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Verärgerte Lehrer

„Milliarden für den Neustart nach Corona, aber Bildung und Schule kommen in Südtirol nicht vor“, kritisiert eine Lehrerinitiative, die fast 3.000 Unterschriften gesammelt hat.

„Mit den bald 3.000 Unterschriften der Petition ,Lehrerwunderland Südtirol‘ senden die Unterzeichner ein starkes Signal an die Landesregierung, nämlich sich endlich mit den Defiziten im Bildungsbereich vertraut zu machen und für die Schule eine Kraftanstrengung zu unternehmen“, schreibt die Lehrerinitiative Südtirol, die die Petition gestartet hat, in einer Pressemitteilung.

„Diese Sprache sprechen auch die aktuellen Daten aus der Bildungsdirektion, sie alarmieren: Im September müssen in den Südtiroler Schulen 407 Klassen zusätzlich eingerichtet werden, aber dafür fehlt das ausgebildete Lehrpersonal“, so Markus Klammer und Florian Leimgruber im Namen der Lehrerinitiative.

Die Initiatoren erneuern die Kritik an der „Obrigkeitsstruktur im Südtiroler Schulwesen“ und weisen darauf hin, dass es keine angemessene Mitsprache der Fachkräfte aus den Schulen in der Bildungspolitik gebe und die materielle und institutionelle Anerkennung der Lehrberufe ausständig sei.

„Wir bedauern, dass sich Schullandesrat Philipp Achammer und Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner bisher in keiner Weise zu den Inhalten und Anliegen der Petition geäußert haben. Die unterzeichnenden Lehrkräfte harren einer Stellungnahme. Und die Lehrerinitiative Südtirol fordert eine direkte beratende und mitentscheidende Funktion von repräsentativen ExpertInnen mit Schulerfahrung in allen Gremien der Zukunftsplanung und Schulentwicklung“, so die Initiatoren.

Als Beispiel dafür habe die italienische Bildungsdirektion partizipativer und realitätsnaher agiert und bereits am 4. Mai eine 23-köpfige Arbeitsgruppe eingesetzt, der auch Lehrpersonen angehören.

Markus Klammer und Florian Leimgruber schreiben weiters:

„Welchen Stellenwert die Schule in der Südtiroler Landespolitik einnimmt, ist schließlich an der Verteilung der nationalen und regionalen milliardenschweren Hilfspakete für den Wiederaufbau nach der Coronakrise abzulesen. Während Ministerpräsident Conte Schule, Bildung, Universität, Gesundheit an die erste Stelle der Prioritätenliste setzt, favorisiert Landeshauptmann Kompatscher Investitionen in Infrastrukturen und Großbauprojekte. Schule und Bildung kommen darin gar nicht vor.

Und keine Silbe darüber, dass Südtirol den aktuellen ISTAT-Daten zufolge die teuerste Provinz Italiens ist, in der nun die Corona-bedingten Steuerausfälle kompensiert werden, aber die Löhne und Gehälter im Verhältnis dazu stagnieren.

Da passt es ganz gut dazu, dass der Beruf der Lehrkräfte als ein untertäniger behandelt wird, dem alle anschaffen: die Politik, die Schulverwaltung, die Eltern, die Wirtschaft. Die Lehrkräfte dagegen haben zu funktionieren, sie werden zu Recht bewertet und evaluiert. Aber genau diesen Zustand will die LehrerInneninitiative ändern.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (58)

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  • unglaublich

    Leider ist Bildung in Südtirol nicht mehr gefragt. Man sollte hierzulande nicht von Schule, sondern von Betreuungseinrichtung sprechen.

  • n.g.

    Wie alt war mein Sohn , ich glaub 2 oder 3 Jahre, als ich gelesen habe, in Südtirols Schulen würde es in Zukunft PC’s und Tabletts geben. Ich hab damals mit Bekannten darüber diskutiert und fands toll und meinte ich bin dann der Erste der ihm das sofort kauft. Keine schweren Bücher, viele der Hefte die er nicht mehr brauchen würde. Abgesehen davon, dass er Schreiben lernen muss…!
    Heute trage ich ihm seinen 5-8kg Ranzen in die Schule. Muss ohne Ende Hefte kaufen, Mathematik, ein Fach bei dems egal wäre ob er das digital oder..!
    Er erzählt, dass sich die Schüler PC’s teilen müssen…?
    Ältere Schüler bitten mich um Hilfe bei ihren Hausaufgaben am Pc und musste feststellen wie wenig ihnen doch gelehrt wird, ich als alter Mann muss es besser wissen. Nicht nur das, sogar Lehrern musste ich bestimmte Dinge erklären.Musste feststellen, dassa das *angehäufte* digitale Wissen der Schüler eines Jahres in weniger als 3 Stunden vermittelt werden könnte…!
    Und das nannten sie vor 8 Jahren Aufbruch in den digitalen Unterricht!
    Mehr muss ich jetzt wohl nicht mehr schreiben..! Lächerlich!
    Corona hats gezeigt wieviel die Versprechungen wert waren.

