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„Keine Ortstaxe“

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Aufgrund der Corona-Krise fordert das Team K, dass die Ortstaxe für Menschen mit Beeinträchtigung dauerhaft ausgesetzt wird.

Aufgrund der Covid19-Krise haben einige italienische Gemeinden die Aufenthaltsabgabe für Touristen pro Übernachtung – die sogenannte Ortstaxe – zeitweise ausgesetzt, um den Tourismus nach dem Lockdown wieder anzukurbeln. Das Team K fordert, dieselbe Maßnahme dauerhaft für Menschen mit Beeinträchtigung und deren Begleitpersonen in Südtirol einzuführen. Das teilt das Team K in einer Aussendung am Montag mit.

“Ein gemeinsames Ziel muss es weiterhin sein, Barrieren abzubauen und die Schwächsten unserer Gesellschaft zu unterstützen, auch in ihrer Urlaubszeit. Eine Aufhebung der Ortstaxe für Menschen mit Beeinträchtigung und deren Begleitpersonen, wie bereits in Teilen Italiens vorgesehen, wäre ein sinnvoller Schritt in diese Richtung. Besonders für organisierte Reisen in Gruppen für Menschen mit Beeinträchtigung würden eine solche Maßnahme besondere Erleichterung bedeuten.”, meint dazu Alex Ploner vom Team K.

Die von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen Studie “Economic Impact and Travel Patterns of Accessible Tourism in Europe” zeigt, dass über die Hälfte aller mobilitäts- und aktivitätseingeschränkten Menschen in der EU jährlich mindestens eine Reise unternimmt. Das sind jährlich 783 Mio. Tagesreisen und Reisen mit Übernachtung. Ältere Gäste (über 65 Jahre) und Gäste mit Einschränkungen generieren derzeit einen Gesamtumsatz von 786 Mrd. Euro, was einem Anteil von rund 3 % des Bruttoinlandsprodukts der EU entspricht. Konkret auf Südtirol bezogen, verzeichnete allein die Sozialgenossenschaft “Independent L.”, welche sich für barrierefreie Urlaubsmöglichkeiten in Südtirol einsetzt und auf ihrer Website entsprechende Hilfestellungen anbietet, nur im Monat August 2019 fast 80.000 Zugriffe auf ihrer Homepage. Dies sind klare Indikatoren dafür, dass Nachfrage für barrierefreie Urlaubsmöglichkeiten in Südtirol besteht, der nachgekommen werden muss.

In der Provinz Trient sowie in mehrere Gemeinden Italiens, wie bspw. Mailand und Bergamo, wurden Personen mit Beeinträchtigung und deren Begleitpersonen bereits von der Gemeindeaufenthaltsabgabepflicht ausgenommen. Gleiche oder ähnliche Ermäßigungen werden auch in anderen Tourismusregionen Europas angeboten und gewährt. In Bayern z.B. wird die sog. Kurtaxe für Menschen mit schweren Behinderungen zur Gänze erlassen, ebenso für Begleitpersonen.

“Mit einem soeben eingereichten Beschlussantrag fordern wir die Bildung eines Arbeitstisches zur Thematik ‘Barrierefreier Urlaub’. Auch sollen in Zukunft Personen mit Beeinträchtigung mit deren Begleitpersonen von der Ortstaxe befreit werden. Die Befreiung von der Ortstaxe würde eine finanzielle Erleichterung für Personen mit Beeinträchtigung bedeuten. Es gilt Maßnahmen im Zusammenhang mit Urlaub und Behinderung gezielt vorantreiben, wobei dies auch jene Einheimischen betrifft, die sich z.B. eine Woche in einer Gegend aufhalten, wo therapeutisches Reiten oder Reha-Leistungen angeboten werden.“ so Alex Ploner.

Das TeamK regt zielgerichtete Maßnahmen für die Förderung von inklusiven und barrierefreien Urlaubsmöglichkeiten in Südtirol an, um Menschen mit Beeinträchtigung ein Urlaubserlebnis in Südtirol zu ermöglichen und damit gleichzeitig die Südtiroler Tourismusbranche zu unterstützen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (8)

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  • schwarzesschaf

    Was sin 1,25 bzw 1,50 in Rom zahlt man pro tag 5,00€ so ein schwachsinn und meint ihr damitvwird der Tourismus angekurbelt??? Mir kommt vor dort im landtag hat die maskenpflicht erfolg auf ganzer linie gebracht alle haben einen Hirnschaden davongetragen

  • hallihallo

    das ist wohl sehr billige, heuchlerische parteiwerbung. einfach traurig.

  • yannis

    das einkassieren der Tourist-Tax ist eine feine Sache, besonders wenn man ganz elegant vergisst dem Gast eine Rechnung Tage x Summe auszustellen.

  • mannik

    Mehr als Signalwirkung hätte das nicht.

  • derrick

    da wär ein Rodelgesetz ja noch sinnvoller 🙂

  • iluap

    @Yannis, das mit vergessen dem Gast Rechnung auszustellen!!! Wo lebst du denn. Heutzutage zahlen die Gäste zu 90- bis 95 % mit Karte, da glaube ich geht kaum was mit Gäste nicht anzumeldne. Bei Air Bnb Gästen sieht das ganz anders aus!!!

    • yannis

      Immerhin sind mir einige Fälle bekannt wo die Ferienwohnungsvermieter auf BARZAHLUNG bestanden und nach dem Verlangen einer Quittung, ihre Enttäuschung darüber kaum noch verbergen konnten und sich bezüglich einer erneuten Reservierung fürs kommende Jahr mit allen möglichen Vorwänden heraus redeten, also im Umkehrschluss diesen Kunden in Zukunft gar nicht mehr haben wollen.

  • andimaxi

    Alex wer? Abgeordneter? Was tut der sonst so? Also mit seinem fast 6.000 Euro Monatsgehalt könnte er vielen Menschen mit Behinderung die Ortstaxe zahlen. Anbiederei vom Übelsten! Das Team Köllensmergler zählt zum Übelsten was je in Südtirols Politik sein Unwesen trieb.

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