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„Garantien für Mitarbeiter“

Helmuth Renzler

Helmuth Renzler fordert, dass nur jene Betriebe in den Genuss der GIS-Befreiung kommen sollen, welche die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter sichern. 

Demnächst wird die Landesregierung beschließen, die Südtiroler Unternehmen von der Gemeindeimmobiliensteuer GIS teilweise oder komplett zu befreien. „Die Bedürfnisse anderer Sektoren, wie jener der Arbeitnehmer und Senioren, wurden bisher aber gar nicht oder viel zu wenig berücksichtigt“, meint Helmuth Renzler. Der SVP- Landtagsabgeordnete und Arbeitnehmervertreter Helmuth Renzler begrüßt grundsätzlich die Maßnahmen, die dazu beitragen, den Steuerdruck für alle zu reduzieren. Er gibt aber auch zu bedenken, dass dabei die Arbeitnehmer nicht vergessen werden dürfen.

„Südtirols Weg zum Neustart kann nur gelingen, wenn auch die Mittelschicht der Lohnabhängigen und die Arbeiter sowie Senioren von solchen Steuererleichterungen profitieren“, betont der Landtagsabgeordnete und verweist auf die italienische Regierung, die die nach Einkommen gestaffelte Reduzierung der Einkommenssteuer IRPEF für lohnabhängige Arbeitnehmer mit 1. Juli 2020 in Kraft gesetzt hat und derzeit an einer Reform der gesamten Steuerthematik arbeitet.

„Jede Art von Steuerreduzierung ist zu begrüßen, denn so bleibt den Menschen am Ende des Monats mehr Geld in der Brieftasche. Deshalb muss an dieser Stelle betont werden, dass eine IRPEF-Reduzierung eine sehr arbeitnehmerfreundliche und sinnvolle Maßnahme ist. Nun wären gleichwertige Maßnahmen auch bei der GIS zu setzen“, führt Renzler aus.

Allerdings dürfe man bei Steuerreduzierungen sowohl auf Staats- als auch auf Landesebene nicht vergessen, dass auch noch in Zukunft in Südtirol die derzeitigen Sozialleistungen von der öffentlichen Hand finanziert werden müssen und dies trotz geringerer Einnahmen im Landeshaushalt.

In einer Aussendung schreibt Helmuth Renzler: „Rein theoretisch wäre es möglich, die Befreiung der Gemeindeimmobiliensteuer an bestimmte Bedingungen zu knüpfen. Von einer solchen Erleichterung sollten nämlich nicht nur die Unternehmen, und hier allem voran die Hotellerie, sondern auch die Belegschaft profitieren.

Nur jene Betriebe und Unternehmen, die ihre Mitarbeiter in direkter oder indirekter Form durch den Erhalt ihres Arbeitsplatzes an den Begünstigungen teilhaben lassen, sollen in den Genuss einer GIS-Befreiung kommen.

Wer eine solche Garantie nicht geben will oder kann, dem darf keine GIS- Vergünstigung zugestanden werden außer die Gemeinde, in welcher der Betrieb oder das Unternehmen ihren Sitz hat, erlässt die GIS trotzdem. In diesem Fall muss dann jedoch klar sein, dass diese Gemeinde keine Ausgleichszahlung seitens des Landes erhalten darf.

Arbeitnehmer haben das größte Interesse daran, dass Unternehmen und Betriebe keine Entlassungen oder Teilentlassungen der Belegschaft vornehmen, denn es wäre fatal und irrsinnig, wenn man einerseits Gemeinde- und Landessteuern erlässt oder reduziert und dann andererseits dieselben Unternehmen oder Betriebe Arbeitnehmer entlassen. Das kann nicht hingenommen werden und deshalb muss eine entsprechende Sicherungsklausel eingebaut werden, sodass auch die Arbeitnehmer, eben durch die Sicherung ihres Arbeitsplatzes, von dieser Maßnahme profitieren. Alles andere kann nicht akzeptiert werden“, betont Helmuth Renzler abschließend.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (11)

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  • asterix

    Blablabla, alles nur Schall und Rauch. Schaut dass endlich die Lohnausgleichskasse – Gelder ausbezahlt werden. Das hat das INPS bis heute noch nicht auf die Reihe gekriegt. Da warten noch Tausende auf das Geld von März!!! Von wegen IRPEF und GIS.

  • summer

    Also ich finde den Vorschlag mal eine gute Initiative im Sinne der ArbeitnehmerInnen.
    Weiter so!

  • drago

    Renzlers Tätigkeit als Abgeordneter: Aussendungen verfassen. Etwas erreichen tut er und die anderen Arbeitnehmer in der SVP ja sowieso nicht. Und die Brixnerin kümmert sich hauptsächlich darum, dass die Netikette eingehalten wird und Klarnamenpflicht eingeführt wird. Davon haben nämlich die Arbeitnehmer am meisten. LOL

  • annamaria

    Gis Befreiung auch für Arbeitnehmer in lohnausgleich??
    Die aufschiebung hilft nichts wenn man dann im Dezember die gesamte Summe bezahlen myss!

  • berni

    Meine lieben Politiker, sagt das mal Amazon und Co ! Wenn es so weiter geht dann zahlt kein Geschäftsmann mehr GIS oder Löhne und Steuern , denn das Geld was unsere Leute ausgeben geht in Steuerparadiese und da gibt es keine GIS usw. In Bozen werden über 6.000 Pakete täglich zugestellt , bestellt meistens über Amazon und co ! Und die Zahlen gar nichts, keine Lohnsteuern, keine Steuern, keinen Beitrag zur Sanität, keine Rentenbeiträge , keine Werbesteuer usw. Wie glaubt und wollt Ihr diesen Sozialstaat am Leben erhalten ? Mit schönen Worten und Bedingungen an die Unternehmer erreicht Ihr da gar nichts !

  • pingoballino1955

    Herr Renzler wie lange müssen wir sie noch ertragen?

  • nix.nuis

    Super Bild!
    „Hon grod a SMS kriag, dass afn Konto 5400 Euro eingongen sein… hihi…“

  • iceman

    Herr Renzler, mit solchen Forderungen stehen sie eine halbe Stufe höher als ihr früherer Arbeitnehmervertreter Schnarch Schorsch.

    Resultate, nicht Ankündigungen und fromme Wünsche!

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