    • hallihallo

      von gästen aus der emilia -romagna wissen wir, daß nach der 2-3 woche lockdown die schüler täglich um 8,30 zum online-unterricht bereit sein mußten.
      bei uns haben die lehrer 1 mal die woche die aufgaben per e-mail zugesendet und teilweise hat man sie gar nicht mehr gehört.
      die gewerkschaftsvertreter ( war wahrscheinlich nicht die meinung vieler lehrer) , daß ein sommerunterricht auf keinen fall in frage kommt.
      jetzt wollen diese gewekschaftsvertreter diktieren, wie schule zu funktionieren hat, wo doch in den letzten monaten nicht allzuviel funktioniert hat.

  • n.g.

    Ein kleines Land wie Estland muss der restlichen Welt zeigen wie Digitalisierung geht. Sicherlich aus der Not heraus geboren aber im Vergleich zum Rest der Welt nahezu perfekt verwirklicht und sie haben noch lange nicht fertig.
    Schulen, ausgestattet wie wenn sie aus der Zukunft kämen, Onlineportale für die Bürger, wo man vom Arbeitslosengeld, Ausweise, Steuererklärungen usw. einfach jedweden bürokratischen Quatsch selbst erledigen kann ohne irgendwelche Beamten durchfüttern zu müssen.
    Und was haben wir in Südtirol?

    • sorgenfrei

      n.g. da frag ich mich aber, was an der digitalisierung so gut sein soll? Bereits heute hängen kinder nur mehr an den high end geräten… die digitalisierung wird vor allem von den großen playern forciert, um ihre tablets, smartphones und was weiß ich alles an den mann zu bringen… natürlich müssen sie den umgang mit den medien lernen, aber sicher nicht in der grundschule… kein kind braucht 5 jahre, um den umgang mit den medien zu lernen… aber es gibt heute kinder, die, wenn sie in einem buch ein foto sehen, drauf zu wischen versuchen…. oder die nicht auf einem bein stehen können, weil das gleichgewicht fehlt… studien haben außerdem gezeigt, dass man sich wissen weit besser aneignet, wenn man es aufschreibt – altmodisch, mit hand, nicht tippend
      ..
      Die art des unterrichts wäre vielleicht anzupassen, vielleicht auch der inhalt wieder mehr in richtung moral, umweltschutz und mehr humanität, empathie, aber doch um himmels willen nicht in richtung durchdigitalisierung…

      • netzexperte

        @sorgenfrei Ganz Ihrer Meinung. Digitalisierung ist wichtig, aber die Mischung machts aus. Keiner kann wollen, dass Kinder den ganzen Tag vor Bildschirmen sitzen und sich ihr Wissen nur mehr von Google & Co holen.

      • n.g.

        @sorgenfrei Vielleicht hab ich mich umständlich ausgedrückt. Warum kann man nicht digitalisiert Bücher lesen?Warum kann man Mathematik Aufgaben nicht digital verarbeiten?Natürlich muss man Schreiben lernen und das Niederschreiben eines Lehrstoffs hilft beim Lernen. Aber vieles könnte man sich ersparen, auch und gerade wie du es betonst in Sachen Umwelt.
        Den Umgang mit Digitalen Geräten lernen Kinder superschnell aber ich hab davon gesprochen,, dass Kinder auch bis zu einem gewissen Grad lernen sollten wies funktioniert! Das wird beigebracht aber wenn ich dann z. B. von Schülern höre welche Dateiformate es gibt und sozusagen behauptet wird es gäbe nur 5 an der Zahl, für jeweilige… Foto usw… oder auf. exe,. doc usw. Dateiendungen bestanden wird da es nur das gäbe… hm In der Form auch eine Forcierung gewisser Produkte die Geld kosten aber adäquate Produkte das gleiche tun…!
        Ich will nichts durchdigitalisieren, ich möchte das Kinder besser auf die Zukunft vorbereitet werden. Auch der Umgang mit den ständig verfügbaren Informationen will gelernt sein… siehe kommemde Verschwörungstheoretiker! Gefahren erkennen usw. Da kann man nicht früh genug anfangen.
        Genau was du um letzten Absatz schreibst… das Selbe gilt für die digitale Welt und gehört für mich als Fach in den Unterricht!

