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„Nichts Belastendes“

LH Arno Kompatscher

Die Anwälte von LH Arno Kompatscher weisen die Anschuldigungen von SAD-Chef Ingomar Gatterer zurück.

Am Mittwoch ist SAD-Chef Ingomar Gatterer mit schwerem Geschütz gegen LH Arno Kompatscher aufgefahren.

Nun reagieren die Anwälte des Landeshauptmannes, Karl Zeller und Alessandro Melchionda.

In einer langen Stellungnahme weisen Zeller und Melchionda die Anschuldigungen Gatterers zurück und zeigen sich zuversichtlich, dass Arno Kompatscher mit einer weißen Weste aus dieser Affäre hervorgehen werde.

Das ist ist die Stellungnahme der Anwälte Kompatschers:

In unserer Eigenschaft als Verteidiger von LH Arno Kompatscher in den Ermittlungen betreffend die Ausschreibung Personentransport “AOV-SUA SF25/2018” sehen wir uns gezwungen, zum Schutz der Person und des Ansehens unseres Mandanten Stellung zu nehmen, da einer der Hauptakteure, der von den strafrechtlichen Ermittlungen betroffen ist, schwerwiegende Angriffe und Anschuldigungen erhoben hat, die danach von den Presseorganen verbreitet worden sind.

Nachdem uns Zugang zu den Ermittlungsakten gewährt worden ist, haben wir sofort feststellen können, dass alle Anschuldigungen gegenüber LH Arno Kompatscher völlig haltlos sind und jeder Grundlage entbehren.

Daher haben wir einen ausführlichen und detaillierten Schriftsatz hinterlegt, mit dem wir nachweisen, dass im Zuge der minutiösen Ermittlungen, die von der Gerichtspolizei auch mittels Telefonabhörungen und Lauschangriffen sowie Beschattungen durchgeführt wurden, nicht ein einziges belastendes Element zu finden ist. Daher ist es völlig unverständlich, wie die Quästur von Bozen in Bezug auf unseren Mandanten zu ihrer Schlussfolgerung gekommen ist, die in offenkundigem Widerspruch zu den Ermittlungsakten steht.

In der enormen Fülle von Akten gibt es nichts Belastendes gegen LH Kompatscher, absolut nichts.Wir warten nun die abschließende Bewertung der zuständigen Staatsanwaltschaft ab.

Aus Respekt vor dem Untersuchungsgeheimnis und den laufenden Ermittlungen, haben wir als Verteidiger, aber auch LH Kompatscher, es immer unterlassen, Nachrichten und Details betreffend die Ermittlungen zu verbreiten und in der Öffentlichkeit dazu Stellung zu beziehen.

Andere von den Ermittlungen betroffene Personen haben leider nicht den notwendigen Respekt und Verschwiegenheit an den Tag gelegt, sondern diese haben öffentliche Erklärungen abgegeben und Pressekonferenzen abgehalten, in denen sie die Person des Landeshauptmanns angreifen, mit dem offenkundigen Ziel, die öffentliche Meinung und die Ermittlungen zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

Es war nie der Stil von LH Kompatscher andere über Presseorgane persönlich anzugreifen und er wird sich auch in Zukunft an diese Maxime halten.

Wie bereits ausgeführt, sind in den zahlreichen Ermittlungsakten keine belastenden Indizien zu Lasten unseres Mandanten zu finden, die eine Anklage rechtfertigen könnten.

Wir als Verteidiger von LH Kompatscher empfinden es als unsere Pflicht, all diese haltlosen Angriffe und Unterstellungen entschieden zurückzuweisen, auch weil dieser immer vollkommen korrekt und verantwortungsbewusst gehandelt hat, wie es eben sein Amt verlangt.

Wir sind sicher, dass diese durchsichtigen Ablenkungsmanöver die Wahrheit nicht verfälschen  können, wie sie aus den Ermittlungsakten klar hervorgeht.

Wir haben vollstes Vertrauen darin, dass die Staatsanwaltschaft und die Gerichtsbarkeit den Sachverhalt genauestens prüfen und danach die Haltlosigkeit aller Anschuldigungen gegen LH Kompatscher feststellen werden.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (13)

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  • rota

    Wer soll das bezahlen? Der Steuerzahler, Arno Kompatscher, Ingomar Gatterer.?
    Mich, als Bürger, sollten diese privaten Fehlverhalten- sofern es welche sind- nicht finanziell belasten.
    Ansonsten befetzt euch weiter um der Justiz und Presse die Arbeit zu erhalten und das Sommerloch von Korona zu entlasten.
    Opa Luis, um den Nachlass deiner Zeit wird mächtig „gewetteifert“!

