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In sein Gortn

Wax Pirate, alias Paul Kofler, war in den letzten Jahren eigentlich eher als DJ unterwegs, jetzt hat er wieder eine Hand voll Songs geschrieben, und singt in Dialekt.

Stilistisch ist er sich treu geblieben. Paul Kofler, Schlanderser Musiker und vor einiger Zeit die eine Hälfte von Wicked & Bonny, macht nach wie vor Reggae/Dub. Auf seiner „Dialekt EP”, die am vergangenen 03. August 2020 erschienen ist. Kofler hat sich nach seinem Ausstieg bei Wicked & Bonny zunächst darauf konzentriert, als DJ unter dem Namen Wax Pirate aufzulegen und unter diesem Namen hat er nun auch vier Tracks produziert, aufgenommen und eingesungen.

Die „Dialekt EP” beginnt mit dem ruhigen Reggae-Song „Guat Weil”, bei dem er das entspannte Lebensgefühl und die Notwendigkeit einer gewissen Langsamkeit gegen die vom Zeitgeist geforderte Hektik und die Vorurteile von der dörflichen Seite durchaus lustig verteidigt.

Dann folgt das Herzstück der EP, „In mein Gortn”. „In mein Gortn” ist eine Hymne an jenes Fleckchen Erde vor oder hinter dem Haus, das für viele von großer Wichtigkeit ist. Wax Pirate findet mehr als überzeugende Worte, die Qualitäten eines selbst gepflegten Gartens herausstreichen.    

„Schaug af di”, ein Stück das unterstreicht, wie wichtig das eigene Wohlbefinden ist, und das die positive Weltsicht in den Mittelpunkt stellende „Zuaversicht” runden die EP ab.

Dass auf der gesamten EP der Dialekt aus dem Raum Schlanders durchaus deutlich durchkommt, Vinschg‘er „rrr” inklusive, ist eine wunderbare Begleiterscheinung.

Benjamin Stötter und Dubiose Symbiose haben in Wax Pirate einen Bruder im Geiste gefunden und nicht nur die Fans des deutschen Reggae/Dub mit ganz und gar nicht banalen Texten sollten sich das Stück holen. (rhd)

Info: https://soundcloud.com/waxpirate/sets/dialekt-ep

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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