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Juchhu! Kino 

Kommende Woche öffnen alle Kinosäle im Land. Die Regeln und das Angebot.

von Renate Mumelter

Es geht zwar erst kommende Woche los, aber die Neugier wächst. Immer wieder wird nachgefragt, wie das mit der Sicherheit in Kinos gehandhabt wird. Ich habe in einem Programmkino und einem Multiplexx nachgefragt.

„Die gute Belüftung, die unsere Säle haben, ist ein großer Vorteil“, sagt Marlene Sebastiani vom CinepleXX. Das bestätigt Raimund Obkircher auch für den Filmclub. Wie wichtig gute Belüftung ist, hat erst kürzlich eine Studie der Berliner Charitè bestätigt.

Marlene Sebastiani legt aber noch eins drauf: „Außer der guten Belüftung hat das Kino auch den Vorteil, dass die Menschen reden und automatisch im Abstand von einem Meter zueinander bleiben. Das gibt schon die Bestuhlung vor“.

Die Regeln 

Das Kino in der Bozner Schlachthofstraße startet am 26. August. Die Regeln, an die sich das Publikum zu halten hat, sind einfach. Vom Betreten des Foyers bis zum Sitzen am zugewiesenen Platz muss Maske getragen werden und zwar über Mund und Nase. Das gilt auch im Filmclub, der seine Säle am 27. August öffnet. Auch hier werden die Sitzplätze zugewiesen. Nebeneinander sitzen dürfen nur Personen, die im selben Haushalt wohnen. Das CinepleXX verlangt dafür eine Eigenerklärung. Die kann schon bei der Ticket-Bestellung online ausgefüllt werden.

„Wir raten sowieso dazu, das Ticket online zu kaufen, dadurch lassen sich Warteschlangen vermeiden“, sagt Sebastiani. Die Karten können auch reserviert oder an der Kassa gekauft werden. Bespielt werden alle Säle, allerdings werden die Beginnzeiten so gelegt, dass nicht zu viele Menschen auf einmal im Foyer zusammenkommen.

Viele Unbekannte 

Ob die Kinos voll werden, steht noch in den Sternen. Gleich zu Beginn dürfte es ruhig zugehen, weil der Sommer weniger Menschen ins Kino lockt. „Jetzt ist es ideal alles auszuprobieren um zu sehen, wo wir nachbessern müssen“, sagt Raimund Obkircher.

Niemand weiß heute, wie sich die Pandemie entwickeln wird, niemand kann abschätzen, ob die Menschen wirklich ins Kino kommen, und welche Publikumsschichten sich möglicherweise von der Leinwand abwenden und die Versorgung über Streaming-Anbieter mit hausgemachtem Popcorn vorziehen.

Cineasten werden der Leinwand wohl treu bleiben. Die können nicht anders. Die derzeit allgemein schwachen Besucherzahlen weisen darauf hin, denn in Italien finden derzeit eher Programmkinos ihr Publikum als die Blockbuster-Plexxe. Am besten wäre natürlich, es würde allen Kinos gut gehen.

Das Angebot

Ungewiss ist die Programmgestaltung. „Vieles hängt von der Entwicklung der Pandemie in den USA ab“, sagt Marlene Sebastiani. Wenn die großen Produktionen dort nicht starten können, starten sie auch in Europa nicht. Der europäische Filmmarkt ist da schon sicherer, auch wenn der eine oder andere Film noch zurückgehalten wird, um auf bessere Zeiten zu warten.

CinepleXX und UCI

„Tenet“, Regie Christopher Nolan mit Robert Pattinson u.a., (Spionage)

„Onward“ (Animation)

„I still believe“ Regie Andrew Erwin, mit K.J.Apa, u.a. (Romanze)

und andere Filme

Filmclub

„Volevo nascondermi“, Regie Giorgio Diritti, preisgekrönte Hauptrolle Elio Germano

„Deutschstunde“, Regie Christian Schwochow  nach Siegfried Lenz mit Tobias Moretti u.a., (Literaturverfilmung)

„Enkel für Anfänger“, Regie Wolfgang Groos mit Barbara Sukowa, Heiner Lauterbach u.a., (Komödie)

und andere Filme

Starts

UCI 24. August, CinepleXX 26. August, Filmclub 27. August

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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