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Flug nach Syrakus

LH Arno Kompatscher muss sich mit einer kuriosen Anfrage befassen, in der es um die Dienstreise eines Lega-Politikers, den Namen Südtirol – und über den Masken-Verweigerer Vittorio Sgarbi geht.

Von Matthias Kofler

Auf dem Tisch des Landeshauptmanns ist eine Anfrage gelandet, die in der Nachbarprovinz Trentino seit Tagen für Heiterkeit sorgt: Es geht darin um die von Regionalratspräsident Roberto Paccher (Lega) unternommene Dienstreise nach Siracusa/Syrakus in Sizilien. Einbringer ist der Oppositionelle Paolo Ghezzi, seines Zeichens gelernter Journalist. Der Abgeordnete von „Futura“ hat sich mit seinem Anliegen an den Präsidenten der Region, Arno Kompatscher, gewandt, nachdem er im Trentiner Landtag keine Auskunft erhalten hatte. Ghezzi wirft Paccher wörtlich ein „peinliches Verhalten am Sgarbi-Hof“ vor und spricht von eine „Invasion der Bären“ in Sizilien.

Doch der Reihe nach.

Der Regionalratspräsident ist am 24. Juni gemeinsam mit dem ehemaligen Kultur-Landesrat Franco Panizza nach Syrakus geflogen, um im Ipostila-Saal des Schlosses Maniace an einer Pressekonferenz von Vittorio Sgarbi über das Caravaggio-Projekt im MART teilzunehmen. In welchem Auftrag er das gemacht hat, ist nicht ganz klar, da für das MART nicht der Regionalrat, sondern die Trentiner Landesregierung zuständig ist. Ursprünglich war die Anwesenheit von Kulturlandesrat Mirko Bisesti angekündigt, der aber kurzfristig absagen musste.

Bei der PK seien sieben Personen am Podiumstisch gesessen, berichtet Ghezzi, „darunter zwei Trentiner in einer ungewöhnlichen Rolle: links von Sgarbi, Herr Franco Panizza (der Sekretär des Präsidenten des MART als institutioneller Vertreter war der einzige in dunklem Anzug und Krawatte) und daneben, in weißem Hemd im amerikanischen Stil der 60er Jahre, Roberto Paccher (alle ohne Maske oder höchstens unter das Kinn abgezogen, auch wenn sie sich aus nächster Nähe etwas zuflüstern – andererseits war Sgarbi ein schlechter Lehrer, wenn es darum ging, die Menschen für die Gefahren der Pandemie zu sensibilisieren“, schreibt der Oppositionelle – mit viel Ironie verpackt – in seiner Anfrage.

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