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Vom Steig zur Straße

Steig am Grawandgrat

Für die Umsetzung der Kunstinstallation von Weltstar Ólafur Elíasson muss der Fußsteig am Grawandgrat zu einer Bauzufahrt ausgebaut werden. Umweltschützer befürchten Schlimmes.

Die neue Ötzi-Aussichtsplattform auf der Grawandspitze ist nicht der einzige Kunstbau, der am Schnalser Gletscher entsteht.

Demnächst wird auch die Kunstinstallation von Superstar Ólafur Elíasson am Grawandgrat auf dem Grund der Landesdomäne angebracht. Bekanntlich ist es dem Verein „Talking Waters Society“ gelungen, den weltbekannten dänischen Künstler mit isländischen Wurzeln für das Projekt zu gewinnen. Die Installation arbeitet Klimakrise und Gletscherschwund auf.

Doch nun stellt sich unerwartet die Frage: wie wird die Stahlkonstruktion zum geplanten Standort gebracht, für welchen bereits die Baukonzession vorliegt? Die ursprünglich angedachten Hubschraubertransporte sind nicht möglich. In erster Linie deshalb, weil das Objekt zu schwer ist. Daher muss nun der bestehende Fußsteig am Grat zu einer Bauzufahrt ausgebaut werden. Im sensiblen alpinen Gelände auf 3.212 Meter Meereshöhe ein Unterfangen, das Umweltschützern bereits jetzt sauer aufstößt. Sie fürchten, dass die Straße nach Vollendung des Kunstwerks nicht mehr zurückgebaut wird und kritisieren generell den Eingriff, der noch dazu im Rahmen eines Kunstprojektes zum Thema Umwelt erfolgt.

Zudem hat sich ein weiteres Problem ergeben. Es fehlt das Placet seitens der Landesdomäne für die Bögen auf dem Grawandgrat, die das Eliasson-Projekt ebenfalls vorsieht. Da sie im Boden verankert werden müssen, braucht es auch hierfür eine Baukonzession und ein eigenes Genehmigungsverfahren. Fehlende Unterlagen, die den für heuer geplanten Bau verzögern könnten.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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