Du befindest dich hier: Home » Kultur » „Schock sitzt tief“

„Schock sitzt tief“

Das Festgelände (Country Prad) wurde von einem Brandstifter in Schutt und Asche gelegt. Nun wurde eine Spendenaktion initiiert.

Mit den Einnahmen dieses Festes wurdeN in erster Linie der Eislaufbetrieb finanziert und die laufenden Kosten der Sektion Eishockey finanziert. Allein die Stromkosten für die Eisproduktion im Winter belaufen sich auf über 20.000 € pro Saison.

In erster Linie hat der Feuerteufel somit die Kinder aus Prad und Umgebung getroffen.

„In meiner Funktion als Präsident habe ich natürlich einen Überblick über die gesamte finanzielle Situation des ASV Prad Raiffeisen Werberings“, so Thomas Unterberger, der Präsident.  „Sollten wir es nicht schaffen die Sektion Eislauf zu retten, könnte der ganze Sportverein ins Wanken kommen.“

Der Prader Sportverein hat sich geschlossen hinter die Sektion Eislauf gestellt und noch am selben Abend ein Krisentreffen mit allen Gremien (Gemeinde, Raiffeisenbank, E-Werk, Eigenverwaltung und Tourismus) organisiert.

Nachdem alle ihre Unterstützung zugesichert haben, wurde beschlossen, dass auch dieses Jahr das Countryfest (wenn auch jetzt in anderer Form) dennoch stattfinden wird, um die Kosten der Sektion Eislauf zu decken.

Weiters wird in einem zweiten Moment das gesamte Festgelände wieder aufgebaut, damit es für die folgenden Jahre wieder genutzt werden kann.

Des Weiteren wurde  ein Spendenkonto eröffnet.

Und das ist der Text des Spendenaufrufs:

„Der Schock sitzt tief. Die Nebel der vergangenen Stunden und Tage legen sich noch immer wie ein Schleier der Ungewissheit über die Wahrnehmung aller Bürger unserer Gemeinde. Man kann und will es nicht glauben, jedoch ist es wahr. Eine Untat, ohne Respekt und fern von Menschlichkeit hat sich hier abgespielt und unser traditionsreiches Country-Gelände den Flammen preisgegeben. Die Empörung darüber, wie man einen Platz der Zusammenkunft und des Vergnügens für die lokale Bevölkerung, sowie für Gäste aus nah und fern, einfach und gewissenlos zerstören kann, ist groß. Wie man das Standbein einer Institution, welche es sich seit Jahren zum Ziel macht, unsere Kinder und Jugend zu unterstützen, perspektiven zu bieten und Werte zu vermitteln einfach dem Erdboden gleich macht. Wie man sich, ohne einen Gedanken an die Menschen dahinter zu verschwenden, auf die Arbeit von Jahrzehnten stürzt und diesen gelebten Traum in Asche verwandelt.
Der Worte gibt es viele, der Taten meist doch wenige.
Was übrig bleibt ist es sich auf die verlassen zu können die einem Nahe stehen, auf die Gemeinschaft und auf seinen Nächsten. Darauf zu setzen, dass mit viel Engagement, Zusammenhalt und Durchhaltevermögen, aus Solidarität wieder etwas Neues und Schönes hervorgehen kann. Dass man abermals die Energie aufbringt den Menschen etwas zu bieten und diesen Platz wiederzubeleben. Dass man es schafft, mit eurer Hilfe die Sektion Eishockey des ASV Prad am Leben zu erhalten.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2020 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | Datenschutz & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen