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Kurz vor knapp

Im Burggrafenamt gibt es einige Gemeinden, die erst kurz vor der Listenabgabe genügend Kandidaten gefunden haben, um den Gemeinderat zu komplettieren.

von Markus Rufin

Heute müssen die Kandidatenlisten für die Gemeinderatswahlen im Herbst abgegeben werden. In manchen Gemeinden wird es mehr, in anderen weniger Listen und Kandidaten geben. Doch was alle Gemeinden gemein haben: Es fällt schwer neue Kandidaten für den Gemeinderat zu finden.

Einen eindrucksvollen Beweis dafür liefern einige Gemeinden im Burggrafenamt ab. Vor allem kleine Gemeinden mit kleinerem Parteienspektrum haben mit einem akuten Kandidatenmangel zu kämpfen. Derartige gibt es im Burggrafenamt einige.

„Mir ist nicht bekannt, dass es eine Liste im Burggrafenamt gibt, die ihre Liste voll hat“, berichtet die stellvertretende SVP-Bezirksobfrau Rosmarie Pamer. Die Bürgermeisterin von St. Martin in Passeier weiß zwar nicht, wie viele Kandidaten es in den einzelnen Gemeinden gibt, weiß aber, dass „alle Parteien“Schwierigkeiten hatten: „Wir haben in St. Martin 21 Kandidaten, wobei eigentlich 27 kandidieren dürften. Dazu kommt noch die Süd-Tiroler Freiheit mit drei Kandidaten. 18 Personen kommen dann in den Gemeinderat.“

Heißt, nur sechs Kandidaten werden am Ende den Einzug im Gemeinderat verpassen. St. Martin in Passeier ist dabei eine der Gemeinden, die noch relativ viel Glück bei der Kandidatensuche hatte. Das weiß auch Pamer: „In Laurein und Proveis hatten wir sogar Probleme Bürgermeisterkandidaten zu finden. Mittlerweile muss man froh sein, wenn sich jemand als Bürgermeister aufstellen lässt.“

Doch nicht nur das, in manchen Gemeinden des Burggrafenamtes wäre man beinahe sogar daran gescheitert, genügend Kandidaten zu finden, um überhaupt einen Gemeinderat aufzustellen.

In Tscherms hatte die Regierungspartei SVP bis vor zwei Wochen beispielsweise nur neun Kandidaten auf der Liste. Zum Vergleich: Derzeit hat die SVP alle 15 Sitze im Gemeinderat inne.

 

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Kommentare (3)

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  • andreas

    Von den 116 Gemeinden sind mindestens 100 überflüssig und verursachen nur unnötige Kosten.

    Nicht jedes Kuhdorf braucht einen Gemeinderat und Bürgermeister.
    Waidbruck hat z.B. 191 Einwohner, 10 Gemeinderäte und 1 Bürgermeister und die paar Hanseln streiten andauernd.

    Keiner der Politiker traut sich aber an dieses heiße Eisen, da ein Beenden dieser kleinkarierte Kirchturmpolitik in Südtirol ein Sakrileg wäre.

    Caramaschi und Rösch sind nebenbei die schlechtesten Bürgermeister der letzten 30 Jahre in BZ und Meran.
    Ich hoffe mal das Volk ist klug genug sie abzuwählen.

    • george

      Und das meinst gerade du beurteilen zu können und für die Allgemeinheit zu sprechen. Was gibst du denn so an, immer gescheiter zu sein als alle anderen und alles besser zu wissen? Deine Meinung ist eine Einzelmeinung mit der du nur die kommende Wahl beeinflussen willst: Versuch einer Gehirnwäsche.

      • yannis

        @george,

        Andreas hat recht !! ein 530.000 Einwohner Kaff in 116 Gemeinden aufgeteilt, gibt es sonst nirgendwo !

        Man muss sich dies mal vorstellen, im Durchschnitt haben rund 4500 Einwohner den üblichen Wasserkopf einer Gemeindeverwaltung zu schultern, bzw als Steuerbelastung am Hals.
        Das Gleiche beim Land, 50.000 Bedienstete ! Nahezu 10% der Einwohner leben von den Steuern der übrigen 90% sowas ist nur in der „Kronkolonie“ Südtirol möglich und weltweit wohl auch einmalig.

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