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„Konstruktiver Austausch“

Handwerkerfrauen in regelmäßigem Austausch  mit der Landesrätin

Landesrätin Waltraud Deeg ist kürzlich mit den Handwerkerfrauen zusammengetroffen. Konkrete Themen waren die Pensionsvorsorge und die Corona-Krise.

Nach vielen Videokonferenzen versammelten sich die Unternehmerinnen erstmals wieder im Haus des Handwerks. „Ich freue mich sehr, dass wir uns alle endlich wieder persönlich sehen“, sagte die Landesobfrau der Frauen im lvh Petra Holzer. Vor allem während der Ausnahmesituation aufgrund von Covid-19 sind zahlreiche Fragen und neue Herausforderungen entstanden, welche die Unternehmerinnen mit Landesrätin Waltraud Deeg besprechen wollten.

Ein großes Thema stelle dieses Jahr die Sommerbetreuung der Kinder dar. „Aufgrund der kurzfristigen Informationen und Entscheidungen hatten viele Familien keine Planungssicherheit. Lange war nicht klar, ob Sommerkurse stattfinden können und dies war gerade für berufstätige Familien eine große Herausforderung“, unterstrich Landesfrauenausschussmitglied Johanna Falser. Landesrätin Deeg erläuterte: „Im Vergleich zu anderen Jahren haben wir heuer effektiv nur halb so viele Einschreibungen. Viele Familien sind verunsichert und haben sich vielleicht anderweitig organisiert. Wir waren stets bemüht, mit den Gemeinden und Betreuungsorganisationen Lösungen zu finden, damit alle Kinder einen Platz erhalten, was schlussendlich auch gelungen ist“.

Zahlreiche Fragen seien allerdings in Hinblick auf das kommende Jahr noch offen, so zum Beispiel der zukünftige Schülertransport, der Mensabetrieb in den Schulen sowie konkrete Unterrichtszeiten. „Wir werden alle Sicherheitsvorkehrungen treffen müssen, um eine zweite Infektionswelle zu verhindern. Nichtsdestotrotz werden wir uns für die Bedürfnisse der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, insbesondere aber der Familien einsetzen“, betonte die Landesrätin.

Thematisiert wurde im Rahmen des Treffens auch die Pensionsvorsorge. „Vielen Frauen fehlen aufgrund der Mutterschaftsauszeiten mehrere Rentenjahre. Die einzige Möglichkeit, die die Frauen haben, ist sich rechtzeitig über die Rentensituation zu informieren und entsprechende Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Wünschenswert wären noch mehr Anreize im Sinne der Rentenvorsorge“, unterstrich die lvh-Bezirksobfrau im Oberpustertal Daniela Seyr und die lvh-Bezirksobfrau im Untervinschgau Rita Egger.

Aufgrund der Pandemie mussten viele Mütter ihre Arbeit notgedrungen auf Teilzeit umstellen oder gar kündigen. Die Befürchtungen gehen dahin, dass nach Aufhebung der Kündigungsfrist noch weitere Entlassungen folgen, was unweigerlich zu weiteren finanziellen Einbußen führen wird. Hinzu kommen ein gewisser Frust, Stress, soziale Abschottung von der Arbeitswelt und nicht realisierbare Karrierechancen, was wiederum negative Auswirkungen in Hinblick auf die Rente mit sich bringe. In diesem Zusammenhang wird für Herbst eine gemeinsame Inforeihe angedacht, bei der das Rententhema und die entsprechenden Vorsorgemöglichkeiten aufgezeigt werden sollen.

Einige konkrete Fragen erhielt die Landesrätin in Bezug auf den enormen Bürokratieaufwand in den Betrieben und den geförderten Wohnbau. „Ich bedanke mich für das offene Ohr der Landesrätin und hoffe auch weiterhin auf einen konstruktiven Themenaustausch“, sagte Holzer abschließend.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • gestiefelterkater

    Das mit der Pensionsvorsorge ist doch ganz einfach, zumindest für jene die selbst am Pensionsrad drehen können. Man bezahlt sich die Pension einfach im im Voraus aus.
    Und der Bürokratieaufwand dürfte doch längst keine Rolle mehr spielen und ist doch nur gefühlt, so wird sie, die Bürokratie doch seit Bestehen der SelbstVersorgerPartei ständig AB gebaut

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