        • sorgenfrei

          N.g. ok, jetzt kann ich dir großteils zustimmen, wobei eigentlich meines wissens schon einiges an digitaler kompetenz vermittelt wird… aber teile deine meinung vor allem im hinblick auf den ungang mit den digitalen inhalten und daten, der gelernt sein will… hier herrscht sicher aufholbedarf im unterricht… aus umweltschutzgründen hingegen ist digitalisierung wiederum eher fragwürdig…. man denke an den inflationären verbrauch von high endgeräten oder den gigantischen stromverbrauch (und somit co2), den die riesigen serverräume auf der ganzen welt verbrauchen …

  • n.g.

    Wir diskutieren über 5G

    • netzexperte

      @n.g. ehrlich gesagt, braucht 5G kein Mensch. Wohl aber die Industrie, denn sie muss wachsen wachsen wachsen. Um jeden Preis. Und nein, ich bin nicht grundsätzlich gegen Entwicklung und Technologie oder Fortschritt, aber man muss nicht jeden Sch**** mitmachen bzw. wollen.

      • n.g.

        @netzexperte Ich weiß warum du es ablehnst. Niemamd, jedenfalls nicht die normalsterblichen brauch 5G,da hast du Recht. Denn wenige wissen das für uns normal User schon 4G nicht so viel bringt. 5G bedeutet Anwendungen fast in Echtzeit abzuwickeln und das bringt enorme Gewinne, nicht nur in finanzieller Hinsicht.

  • marting.

    das Geld wandert in die Taschen der Parteifreunde
    das kennen wir ja schon lange

  • noando

    unsere schulen sollen besser ausgerüstet werden (pc’s usw.)? ja, finde ich auch! … die lehrer sollen ein mitspracherecht in gremien der schulentwicklung bekommen? ok, mehr informationen von der „front“ kann nicht schaden … was mir aber auf keinen fall in die (schul)tüte kommt, sind lohnerhöhungen. die aktuelle entlohnung ist angemessen. und wie @n.g. hier schon angeschnitten hat: nicht alle lehrkräfte erfüllen die fachliche kompetenz die man erwarten sollte (dazu fehlt in der kaste der lehrer einfach die möglichkeit der kontrolle). außerdem – gebe ich ehrlich zu – hat das verhalten der lehrkräfte während der corona-zeit in meinen augen „zu wünschen gelassen“.

    • sorgenfrei

      @noando: und über welche fachliche kompetenz, welche daten, statistiken, vergleichsmöglichkeiten, argumente oder berufliche qualifikation verfügen sie, um ihre behauptungen zu untermauern? Oder sind ihre aussagen etwa aus der luft gegriffen? Wieviel sollte ein lehrer in ihren augen verdienen?

      • noando

        wenn sie auch kinder haben, dann haben sie die erfahrung mit erzieher und lehrer gemacht. waren diese alle possitiv? wie war das verhalten der lehrer in der krise? alle nur vorbildlich? wenn sie lehrer kennen, sprechen sie doch mal mit ihnen welche gehälter hier ausgezahlt werden – idealerweise einsteiger und vergleichen sie mal mit anderen sektoren. zudem weitere arbeitsbedingungen doch auch bekannt: stunden/woche, sommerurlaub oder -ferien, 3 jahre freistellung bei schwangerschaft. und eben – wie auch gesagt – werden lehrkräfte nicht nach ihrer leistung gemessen. was ein lehrer verdienen sollte? dazu habe ich bereits gesagt: aktuelle entlohnung sollte reichen – was ich zahlen würde: es gibt gute lehrer und weniger gute lehrer …

        • heinz

          @noando
          Seltsame Argumentation.
          Wenn Sie Kinder haben, haben Sie sicher schon mehrmals mit Ärzten zu tun gehabt. Und, waren Ihre Erfahrungen mit Ärzten immer positiv? Wissen Sie, wieviel ein Arzt verdient? Zwischen drei- und sechsmal soviel wie ein Lehrer.
          Bei gleicher Ausbildung.

