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Die Meraner Umfahrung

Am Freitag ist die Urteilsbegründung des Staatsrates zur Vergabe der Arbeiten zum Bau der Nordwestumfahrung Meran eingetroffen.

Mit dem Urteil Nr. 4858/2020 entschied der Staatsrat endgültig über den langwierigen Streit um die Vergabe für die Umfahrung Meran. Die Richter bestätigten dabei die Vergabe der Landesabteilung Tiefbau und lehnen die Berufung der Bietergemeinschaft Pizzarotti-Collini ab. Nun steht der Vertragsunterzeichnung für das größte Bauvorhaben des Landes nichts mehr im Wege.

Baubeginn im Herbst angestrebt

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider unterstreicht: Wenn es keine Verfahrenshindernisse gibt, die nicht vom Willen der Verwaltung abhängen, werde ein Vertragsabschluss Ende August angestrebt: „Zusätzlich wollen wir uns mit den betroffenen Grundstückbesitzern treffen. Die Obsternte wird auf jeden Fall heuer im Herbst nicht durch die Bautätigkeit beeinträchtigt.“

Ein Baubeginn noch im heurigen Herbst sei realistisch, so Landesrat Alfreider.

Wichtig für bessere Verkehrsflüsse und Lebensqualität

Die Nord-West Umfahrung von Meran sei, so Landesrat Alfreider, verkehrstechnisch ein sehr wichtiges Projekt, vor allem für das Passeiertal und die Stadt Meran: Die Umfahrung verbessere speziell den Verkehrsfluss, aber auch insgesamt die Mobilität und somit die Lebensqualität im Bezirk Burggrafenamt und ganz Südtirol. Aufgrund verschiedener Rekurse und Prüfungsverfahren habe sich der Bau schon „viel zu lange“ hinausgezögert. Wichtig sei nun, so bald wie möglich mit dem Bau zu starten.

Umfahrung: Drei Kilometer in zwei Baulosen

Die Nord-West-Umfahrung von Meran erfolgt weitgehend unterirdisch. Die Verkehrsinfrastruktur soll die Stadt vom Durchzugsverkehr entlasten und das Passeiertal und Dorf Tirol besser an die Schnellstraße Meran-Bozen anbinden.

Sie hat eine Gesamtlänge von rund drei Kilometern und gliedert sich in zwei Baulose: Im Anschluss an den Tunnel von der Schnellstraße Meran-Bozen MeBo bis zum Meraner Bahnhof sieht das neue Baulos nun den Bau des sogenannten Küchelbergtunnels unterhalb der Goethestraße und des Zenobergs bis hin zur Handwerkerzone von Tirol vor. Dort wird ein Kreisverkehr mit Anschlussstraßen in Richtung PasseierTirol und Obermais gebaut. Im Zuge der Arbeiten wird auch die Brücke über die Passer unterhalb der Zenoburg erneuert und abgesenkt. Der gesamte Tunnelbau erfolgt in bergmännischer Bauweise. Es ist somit keine offene Bauweise mit einer offenen Baugrube vorgesehen, bis auf kleine Bereiche, wie für die Fluchtwege und die Startbaustelle beim Bauhof der Gemeinde Meran.

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