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„Unlösbare Aufgabe“

Christa Ladurner

Die Allianz für Familie, der Katholische Familienverband Südtirol (KFS) und andere Organisationen fordern: Die Schulen müssten die Nachmittage sichern.

Die Tatsache, dass sich die Schulen ab Herbst komplett von Nachmittagsunterricht und Mensabetreuung zurückziehen sollen, stelle viele Familien vor unlösbare Schwierigkeiten, schreiben die Allianz für Familie, der Katholische Familienverband Südtirol (KFS), der Landesbeirat der Eltern (LBE) und die Elterninitiativen in einer Aussendung.

Obwohl die Familien bereits jetzt schon einen sehr hohen Preis für die Eindämmung der Pandemie gezahlt hätten, sollten sie im Herbst mit neuen Einschränkungen belastet werden. „Die Berufstätigkeit der Eltern ist keine Option, die sich beliebig ein- und ausschalten lässt. Sie sichert die Existenz der Familien und die Zukunft der Südtiroler Betriebe“, so der KFS.

In der Aussendung heißt es:

„Wir appellieren an die Landesregierung, bei der Klausur am kommenden Samstag zum Nachtragshaushalt und zu den inhaltlichen Schwerpunkten der nächsten Zeit die Familien in den Fokus zu rücken und folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Es braucht Öffnungszeiten in Schule und Kindergarten, die dem Niveau vor der Krise entsprechen.
  • Stellen Sie dafür ausreichend finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung (benötigte SupplentInnen müssen eingestellt werden, damit Mensaaufsicht und Nachmittage gewährleistet werden können).
  • Ein weiteres Delegieren der Dienste an Gemeinden und somit private Träger wird nicht mehr hingenommen.

Wir fordern die Mitglieder der Landesregierung auf, bei der Gestaltung des Nachtragshaushalts 2020 die Situation der Familien in Südtirol angemessen zu berücksichtigen!“

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (18)

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  • summer

    Ganz richtig Frau Ladurner,
    vor allem jetzt, wo MP Conte Südtirol weit mehr als die 500 Mio. zuteilt, wäre das zusätzliche Geld in der Bildung am besten investiert.
    Wenn ein LR für Schule und Kultur nicht versteht, was er hier der nächsten Generation antut, dann wäre er eigentlich rüchtrittsreif.

  • thefirestarter

    Dann gebt den Eltern die Möglichkeit sich um ihre Kindern am Nachmittag zu kümmern.

    • summer

      @thefirestarter
      Wieso denn? Das würde weit das x-fache kosten und für ihre eigenen Kinder sollten Sie schon selbst sorgen können. Oder soll der Steuerzahler Ihren Nachwuchs finanzieren (außerhalb der Schule oder Kindergarten).

      • thefirestarter

        Nachmittagsunterricht in Schulen und Kiga Ersatzlos streichen.

        Dafür die Eltern in die Lage versetzen sich selbst um die Kinder zu kümmern in dem man durch unterstützende Massnahmen es wieder ermöglicht das ein Elternteil zu Hause bleibt.

        Slow Down, Downgrading, nenn es wie du willst.

        • summer

          @thefirestarter
          Hättest du vorher wissen müssen, ob ihr beide arbeiten gehen könnt mit Kinder. Oder hat euch der Staat die Kinder gemacht?
          Normalstundenplan für die Kinder im Bezug auf Bildung, Schule und soziale Kontakte, nicht weil ein paar Eltern lieber das Geld hätten und lieber daheimbleiben wollen.
          Was hast du denn für asoziale Ansichten.
          Da geht’s um Kinderrechte und nicht die monetäre Fütterung von Eltern, die lieber daheimbleiben als arbeiten zu gehen.

          • thefirestarter

            Eben Kinderrechte… das Recht der Kinder auf Eltern die es nicht nur auf die Welt setzen um es dann von irgendwelchen staatl. Fürsorgeinstitute auf Linie zu bringen, sondern um sie kümmern.

          • summer

            @thefirestarter
            Wunderbar, diese Möglichkeiten haben Sie dann ja. Warum wollen Sie dann mehr Geld?
            Für Ihre eigenen Erziehungsanliegen muss dann aber nicht der Staat, sondern Sie selbst zahlen.
            Wäre ja noch schöner!

        • n.g.

          Geh Bayern, da gibts deine Herdprämie!

        • martasophia

          thefirestarter . Ganz Ihrer Meinung. Gebt den Eltern die Möglichkeit sich um ihre Kinder zu kümmern. Weshalb bekommen Paare Kinder, wenn sie dann diese Vormittag zum Mittagessen und Nachmittag und im Sommer von anderen Menschen versorgt haben wollen. Letztendlich sind die Kinder nur mehr für den „Morgenstress“ zu Hause und fürs Übernachte. Gesellschaft quo vadis? Arme Kinder!

          • summer

            @martasophia
            Würden Sie lieber daheim bleiben und jedes Monat eine Herdprämie von 1.000€ oder mehr kassieren?
            Da dies der Steuerzahler finanzieren müsste, frage ich mal so direkt: Haben Sie den Steuerzahler gefragt, ob Sie auf seine Kosten Kinder haben könnten?
            Nein? Ok, dann lassen Sie solche Forderungen, denn ich hoffe, Sie haben sich mit edleren Motiven für ein oder mehrere Kinder entschieden.

  • flottebiene

    @summer, ich weiss nicht wer ihre Rente zählt….die Generation,die jetzt arbeitet oder jene, die jetzt in die Schule geht…..
    Eltern brauchen die Unterstützung der Schule….

    • derrick

      Wer die Rente zählt weiß ich auch nicht, Aber die Schule sollte kein Kinderhort sein

    • summer

      @flottebiene
      Ab mit Ihnen in die Schule, Sie sind offenbar Mutter und können nicht lesen.
      Oder wie sonst kommen Sie bei meinen Kommentaren auf solch abstruse Ansichten?
      Ich fordere umgehend Normalunterricht für Kinder aus Gründen der Bildung, der sozialen Kontakte und des Lernens. Sie zuhause einzusperren vernichtet die junge Generation. Hier geht es um Kinderrechte, die geschützt und eingefordert werden müssen. Wenn Sie aus Gründen der Gefahr vor Ansteckung die Kinder lieber zuhause behalten wollen, dann behalten Sie sie gerne daheim, das Ihr Recht als Eltern.
      Und abschließend eine Frage: Haben Sie Kinder damit Ihre Rente eingezahlt wird später?
      Das wären tragische Gründe der Elternschaft. Und nein, ich habe Kinder, weil ich mich um der Kinder Willen und am Familienleben freue. Habe meine Kinder noch nie als die Rentenzahler von morgen gesehen. Entschuldigung, wenn ich nicht so kapitalistisch bin und den Wert der Kinder nicht unter dem wirtschaftlichen Aspekt oder Maßstab sehe.

      • yannis

        Deine Kinder werden nicht NUR die Rentenzahler von morgen sein, sie werden noch viel mehr zu zahlen haben, der Staat ist jetzt schon so gut wie Pleite und wird um massive Steuern nicht herum kommen, die Sozialsysteme werden durch Kostgänger vielerlei Herkunft sicher auch nicht billiger werden.
        Irgendwie hat „Greta & Co schon recht: Wir mit unseren Politikern machen den nächtaten Generationen die Zukunft kaputt, vielleicht weniger mit den Klimaschäden, als mit den finanziellen Lasten die man ihnen hinterlässt.
        Die gesellschaftliche Zeitbombe ist quasi schon am ticken.

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