierung, also..! Bin Beidem nicht abgeneigt.
      Um mich aus der Reserve zu locken, müsste ich dich ernst nehmen und der Zug ist schon lange abgefahren.
      Das du mir teilweise nicht folgen kannst, wundert mich daher nicht.

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