  • covid

    Du bist sicher der Letzte der das bezahlen muss, denke ich mal!! Da brauchst du dir keinen Kopf machen.
    Wenn ein LH als Amtsperson ungerechtfertigt angegriffen wird, dann wird den notwendigen Rechtsanwalt wohl das Land bezahlen. Wenn die Anschuldigungen dann tatsächlich haltlos sind, sollten die Kosten von der Gegenpartei übernommen werden. Das sollte in einem Rechtsstaat so sein, ob das in Italien auch so ist, weiß ich nicht oder ist zumindest zweifelhaft. Jedenfalls wird Hr. Kompatscher als LH angegriffen und nicht als Privatmann.

    • freitag

      der Rechtsanwalt geht schon mal auf die Kosten aller. Und ob es sich um eine übertrieben, persönliche Auseinandersetzung handelt muss auch erst festgestellt werden.
      Vielleicht hat auch Gatterer in der Sache recht. die Ausschreibungen so machen, daß nicht ein Unternehmer sich eine doppelte goldene Nase verdient, eine einfache reicht auch.

      • mannik

        Es gibt eine Rechtsschutzversicherung.

        • rota

          Und es gibt auch riesige Summen aus dem Landeshaushalt für Beratung, Gutachten usw . mannik wird uns dann am hoffentlich glücklichen Ende, sofern es uns dann alle noch gibt, eine genaue Aufschlüsselung der Kosten und belasteten Konten liefern.

          • mannik

            Verstehen Sie einen simplen Satz in deutscher Sprache nicht? Es ging um die Kosten für das Verfahren.

          • rota

            Der mannik ist wie immer eben der mannik. Ich finde unter „Nichts Belastendes“ keine “ Kosten für das Verfahren“. Aber Recht hat mannik zweifelsfrei auch dieses Mal. Und so seih es für immer!

    • rota

      @covid
      Schön mich als Letzten einzureihen, dh Du bist mindestens Vorletzter, und sollte es zum Extremfall kommen, wirst eventuell auch meinen Part schultern.

      Es ist ein Streit, ob Privat- oder öffentliches Interesse, ob aus persönlichen Befindlichkeiten oder Wirtschafts-Gründen. Die Involvierten sind gutbezahlte „Arbeitnehmer“ Südtirols und sollten für ihre geleistete Arbeit auch alleinig gerade stehen müssen und dürfen.

      Aber dies ist nur meine Meinung die vielleicht genau sowenig zählt wie die Deine. Soviel zu Deinem an mich gerichteten Argumentationen.

  • pingoballino1955

    La legge é uguale per tutti???? ne dubito!

  • tirolersepp

    De Gschicht gehört so langsam aufgeräumt – de Gschicht nervt in Zeiten von Corona !!!

  • thefirestarter

    B43H09000050003
    Auftraggeber: Autonome Provinz Bozen Amt 11.5 – [email protected] – PEC:

    Beschluss: vom 11.06.2020 (Beraterauftrag)
    Auftrag – Ausführungsprojekt

    Betrag Honorar: Euro 429.849,20 Gesamtprojekt: Euro 15.256.000,00

    Beschreibung: Um- und Neubau Kaserne Vittorio Veneto

    Na toll da haben wir aber wieder mal ordentlich die Hosen runter gelassen Her LB.

  • mannik

    @rota – Lernen Sie richtig zu Kommentieren. Sie haben meine Aussage „Es gibt eine Rechtsschutzversicherung“ mit dem sinnlosen Satz „Und es gibt auch riesige Summen aus dem Landeshaushalt für Beratung, Gutachten usw“ kommentiert.
    Jetzt plötzlich schreiben Sie “ Ich finde unter „Nichts Belastendes“ keine “ Kosten für das Verfahren“. Wieder ein sinnfreier Kommentar. Und dann spielen Sie die beleidigte Leberwurst, wenn ich Sie frage, ob Sie einen simplen deutschen Satz verstehen? Bei ihnen stimmt doch etwas nicht. Bei den sprachlichen Fähigkeiten sicher, denn man schreibt „sei“, nicht „seih“.

  • rota

    Wie immer, hat mannik vollkommen Recht! Beide Sätze sind alleine sinnvoll aber hintereinander gelesen ergibt es je nach Gesinnung verschiedene Reaktionen.
    Ja es passiert dass msn öfters meinen Schrieb korrigiert ohne gegen-gelesen zu werden, so wie ich auch mannik öfters nicht weiter verfolge.

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