          • noando

            dass jetzt das auf corona folgende maßnahmenpaket nichts für bildung über hat, finde ich von der lehrerinitiative zurecht kritisiert. dass die ausbildenden eine mitsprache forder, in der verbesserung unseres bildungswesens, oder eben bei der verwendung der krisengelder für die bildung, ebenso. dass die krise als aufhänger für gehaltserhöhungen herhalten soll nicht.

            ich finde, dass der berufsstand der lehrer zur zeit eine ausreichend gerechte entlohnung hat. lehrer sein wird sicher nicht leicht sein, aber andererseits haben lehrer privilegien, wovon andere berufe nur träumen können, und eben, keines falls eine derart schlechte bezahlung wie oftmals dargestellt.

            ich wurde gefragt, wie ich zu so einer anschauung gelange. ich habe geantwortet aus persönlicher erfahrung und gefragt, ob @sorgenfrei keine solchen erfahrungen gemacht hat. seltsame argumentation? ich habe eben keine bewertungsbögen von lehrern oder ähnliches, nur persönliche erfahrungen.

            sie können ja auch aus anderen kommentaren entnehmen, dass die bereitschaft der lehrer für außerordentliche tätigkeiten während des lockdowns oder für die sommerbetreuung sich in grenzen haltet.

            ich schlage vor, wenn die lehrerinitiative schon einen teil der krisengelder für ihren berufstand einfordert, dass ihnen kostenlos fortbildungen für homeschool, oder fortbildungen für die digitalisierung, oder ähnliches angeboten wird. aber nicht eine lohnerhöhung. da haben wir im land andere berufsgruppen, welche in meinen augen eher eine lohnerhöhung zustehen würde, zb. pflegepersonal.

            das ist meine meinung – subjektiv. meine meinung wird keinen einfluss haben bei den kollektivverhandlungen der lehrer. trotzdem darf man ja seine meinung frei äußern.

          • ermelin

            Naja, gleiche Ausbildung….. 🙂

        • sorgenfrei

          @noando die 3jährige freistellung ist kein privileg der lehrer, sondern steht allen öffentlich bediensteten zu…. ich kenne lehrer und weiß, was sie ausbezahlt bekommen…. ich weiß aber auch, wieviel es mittlerweile kostet, eine wohnung zu bauen… und ich weiß, wieviel die alle verlangen, egal ob handwetker, architekt, notar…. ich weiß auch, was heute in einem gutgehenden privaten betrieb als normaler angestellter zu verdienen ist… ich kenne wenige lehrer, die jedes jahr mit einem noch größeren suv anrollen… im gegensatz zu anderen berufssparten…. welcher gehalt wäre für sie für einen guten lehrer angemessen?

  • k.

    Laut Schulamt gibt es nächstes Jahr in der Grundschule täglich genau 3,5 Stunden Unterricht, in der Mittelschule sind es 4 Stunden. Hier erübrigt sich jeder Kommentar zur Bedeutung von Bildung für unsere Landesregierung. Die Zahlen sprechen für sich!
    Alle Informationen findet ihr unter dem Titel „Ausblick auf den Start des Schuljahres 2020/21“ unter:
    http://www.provinz.bz.it/bildung-sprache/deutschsprachige-schule/rundschreiben.asp

  • heinz

    Lehrer sind bei uns stark unterbezahlt. In Südtirol verdienen Lehrer am Ende ihrer Laufbahn deutlich weniger als in Deutschland am Anfang derselben.

    • fritz5

      @heinz: mag sein, aber in Deutschland arbeiten die Lehrer auch deutlich mehr. Sie machen mehr Stunden, haben weniger Urlaub und regen sich v.a. nicht wegen jeder Kleinigkeit auf wenn sie mal etwas ausserhalb ihres Vertrages machen müssten. Die (meisten) Lehrer und ihre Vertreter haben einmal mehr in der Coronazeit ihr wahres Gesicht gezeigt und sind ihrem Ruf einmal mehr gerecht geworden. Nicht mal 2 Wochen ,Freiwilligendienst‘ waren die meisten bereit zu leisten in einer Zeit in der die meisten anderen Solidarität gezeigt haben. Zum schämen.

      • sorgenfrei

        @fritz5: mein freund und freiberufler fritz5, leisten sie 2 wochen freiwillige arbeit? Und auf welche daten stützen sie ihre behauptungen… meines wissens sind die unterrichtstage europaweit +- gleich, nur anders verteilt, auch die stunden….

