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Over/Dose

Letztes Wochenende gastierten die Münchner Over/Dose beim „Tartscher Bichl Openair” in Mals. Eine Hommage an eine Coverband, die (fast) alles richtig gemacht hat.

Letztes Wochenende, Freitag, 07. und Samstag 08. August 2020, fanden die ersten wirklichen Open Airs hierzulande statt: Im Freien und mit mehreren Acts im Programm. Das „Tartscher Bichl Openair” gehört mit dem „Naturns Blues Festival” und dem „Countryfest” in Prad zu den Mutigen, die diesen besonderen Zeiten trotzen. Das „Tartscher Bichl Open Air” bot seinerseits an den beiden Tagen insgesamt sechs Bands, darunter vier Coverbands, die ihr Repertoire jeweils mit den Songs von Rockgrößen wie Judas Priest/Iron Maiden, Van Halen, Motörhead und AC/DC aufgetankt hatten.

Wir hatten das Vergnügen, den satt zweitstündigen Set von Over/Dose aus München sehen zu können. Das Ambiente war ideal für ein Open Air: Weitläufig, mitten im Wald und mit einer angemessenen und passenden Bühne.

Die Besucherzahl an diesem späten Freitagabend war gut, wenn man bedenkt, dass zeitgleich in Prad das Countryfest lief und das (potenzielle) Publikum vielleicht noch etwas vorsichtig war.

AC/DC sind seit 1974 unterwegs und haben in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche Klassiker in die Welt gesetzt, die nach wie vor Feuer relevant sind, Generationen übergreifend. Over/Dose konzentrierten sich mit ihren Songs vor allem auf die Zeit zwischen 1977 und 1980, und waren somit vor allem etwas für wirkliche Insider mit den selten oder kaum gehörten Songs aus den Alben „Highway To Hell”, „Powerage” und „Let There Be Rock”. Over/Dose spielten die Songs sehr nahe am Original, gut angezerrt und mit einer gewissen (und passenden) Gelassenheit, und zeigten damit, dass AC/DC im Grunde eine Bluesrock-Band waren und sind.

Songs wie „Hells Bells”, „Thunderstruck”, „T.N.T.” und das abschließende „Let There Be Rock” stellten auch jene zufrieden, die nicht ganz so in der Materie verankert waren, und wenn die Band auch ein, zwei, drei Mal etwas ins Schleudern kam während ihres Sets, so war es ein wahres Vergnügen, der Band zuzuhören.

Für die Organisatoren des „Tartscher Bichl Open Airs“ ist die Wette aufgegangen, wenn sie sich mit der Werbung für das Open Air im Vorfeld auch etwas zurückgehalten hatten. Benni Hellrigl: „Wir waren diesbezüglich vorsichtig, weil wir das Open Air in einer Größe halten wollten, die wir handeln konnten. Aber es ist alles bestens gelaufen, alle waren und sind zufrieden. Es gab keinerlei Beschwerden, keine negativen Vorfälle. Die Sicherheitsvorkehrungen wie getrennter Ein- und Ausgang, Fiebermessen am Eingang, genügend sanitäre Anlagen, Einwegbecher etc. konnten gewährleistet werden und auch die Spesen konnten wir decken. Alles gut!”

Das Team um Benni Hellrigl ist nach diesem ersten Durchlauf gewillt, nächstes Jahr das „Tartscher Bichl Open Air” noch einmal anzugehen. Die Welt gehört den Mutigen. (rhd)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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