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„Unglaubliche Leistungen“

Der Beirat für Chancengleichheit hat sein Tätigkeitsprogramm 2020 nach der akuten Phase des Corona-Notstandes überarbeitet.

Die coronabedingte Lockdown-Phase hat auch das Tätigkeitsprogramm des des Landesbeirats für Chancengleichheit durcheinandergewirbelt. Einige für das Frühjahr geplante Aktionen konnten nicht stattfinden, darunter auch zu den drei Jubiläumsveranstaltungen zu 30 Jahren Landesbeirat, 10 Jahren Gleichstellungsgesetz und 10 Jahren Equal Pay Day. Nach drei Monaten Videokonferenzen haben sich die 15 Beiratsfrauen vor Kurzem unter dem Vorsitz von Präsidentin Ulrike Oberhammer in Bozen erstmals wieder zu einer Präsenzsitzung getroffen und dabei auch das Tätigkeitsprogramm überarbeitet.

Dieses Programm hatte die Landesregierung zu Jahresbeginn genehmigt. Oberhammer erinnert daran, dass die letzte, noch mögliche Aktion die Sternen-Kampagne zum Tag der Frau am 8. März mit fünf Forderungen zur Chancengleichheit gewesen war: „Danach mussten Initiativen abgesagt oder verschoben werden, beispielsweise die Straßenaktion zum Equal Pay Day oder der Start des neuen Lehrgangs für angehende Verwaltungsrätinnen.“

Nun sollen die Schwerpunkte des besonderen Jahres 2020 mit seinen geplanten Jubiläumsveranstaltungen thematisch im Herbst aufgegriffen werden, jedoch in veränderter Form. Seine volle Unterstützung für die Überarbeitung des Tätigkeitsprogramms sicherte der neue Amtsdirektor Peter Höllrigl in seiner Vorstellung zu. Das Frauenbüro als Dienststelle des Landesbeirats für Chancengleichheit wurde kürzlich dem neuen Landesamt für Landessprachen und Bürgerrechte zugeordnet.

Landesbeirat fordert Normalbetrieb in der Schule

Eine zentrale Forderung des Landesbeirats für Chancengleichheit gilt der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Frauen haben im Corona-Notstand Unglaubliches für die Familien und zur Sicherung der lebensnotwendigen Dienste für die Gesellschaft geleistet, nun gilt es ihre Rückkehr an den Arbeitsplatz zu sichern. Unabdingbar ist hierbei der Normalbetrieb in der Schule mit Nachmittagsunterricht und Mensadienst. Es muss in jedem Fall vermieden werden, dass Frauen aufgrund ihrer Familienverpflichtungen auf ihre Arbeit verzichten müssen und somit finanziell nicht mehr auf eigenen Beinen stehen“, sagt Päsidentin Oberhammer stellvertretend für die Mitglieder des Landesbeirats.

Gemeinderatswahlen: Mehr Frauen in die Politik

Gerade die Zeit des Corona-Notstandes habe vor Augen geführt, wie wichtig die Lebensbereiche Gesundheit, Bildung, Arbeit und Familie sind. „In diesen Lebensbereichen liegen die Hauptaugenmerke der Frauen. Es ist wichtig, dass sie sich in den politischen Gremien vor Ort zur Sicherung und zum Ausbau der Rahmenbedingungen einbringen, deshalb wird die Ermutigung von Frauen zur Kandidatur für die Gemeinderatswahlen ein Schwerpunkt des Sommerprogramms des Landesbeirats für Chancengleichheit sein,“ kündigt Präsidentin Ulrike Oberhammer an.

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