        • fritz5

          @sorgenfrei: leider hab ich keine 4 Monate Urlaub im Jahr.
          Es wurde von den Lehrern 2 Wochen Kinderbetreuung gebeten und das in ihrem dreimonatigem vollbezahlen Sommerurlaub…was soll das. Aber ich verstehe schon, in dieser Zeit muss Herr Lehrer wohl schwarz arbeiten gehen, so wie es in der Coronazeit viele gemacht haben

          • sorgenfrei

            @fritz5 wie jeder angestellter hat der lehrer einen vertarag unterschrieben… wie in jedem vertrag ist dort seine arbeitszeit geregelt ( die übrigens nicht 4 monate urlaub beinhaltet…)… als freiberufler kannst du dir die zeit ja sowieso einteilen, keiner zwingt dich zu arbeiten…. also kannst du dir ja 2 wochen freiwilligen arbeitsdienst genehmigen… verzichtest halt 2 wochen auf einkommen…. die gesellschaft wird dir dafür dankbar sein… und du kannst dann mit dem finger auf die lehrer zeigen…

      • george

        Seid ihr Lehrer, dass ihr (die meisten jedenfalls hier) meint immer alles besser zu verstehen? Im Gesamten arbeiten die Lherer in Deutschland nicht mehr als hier bei uns, wenn man so alles im gesamten Jahr zusammenzählt. Natürlich gibt es in den einzelnen Fachkategorien Unterschiede, aber es gibt auch solche, die ihren Beruf vernachlässigen. Die gibt es aber überall. Das berechtigt euch jedoch nicht kategorisch über die Lehrer schlecht zu reden.

    • netzexperte

      @heinz Das ist wohl war, aber hierzulande kann man die Ausbildung eines Lehrers nicht mit jener im Ausland vergleichen. Das fängt schon in den Grundschulen an und geht bis hin zu den vielen „Supplenten“.

      • george

        Lieber ’netzexperte‘!
        Du weißt aber schon, dass gar so mancher Lehrer im Ausland ausgebildet worden ist, hierzulande für die Anstellung aber häufig noch eine Zusatzanerkennung einholen muss? Warum nur?

      • heinz

        @netzexperte
        Die Ausbildung eines Lehrers bei uns unterscheidet sich überhaupt nicht von jener in allen anderen europäischen Staaten. Verlangt werden ein Masterabschluss in der jeweiligen Fachmaterie plus noch zusätzlich ein Didaktikstudienabschluss.
        Es ist höchste Zeit, dieses finanzielle Ungleichgewicht zu ändern und dem Beruf den Rang zukommen zu lassen, der ihm im Rahmen seiner akademischen Stellung gebührt.

  • drago

    „…die materielle und institutionelle Anerkennung der Lehrberufe ausständig sei“
    Damit wissen wir, worum es geht!
    Corona ist ein willkommener Anlass, dass jeder in der öffentlichen Wirtschaft nach Gehaltserhöhungen schreit.
    Und was das heutige Vermitteln von „Kompetenzen“ angeht, kann ich nur ein Beispiel aus eigener Erfahrung teilen:
    Bei einer Bewertungssitzung wurde für die Begründung einer (positiven) Bewertung angeführt, dass sich der Student immer bemüht hat (wichtig ist Bemühung, nicht Ergebnis).
    Ich möchte mal sehen, was ein Auftraggeber sagt, wenn der Auftragnehmer ein fehlerhaftes oder halbfertiges Ergebnis abliefert (sagen wir mal ein Dach) und seine Bezahlung fordert, mit der Begründung er hätte sich doch bemüht.

    • fritz5

      Es geht denen meist ausschliesslich um ihre Bezahlung, obwohl sie in dieser Coronazeit eine der ganz wenig privilegierten Gruppen waren, die regelmässig und in voller Höhe ihre Bezüge bekommen haben und kaum Einsatz.

    • george

      ‚drago‘, von Pädagogik verstehst du wohl nichts; deine Aussagen bestätigen es.

      • drago

        Danke george. Ihre Kommentare bestätigen mir immer wieder, dass ich richtig liege. Nochmals vielen Dank für Ihre Mühen.

