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„Wir wollen leben“

Bischof Ivo Muser hat den Festgottesdienst zu Mariä Himmelfahrt im Brixner Dom gefeiert: „Dieser Festtag will uns in der Hoffnung bestärken, dass unser Menschsein Ewigkeitswert hat. Wir Menschen werden uns nie und sollen uns nie mit dem Tod einfach abfinden: Wir wollen leben!“

Am heutigen 15. August feiert die Kirche das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel, das älteste bekannte Marienfest. Es wird schon seit dem 6. Jahrhundert gefeiert. Im Jahr 1950, vor genau 70 Jahren, wurde der Glaube an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel durch Papst Pius XII. für die römisch-katholische Kirche zum Dogma erhoben. Die Legende besagt, dass die Apostel von ihren jeweiligen Missionsorten durch die Luft an das Sterbebett Marias gebracht worden sind. Dann hätten sie Maria nach deren Tod bestattet und das Grab mit einem großen Stein verschlossen. Daraufhin erschien Jesus Christus mit seinen Engeln und der Stein wurde weggewälzt, Christus rief Maria heraus und nahm sie mit sich in den Himmel.

„An keinem anderen Tag des Jahres feiern weltweit so viele Kirchen ihr Patroziniumsfest wie am heutigen 15. August. In unserer Diözese unsere beiden Domkirchen in Brixen und in Bozen und mehr als 50 andere Kirchen“, sagte Bischof Ivo Muser zum Beginn seiner Predigt im Brixner Dom.

Bischof Muser wies dann darauf hin, dass uns der heutige Festtag mit Blick auf Maria in der Hoffnung bestärke, dass unser Menschsein Ewigkeitswert habe: „Wir sind nicht einfach in diese Welt Geworfene und zu diesem Leben Verurteilte. Im Blick auf Christus, den Sieger über Grab, Tod und Sünde, und im Schauen auf seine Mutter, die bereits ganz – mit Leib und Seele – in diesen Ostersieg hineingenommen ist, bekennt heute der Glaube der Kirche: Menschliches Leben, menschliche Erfahrungen, menschliches Hoffen, menschliches Ringen, Leiden und sogar Sterben gehen nicht ins Leere, sondern haben eine Perspektive und ein Ziel. Wir Menschen werden uns nie und sollen uns nie mit dem Tod einfach abfinden: Wir wollen leben! Wir sind geschaffen und gewollt für das Leben – jetzt und einmal in Vollendung!“

Goldenes Priesterjubiläum von Josef Matzneller

Beim heutigen Gottesdienst dankte der Bischof auch dem langjährigen Generalvikar Josef Matzneller: „Dein priesterlicher Dienst stand und steht ganz intensiv im Dienst unserer Diözese und ihrer Bischöfe: 16 Jahre als Sekretär von Bischof Joseph Gargitter, als Kanzler am Bischöflichen Ordinariat, als Assistent der Berufsgemeinschaft der Pfarrhaushälterinnen, 20 Jahre als Generalvikar, zweimal Diözesanadministrator in den Monaten der bischöflichen Sedisvakanz, Dompropst, Priesterseelsorger und Präsident der Hofburg. Wer dich kennt, weiß, in welcher Haltung du deinen priesterlichen Dienst ausgeübt hast und ausübst! Vergelt´s Gott, lieber Josef, in großer, persönlicher Wertschätzung und Dankbarkeit!“

90. Geburtstag von Alt-Domdekan Messner und Kanonikus Kollmann

Bischof Muser gratulierte heute auch den beiden „90ern“ Johannes Messner und Johann Kollmann: „An diesem österlichen Festtag danken wir auch für die 90 Lebensjahre des emeritierten Domdekans Johannes Messner und von Kan. Johann Kollmann. Von Herzen wünsche ich euch einen dankbaren, versöhnten Blick auf euer langes Leben. Letztlich ist es für uns alle nicht entscheidend, wie lange wir hier auf dieser Erde leben, sondern wie wir leben und ob wir versucht haben, unsere geschenkte, anvertraute Zeit auch zu einem Segen zu machen für andere. Vergelt´s Gott für alles, liebe 90jährige Geburtstagskinder! Einen besonderen Dank spreche ich heute auch dem Domverwalter Herbert Wieland aus, der seit 30 Jahren zum Wohl des Domes und des Domkapitels arbeitet.“

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