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„Es wird einen Engpass geben“

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Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler rechnet angesichts der Quarantäne-Pflicht für Rumänen und Bulgaren mit Problemen bei der Apfelernte. Greifen die Bauern im Notfall zu einer risikobehafteten Lösung?

von Heinrich Schwarz

Bei den Apfelbauern herrscht in diesen Tagen große Aufregung. Kurz vor Erntebeginn steht völlig in den Sternen, ob genügend Klauber zur Verfügung stehen werden. Am Dienstag kündigte Landeshauptmann Arno Kompatscher an, dass rumänische und bulgarische Erntehelfer nur dann im Rahmen einer sogenannten Betriebsquarantäne arbeiten dürfen, wenn sie bereits bei der Einreise in Südtirol einen negativen, zertifizierten und aktuellen Corona-Test vorweisen.

Wie berichtet, kommt rund die Hälfte der Erntehelfer in Südtirol aus diesen beiden Ländern.

„Das ist eine problematische Situation, weil die Ernte nächste Woche beginnt und die öffentlichen Stellen in Rumänien und Bulgarien nicht so organisiert sind, um wirklich schnell solche Tests durchführen zu können. Wie man von Erntehelfern hört, dauert das rund zehn Tage und oft 14 Tage und länger“, sagt Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler.

Er ist sich sicher: „Das wird einen Engpass bei unseren Bauern bewirken. Davon können wir jetzt schon ausgehen. Ohne ausreichend Klauber wird es schwer, die Erntefenster einzuhalten, denn bestimmte Apfelsorten müssen zu einer bestimmten Zeit geklaubt werden.“

MEHR DAZU LESEN SIE IN DER DONNERSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (14)

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  • thefirestarter

    Na gea, die Bauern hoben nix mehr zu lochen…
    weder die Giftspritzer im Tal, nou die Dünge-Freaks aufn Berg.

    Und a beim Speck werts eng:

    Was werden die Produzenten in Zukunft leserlich auf den Etiketten angegeben müssen?
    – Geburtsland: (Land in dem das Tier geboren wurde)
    – Aufzuchtland: (Land in dem das Tier aufgezogen wurde)
    – Schlachtland: (Land in dem das Tier geschlachtet wurde)

    Wos bleibt isch der neid von die oanfochen Leit auf die prochtvollln Residenzen im Grianen.

  • silverdarkline

    Wohl eher Bedauern. Kenne niemanden der neidisch ist auf einen Bettler.

  • tiroler

    Ich schlage vor, das Land soll aich die Quarantänezeit zusätzlich zum Test den Bauern zahlen.

    Aber dann bitte auch den Nichtbauern….

  • fritz5

    Die Bauern sollten einfach wieder faire Stundenlöhne bezahlen, dann kommen auch wieder die Einheimischen. Sind eh zZ viele arbeitslos + die ganzen Schüler und Studenten, die heuer keinen Sommerjob gefunden haben. Warum müssen es immer Ausländer sein?

  • meintag

    Die Bienen müssen seit Jahren im Frühjahr in Quarantäne um dann in den den Plantagen zu bestäuben. Der Bauernbund hätte ja bei den ausländischen Klaubern genauso verfahren können. Der ganze Rest der Südtiroler wird schon seit Jahrzehnten von dieser Lobby so gehalten.

  • criticus

    Finde es absolut nicht richtig, dass die Allgemeinheit die Tests der Erntehelfer zahlen soll. Der Bauer, der Erntehelfer benötigt soll sich gefälligst an den Kosten beteiligen.

    • fritz5

      @ criticus: sehe ich genauso. Da könnte jeder Gewerbetriebende kommen und Gratistests für seine Angestellten fordern. Weshalb soll die Allgemeinheit einmal mehr den Bauern finanziell unter die Arme greifen. Deren finanzieller Beitrag an die Allgemeinheit ist durch ihre Steuerbefreiung eh bereits unmoralisch.

  • n.g.

    Vielleicht billiger die Äpfel abfallen zu lassen… Schweine durch die Plantagen zu treiben… Wird ja alles vom Land erstattet und wenuger Arbeit hätten sie auch. Ne, die lassen arbeiten…!

  • summer

    Solange die Bauern keine Steuern zahlen, sollte die Allgemeinheit auch die Tests nicht bezahlen müssen.
    Nur weil sie rund 20 Tests mit etwa 4.000€ zahlen müssten, zugleich seit Jahrzehnten Billiglohnarbeiter ausnutzen, gibt es jetzt vom Bauernbund wieder die Geiselhaft für alle SüdtirolerInnen?
    Geht’s noch? Dieser Lobby ist doch wirklich nichts mehr zu blöd.

  • ostern

    Schon wieder die Bauern. Die SVP ist eine Bauernpartei.
    Arbeitnehmer haben noch Gelder zu bekommen von dieser
    Corona-Zeit und den Bauern wird schon wieder das Geld in
    den Rachen geworfen. Ist das der soziale Ausgleich in diesem Land?

  • gaul

    Da werden sich in Rumänien und Bulgarien einige eine „goldene Nase“ verdienen…..mit gefälschten Coronatests.

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