        • fritz5

          @george: dafür scheinst du nichts vom Arbeiten zu verstehen

          • george

            Was verstehst du unter arbeiten? Händisch arbeiten, geistig arbeiten, für dich arbeiten lassen und nur zuschauen, dich abschinden, effizient die Kräfte der Natur nutzen u.v.a. Also, wo liegt deine Arbeit? Etwa im vermutet Scheinbaren oder wirklich in der Arbeit unter verschiedensten Gesichtswinkeln?
            Mit nur Behauptungen kannst du jedenfalls nicht einfach für mich Zuordnungen treffen.

        • george

          Ja mit deinem „Oberstüble“ liegst du richtig, selber willst du es oder kannst es vielleicht auch gar nicht erkennen. Aber die Zeit für mehr Bildung könntest du dir schon gönnen, anstatt sie hier mit solch unsinnigen Kommentaren zu verplempern.

        • sorgenfrei

          @drago Sie sind ein neoliberaler egoist und verstehen echt nichts von pädagogoik…. neoliberalismus: schuld an umweltverschmutzung, finanzkrise, ausbeutumg drittstaaten, kriege (waffindustrie), vermögensumverreilung nach oben
          etc. etc. Leider ist es mensch, keine (messbare wirtschaftliche) leistung bringen kann aus welchen gründen auch immer, heutzutage nichts mehr wert… und das soll bereits in der schule gelehrt werden… armseelig, armseelig… deshalb habe auch lehrer in ihren augen keinen wert, denn sie bringen ja keine unmittelbare wirtschaftli h messbare leistung…

  • ronvale

    Wenn man sich die Kommentare hier so ansieht und den fehlenden Stellenwert der Bildung im Hilfspaket mit einrechnet dann ergibt sich ein ziemlich trauriges Bild, was das Ansehen von Bildungsinstitutionen in der Landesregierung, aber auch in weiten Kreisen der Bevölkerung angeht.

    Tourismus und Landwirtschaft verlangen nach billigen und willigen Sklaven, und fürs Handwerk reicht ein Berufsschulabschluss. Bildung als Grundlage für kritisches Denken wird eher ungern gesehen, Schulen sollen wohl primär Betreuungseinrichtungen und erst in zweiter Linie der Wissensvermittlung dienen.

    • fritz5

      Es gibt keinen fehlenden Stellenwert der Bildung, denn diese ist jedem extrem wichtig. Das einzige was fehlt, ist der Wille und die fehlende Motivation vieler Lehrpersonen ihren Job ordentlich zu erfüllen.

  • manfredgatterer

    Warum sind diejenigen, die hier so über die Lehrer herziehen und sie um ihre „Privilegien“ beneiden, nicht sebst Lehrer geworden? Grundsätzlich hat ja jeder die Möglichkeit diesen Beruf zu erlernen und auszuüben…

    • fritz5

      @manfredgatterer: es geht nicht um deren Privilegien, die seien Ihnen vergönnt, sondern darum, dass die Lehrer mit diesen Privilegien nie zufrieden sind und immer neue und zusätzliche fordern und sogar in der Coronazeit 0 Solidarität mit hart arbeitenden Menschen gezeigt haben

      • summer

        @fritz5
        Wirklich hart arbeitende Menschen haben etwas mehr Empathie, Respekt und Bildung. Selbst ein Bauer, der Mittelschulabschluss hat, ist weit gebildeter als Sie.
        Und da geht’s bei mir nicht mal um Gehalt zu niedrig oder angemessen.
        Sie sind rüppelhaft und unsympathisch.

        • fritz5

          @summer: als ach so gebildeter Lehrer sollten Sie zumindest die Rechtschreibung beherrschen. ,rüpelhaft’ schreibt man mit einem ‘p’.
          Sie sind übrigens der Prototyp des von mir beschriebenen Lehrers.

          • summer

            @fritz5
            Den Wert der Bildung erkennt man auch ohne selbst Lehrer zu sein.
            Und ja: korrigieren Sie die Fehler anderer, denn Sie sind ohne Fehler und können alles.
            Noch einen Hinweis: Dass Sie Bildung mit Rechtschreibung verwechseln, ist offenkundig.

