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„Keine große Veränderung“

Waltraud Deeg ist nach der Amtsenthebung von Arnold Schuler zur Landeshauptmann-Stellvertreterin aufgestiegen. Das Interview.

Tageszeitung: Frau Deeg, es sieht so aus, als wären Sie die einzige Person, die von der Bonus-Affäre profitiert…

Waltraud Deeg: Das weiß ich nicht, ich glaube nicht, dass man hier von einem Profit sprechen kann. Es geht um einen Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverlust der gesamten Politik. Ich glaube nicht, dass irgendjemand davon profitiert.

Sie sind die erste Frau, die zum Landeshauptmann-Stellvertreter ernannt wurde. Empfinden Sie deshalb vielleicht ein klein wenig Stolz?

Stolz empfinde ich nicht. Es ist einfach zeitgemäß, dass die Diskussion, ob Frau das kann, der Vergangenheit angehört. Es ist ein toller Schritt, aber nicht die große Veränderung in Sachen Gleichberechtigung. So weit sind wir noch nicht.

Die Tatsache, dass Sie durch einen Skandal in dieses Amt gehoben wurden, wirft also einen Schatten auf Ihre Berufung…

Niemand wünscht sich so etwas, da es, wie gesagt, einen großen Vertrauensverlust bedeutet. Aber gerade deshalb bringt es jetzt nichts nach hinten zu schauen. Für mich geht es darum, nach vorne zu schauen, vor allem, weil wichtige Herausforderungen und Verantwortung bevorstehen. Daher werde ich mich nicht mit der Vergangenheit beschäftigen.

Lesen Sie mehr in der Donnerstag-Ausgabe der TAGESZEITUNG.

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