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„Wichtige Daten“

In den ersten zwei Wochen der CHRIS Covid-19-Studie haben bereits mehr als 770 Vinschgauerinnen und Vinschgauer teilgenommen. Und die Auswertung der ersten serologischen Tests zeigt, dass deutlich mehr Menschen mit Covid-19 in Kontakt gekommen sind, als bisher angenommen. 

Die Auswertung der ersten serologischen Tests zeigt: Im Vergleich zu den gemeldeten Zahlen des Südtiroler Sanitätsbetriebs sind im Vinschgau deutlich mehr Menschen in der Hauptphase der Epidemie mit Covid-19 in Kontakt gekommen. Dies zeigt, wie wichtig eine Studie dieser Art zusätzlich zu den laufenden Testreihen ist, um die Mechanismen der Infektion und ihren Zusammenhang mit genetischen Aspekten und anderen Daten zum Gesundheitszustand zu verstehen, die den Forschern dank der CHRIS-Studie zur Verfügung stehen.

Von den bisherigen Abstrichen im Rahmen der CHRIS Covid-19-Studie war hingegen nur einer positiv. „Bei einem positiven Abstrich – also wenn im Moment der Teilnahme eine Infektion nachgewiesen wird – ist es der Sanitätsbetrieb, der die betreffende Person bei den weiteren Schritten begleitet“, erklärt Cristian Pattaro von Eurac Research, der wissenschaftliche Leiter der Studie.

Die Tests der CHRIS Covid-19-Studie werden ab jetzt im Krankenhaus von Schlanders durchgeführt. „Die Vormerkungen sind von Tag zu Tag angestiegen. Das lässt uns hoffen, dass noch viele Teilnehmer dazukommen. Es ist uns bewusst, dass die Einladungen an die Einwohner der ersten angeschriebenen Gemeinden – Martell, Schnals, Latsch und Schlanders – erst kurz vor Studienstart angekommen sind. Daher haben wir auch auf Nachfrage der Teilnehmer die Testphase bis Ende August verlängert, damit alle Interessierten die Möglichkeit haben noch teilzunehmen“, sagt Pattaro. Wer demnach eine Einladung bekommen hat und noch nicht teilnehmen konnte, kann sich für weitere Informationen und eine Terminvereinbarung an die Nummer 0471 055502 wenden.

Die tatsächliche Verbreitung des Virus im Vinschgau können die Forscher erst nach dem Ende dieser ersten Testphase – gegen Anfang September – genauer abschätzen.

Auch das allgemeine Screening zu den Symptomen mittels Fragebögen hat vor zwei Wochen begonnen. 19.000 Personen wurden dazu eingeladen. Rund 120 ausgefüllte Fragebögen erhielten die Forscher im Durchschnitt pro Tag – ein sehr guter Start, wie das Studienteam unterstreicht. Das Screening sieht vor, dass alle CHRIS-Teilnehmer und ihre Familienmitglieder einen Online-Fragebogen mit 15 Fragen ausfüllen, den sie einmal im Monat in Bezug auf Symptome und eventuellen Kontakt mit positiv getesteten Personen aktualisieren. Das ermöglicht den Forschern, die Entwicklung des Virus im Vinschgau fortlaufend zu beobachten.

Die erste Testphase läuft noch bis Ende August.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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