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Neuer Anschluss

LR Alfreider und BM Brunner haben den neuen Mittelanschluss der Brixner Umfahrung für den Verkehr geöffnet. Damit kann man von der Umfahrung direkt ins Zentrum fahren.

Der rund einen halben Kilometer lange Mittelanschluss der Brixner Umfahrung kann nun befahren werden. Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, Landesrat Massimo Bessone, Bürgermeister Peter Brunner, Stadtrat Thomas Schraffl, Tiefbauabteilungsdirektor Valentino Pagani und Emilio Bianchi als Vertreter der Baufirmen haben den neuen Verkehrsweg , mit dem symbolischen Banddurchschneiden für den Verkehr geöffnet.

Zuvor hatte Dekan Albert Pixner den Straßenschnitt gesegnet, der die Umfahrung direkt mit dem Stadtzentrum verbindet. Vor Ort waren auch die Landtagsabgeordneten Magdalena Amhof und Helmut Tauber, Vertreter der Gemeinde von Brixen und Umgebung, der Baufirmen, die Techniker und Planer sowie die Ordnungskräfte.

Mehr Lebensqualität durch Verkehrsverlagerung

Mobiliätslandesrat Alfreider unterstrich: „Brixen hat lange für die Umfahrung gekämpft, mit dem Mittelanschluss wird sprichwörtlich das Herzstück fertig, aber es fehlt noch der Kopf, also die Umfahrung Vahrn und der Fuß, also die Südspange.“ An beiden Projekten werde auf Hochdruck gearbeitet, weil erst mit ihnen das gesamte  Verlagerungskonzept Brixens fertig sei. „Ziel ist es, mehr Lebensqualität für die Menschen in Brixen zu schaffen: Dafür muss sich der Verkehr aber auch verlagern“, sagte Alfreider. Der Landesrat verwies auch darauf, dass Planung, Finanzierung und Ausschreibung eines so großen Vorhabens fast ebenso lang dauern wie die Umsetzung: Daher solle man sich im Straßenbau im Allgemeinen auf wichtige und vor allem auch realisierbare Projekte konzentrieren. Unbedingt notwendig sei weiters Instandhaltung, um die bestehende Infrastruktur und das Straßennetz auf Vordermann zu bringen.

Bessere Erreichbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit für Brixen

Bereits 2011 sei mit der Eröffnung der Umfahrung viel Verkehr von der Stadt weggeleitet worden, sagte Bürgermeister Brunner. Nun solle es mit den weiteren Vorhaben für das gesamte Mobilitätskonzept vorangehen, , betonte Brunner: „Ein modernes und sicheres Straßensystem bedeute nicht nur weniger innerstädtischen Verkehr, sondern die Stadt Brixen werde für Einheimische und Gäste wesentlich besser erreichbar und steigere die Wettbewerbsfähigkeit seiner Unternehmen: alles in allem also eine höhere Lebensqualität.“

Stadtrat Schraffl hob hervor, dass nun weitere wichtige Entwicklungen möglich würden und der neue Anschluss eine besser Radmobilität und eine Entlastung der Hauptverkehrsachsen mit sich bringe.

Besonderheiten: Bahnunterquerung und Tunnelportal

Die wichtigsten technischen Daten zum Mittelanschluss präsentierte Tiefbauabteilungsdirektor Pagani und unterstrich, dass die Umfahrung nun durch den Mittelanschluss noch mehr Verkehr aufnehmen und umleiten werde.

Der Mittelanschluss beginnt im Stadtzentrum nördlich des Parkhauses an der Verbindungsstelle der Dantestraße mit der Romstraße mit einem verlängerten Kreisverkehr. Nach einem offenen Abschnitt, zwischen dem Gemeindebauhof im Süden und der Reatto-Kaserne im Norden verläuft die Straße rund 360 Meter im Tunnel. Die Eisenbahnlinie wurde dabei aufwändig mit einer Schubunterführung, die aus einem Monolithen hergestellt wurde, unterquert. Hinter dieser kommt die neue Straße dann mit einer 180-Grad-Kurve an die Oberfläche: Mit einer höhengleichen Kreuzung schließt der neue Verkehrsweg dann an die Umfahrungsstraße an. Unter dem neuen Kreisverkehr in der Dantestraße ist eine Fußgängerunterführung vorgesehen: Sie verbindet die Romstraße mit dem Parkhaus. Ein besonderes optisches Merkmal des Mittelanschlusses, an dem von September 2017 bis Juni 2020 gebaut wurde, ist das innovative Tunnelportal.

Bianchi als Vertreter der Baufirmen ging auf verschiedene Details beim Bau ein: „Durch viele kleine verteilte Baustellen, die sich in der Stadt von einem Ort zum anderen verschoben haben, ist nun am Ende zu dieser komplexe Infrastruktur gewachsen.“

Verfahrensverantwortlicher für das Vorhaben beim Land war Umberto Simone, Direktor des Landesamts für Straßenbau Nord Ost. Geplant wurde der Verkehrswege von Mario Valdemarin und Matteo Scagnol und gebaut von der Bietergemeinschaft der Unternehmen PAC AG – Wipptaler AG – Betoneisack GmbH.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (4)

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  • george

    Ja, die Brixner Oberen?
    Sie wollten ja immer den Verkehr aus dem Zentrum heraushaben und ein echte Zentrumsumfahrung bauen. Nun haben sie statt einer echten Umfahrung eine bessere Einfahrung ins Zentrum gebaut, die nirgendwohin führt als ins Zentrum und somit leiten sie den Verkehr wieder massiv ins Zentrum. Dort hin wären sie auch von Norden und von Süden leicht gekommen, anstatt eine sündteure neue einfahrung zu bauen. Also Ziel verfehlt, Geld beim Fenster hinausgeworfen.
    Und dort im Norden gegen Vahrn hin, wo die Umfahrung wirklich sehr viel bringen würde, fehlt sie immer noch.
    Da fragt man sich wirklich, wollen die Brixner Oberen die Bevölkerung vom Durchzugsverkehr entlasten oder die Geschäftsleute dort bedienen?

  • heinz

    Der Mittelanschluss war von Anfang an stark von den Kaufleuten gewollt, damit ja nicht am Zentrum vorbeigefahren wird. Viel wichtiger wären neben einer Verlängerung der Umfahrung nach Vahrn die Realisierung der Südspange, damit Autos aus Milland und sämtlichen Dörfern des Ploseberges in die Umfahrung geleitet werden und nicht die Mozartallee und das Zentrum unnötig verstopfen.

  • freitag

    die Brixener Umfahrung ist so was für die Katz.
    Die dörfer des Ploseberges können nicht rauffahren, aber auch nicht die von der anderen Seite wo die Umfahrung verläuft, also alle wieder auf die Staatsstraße.
    Wer so was plant, und die die das auch noch gut finden, unbegreiflich.

    interessant wäre eine Untertunnellung der Autobahn gewesen und diese als Umfahrung verwenden.

    In Zukunft wird nicht mal der Zug stehen bleiben. Dafür wäre ein unterirdischer Bahnhof doch ideal gewesen.

  • susi

    Eine wirkliche Verbesserung der Lebensqualität und Luftqualität sowie Verminderung der Lärmbelastigung bringt erst eine Eintunnelung der Autobahn im Brixner Talkessel.
    Schade dass es diesbezüglich keine öffentliche Diskussion und Überlegungen gibt.

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