    • noando

      das finde ich auch eine „seltsame argumentation“ – oder @heinz? könnte man also auch bei den hohen politikergehälter so argumentieren – „hättest ja auch politiker werden können“?

      nein, jedem beruf seine gerechte entlohnung (öffentliche). lehrer verdienen nicht so schlecht wie sie es gerne darstellen würden. eine lohnerhöhung wäre nicht angebracht – FÜR MICH / SUBJEKTIV

  • summer

    Der Wert der Bildung wird in Italien seit Jahrzehnten von Politik und Bevölkerung mit Füßen getreten.
    Es muss nicht immer um das Gehalt gehen, aber eines verkennen hier die besonders (un)gebildeten KommentatorInnen klar:
    Wo die Bildung mit Füßen getreten wird, ist auch die Wirtschaft und der Staat ruiniert.
    Denkt mal darüber nach, warum wohl die Nordländer der EU weit mehr wirtschaftlichen Erfolg haben. Aber um dies zu verstehen, reicht es hier bei 90% der respektlosen KommentatorInnen ohnehin nicht.
    Also weiter so Südtirol, weiter so Italien, denn wenn für Südtirol bei 407 Klassen mehr und einer Milliarde Covid-19 Kosten nur 8.25 MILLIONEN mehr für die Schule zur Verfügung gestellt werden (0.85%), dann ist alles gesagt.

    • fritz5

      @summer: vielleicht hängt der Unterschied zwischen Nord und Süd auch einfach damit zusammen, dass bei uns das Lehrpersonal grösstenteils ihren Beruf deshalb wählt, weil er mit vielen Privilegien ausgestattet ist (gute Vereinbarkeit Mutter/Kind, monatelanger bezahlter Urlaub, Unkündbarkeit, etc) und leider nicht weil es den Beruf aus Leidenschaft ausübt. Unser Lehrpersonal und v.a. Ihre tollen Gewerkschaftsvertreter schreien im 2-Wochentakt nach mehr Geld und nur darum geht es ihnen, aber tun immer so als ginge es Ihnen um die Bildung!

      • summer

        @fritz5
        Genau Sie gehören zu den respektlosen Kommentatoren hier, denn Sie schreiben von den anderen Ländern ohne im Geringsten die dortige Situation zu kennen, denn beginnend beim Gehalt bis zu den effektiven Unterrichtstagen bis hin zu den gewerkschaftlichen Rechten sieht es weit besser aus als in Italien. Aber egal, Sie kotzen hier das Forum mit Ihrem Frust voll und merken gar nicht, dass Sie dazu beitragen, Bildung zu zerstören und die Leidtragenden sind letztlich die nachkommende Generation, der bereits der Capitano und die Melone zuwinken. Aber die brauchen ja ein möglichst unaufgeklärtes, ungebildetes Volk, weil andere würden sie ja nie wählen.

        • fritz5

          @summer: geniessen sie ihre wohlverdienten 3 Monate bezahlten Urlaub und erfreuen sie sich ihrer baldigen Pensionierung. Sie sind das beste Beispiel von denen, die ich oben beschrieben habe.

          • summer

            @fritz5
            Sie haben wohl viel Zeit, wenn Sie am Freitag soviel kommentieren können. Hart arbeitende Menschen sehen anders aus.
            Respekt- und anstandslos sind Sie eh schon. Ein Vorzeige-Südtiroler wie ihn @heinz beschreibt.

        • heinz

          Wenn @fritz5 so hart arbeiten würde, wie er behauptet, hätte er wohl kaum Zeit, allein unter diesem Artikel neun(!) Kommentare zu schreiben.
          Kurzum, jeder Berufsstand sollte verdienen, was ihm zusteht.
          In Deutschland verdient das Bildungspersonal nahezu das Doppelte wie hier.
          Und wenn ich als Staat oder in dem Fall als autonome Provinz möchte, dass fähige Menschen mit den Kindern und Jugendlichen, die ja die nähere und fernere Zukunft unseres Landes darstellen, arbeiten, dann muss ich mir das etwas mehr wert sein lassen, ansonsten werde ich nicht das beste Personal dafür kriegen.
          Aber in Südtirol sind anscheinend andere Themen wie die immerwährende Steigerung der Betten- oder Äpfelzahlen weit wichtiger.
          Als Bildungsnachweis reicht hier ein täglicher Blick in die ebnersche Hofzeitung.

          • summer

            @heinz
            Ihrem Beitrag habe ich nichts hinzuzufügen, denn Sie beschreiben damit das System Südtirol kurz und bündig glasklar.
            Danke für Ihren Beitrag.

      • sorgenfrei

        Lieber fritz5, südtirol gehört zu den reichsten regionen europas…. und dies trotz der schlechten lehrer ins südtirol… aber das ist sicher ausschließlich verdienst hartrackender freiberufler und unternehmer wie ihnen… wir danken ihnen dafür! Werde sie für den verdienstorden des landes tirol vorschlagen… auch sollte sie landesrat achammer in seinen mitarbeiterstab rekrutieren -natürlich zu den üppigen landesgehältern und den damit verbundenen privilegien… sie könnten dann gleich daran arbeiten, diese abzubauen…. dadurch würden alle lehrer, die nur aufgrund ihrer privilegien lehrer sind, wegfallen… wenn dann noch stellen vakant blieben, würden sie diese ausfüllen – immer zum üppigen lehrergehalt, den sie natürlich vorher etwas kürzten… von den 4 wochen sommeruraub, die nach den von ihnen eingeleiteten verbesserungen noch blieben, könnten sie dann noch 2 wochen freiwillige arbeit leisten. Somit wären alle probleme gelöst und so nebenbei das bildunssystem verbessert!

  • nochasupergscheiter

    In meiner Familie gibt es Lehrer. Möchte jetzt mal über die sprechen… Und weiss Jetzt nicht ob sie dafür hergenommmen werden können als Durchschnittslehrer zu gelten… Aber fangen wir mal an:

    Sie haben unverhältnismässig ja geradezu erstaunlich viel Freizeit

    Sie bereiten wenig vor denn was sie vorbereiten verwenden Sie wieder

    Gewisse Sachen tauschen Sie sich nur untereinander aus bzw holen sie sich sowieso, teilweise für kleines Geld aus dem Netz, geben es als Ihr eigenes aus

    Sie verdienen gut, besonders im verhältnis zur geleisteten stundenanzahl

    Sie streiten untereinander in der Schule stark um gewisse Privilegien, z. B. Bibliotheksdienst oder was weiss ich weil man damit mit wenig Einsatz gut dazu verdienen kann

    Sie drangsalieren sich untereinander weil wenn man sichs fein einrichtet arbeitet man wenige Stunden nur an wenigen Tagen in der Woche

    Sie lehren teilweise andere Fächer als studiert weil diese feiner sind

    Hierfür habe sie vom Land teilweise kostenlose fortbildungskurse oder Fortbildungen ja sogar Studien während der unterrichtszeit besucht… Bei vollen Gehalt

    Sie schöpfen alle Vorteile aus weil es gibt unverhältnismäßig viele und wenn man’s schlau anstellt kann man eine gewisse zeit wenig bis gar nichts tun und kriegt das volle Gehalt

    Sie sind in diesem lehreramt weil sie selbst sagen dass sies halt fein haben, könnten aber aufgrund ihrer Ausbildung leicht einen stressigen aber besser bezahlten job machen

    Sie streiten untereinander in der Schule viel, neiden sich der vielen schlupflöcher und Privilegien die sich manche zurechtrichten, oft wenn man’s gut beim Direktor hat

    Sie sind wohlgemerkt keine schlechten lehrer

    Unterm Strich würde ich sagen… Und vielleicht da es einige sind in meiner Familie die Lehrer sind…

    und vielleicht weil ich selber in zwei Tagen die Stunden mache die die Lehrer in meiner Familie in einer Woche leisten…

    Sie verdienen mehr als viel im Verhältnis zu mir… Und vom Studium bin ich nicht schlechter ausgebildet… War halt blöd und bin nicht Lehrer geworden oder so…

    Naja rede hier nur von Lehrern in meiner familie, weiss jetzt nicht ob andere Lehrer auch so sind….

    Ach ja und Jammern können sie extrem gut sie sind schlau und wollen natürlich mehr geld, besonders seid sie gehört haben dass Gelder von der EU kommen bringen sie sich natürlich gut organisiert in Position… sie haben ja viel Zeit…

    das machen aber nur einige von ihnen die ein bisschen gierig gerne mehr verdienen die anderen stressen sich nicht habens lieber fein… Jaja meine Familienmitgliedslehrer ts ts

    • summer

      Eine feine Verwandschaft haben Sie.
      Sollten es – wenn es hoch kommt – 10 sein – dann ist es fraglich, wie die anderen 8.990 sind, denn von weniger als 0.4% auf den Rest schließen, zeigt höchstens, dass Sie kein Unistudium haben, denn von Statistik und Prozentrechnung sollte man als Absolvent der Mittelschule mehr können. Denn bei 0.4% ist meist die Varianz in einer Umfrage weit höher, bei über 50% sogar bei +- 5% Ts ts 🙂

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