Du befindest dich hier: Home » Politik » „Nicht zu Lasten der Frauen“

„Nicht zu Lasten der Frauen“

Die SVP-Kammerabgeordnete und Landesfrauenreferentin Renate Gebhard unterstützt die Bemühungen, im Herbst trotz Coronavirus zu einem möglichst regulären Unterricht an Südtirols Schulen zurückzukehren. „Wir arbeiten aktuell auf allen Ebenen daran, unseren Kindern ihr Recht auf Bildung und soziale Kontakte zurückzugeben“, unterstreicht Gebhard, „denn Bildung darf keine Frage des Geldes werden – auch nicht in der Coronakrise.“
Die aktuellen Daten zum Coronavirus in Südtirol stimmen zuversichtlich, dass im Herbst die Kindergärten und Schulen ihren gewohnten Betrieb wieder aufnehmen können. „Bei nahezu keinen Neuinfektionen kann das Recht unserer Kinder auf Bildung und auf soziale Kontakte nicht länger durch das Recht auf Gesundheit eingeschränkt werden“, unterstreicht die SVP-Kammerabgeordnete und Landesfrauenreferentin Renate Gebhard. „In Rom arbeiten wir derzeit darauf hin, dass auch für den Start des neuen Schuljahres die regionale Situation berücksichtigt wird. Auch der Vorschlag der Staat-Regionen-Konferenz zielt darauf ab“, so die Parlamentarierin, „denn wieso sollen Kinder und Jugendliche aus Südtirol und aus Sardinien, wo die Situation seit Wochen stabil ist, auf die Schule verzichten oder nur mit ungerechtfertigten Einschränkungen starten können?
In diesem Zusammenhang regt die Frauenpolitikerin an, im Zuge der aktuellen Vorbereitungen auf Landesebene sich auch an Österreich oder der Schweiz zu orientieren. „Beim neuen Landesraumordnungsgesetz haben wir auch über den Brenner geschaut. Warum hier nicht? „
Sollten die Zahlen tatsächlich wieder steigen und Planungsvarianten notwendig werden, so müsse ein Notdienst für berufstätige Eltern von Anfang an mitgedacht und eine Lösung für den Nachmittagsunterricht gefunden werden, ist Gebhard überzeugt. „Der Start eines neuen Schuljahres darf nicht zu Lasten der Frauen gehen – nicht schon wieder!“, fordert Renate Gebhard. Laut dem Forschungsunternehmen Ipsos hat bereits jetzt eine von zwei Frauen aufgrund der Mehrarbeit in der Familie ihre persönlichen Pläne auf Eis gelegt, sechs von zehn italienischen Frauen waren noch dazu in den vergangenen Wochen auf sich alleine gestellt, wenn es um die Familienarbeit, die Kinderbetreuung oder die Pflege von älteren Angehörigen ging.
Müssen die Mütter zu Mittag zuhause sein, weil die Kinder zum Essen kommen, werden gar einige ihre Arbeitsstelle aufgeben müssen“, gibt Gebhard zu bedenken, „so wird eine neue Armutsfalle für Frauen geschaffen“, so die Landesfrauenreferentin. „Unvereinbarkeiten zwischen Familie und Beruf können nicht länger auf dem Rücken der Mütter ausgetragen werden – denn es ist bereits jetzt für viele Frauen schon schwierig genug.“ Die Frauenpolitikerin fügt hinzu: „Wenn wir einen Anstieg der Geburtenrate fördern wollen, dann ist dies der falsche Weg – und jeder noch so gut gemeinte Family Act schlichtweg für die Katz.“
Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (6)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • rainerzufall

    … die Frauenpolitikerin… mit ihren unbegründeten Thesen, dass es den Frauen ja so schlecht in Südtirol geht, ringt sie dermaßen nach Wählerstimmen, dass einem übel werden könnte..
    Dieser Zirkus ist kaum zu überbieten…

  • emma

    bist no schòner mit dem windele im gsicht,

  • bernhart

    Frau Gebhard,sie mahlen den Teufel an die Wand.
    Damit mehr Kinder geboren werden,muss die Politik endlich aufwachen und die Frauen finanziell absichern, Pensionszeiten müssen angerechnet werden, mindestens 3 Jahre pro Kind soll eine Frau zuhause bleiben können.

  • bernhart

    Eine Frau ist auch eine Mutter und diese will ,möchte Ihre Kleinkinder selbst versorgen also, Frau Gebhard, sorgen sie dafür , dass Mütter Ihre nötige Unterstützung bekommen und hören sie auf Frauen zur Arbeit in Büros zu zwingen, denn am ende leiden alle daran und es kommt zu Trennungen und Scheidungen.

  • olle3xgscheid

    Also hoffen wir stark dass solche immer wiederkehrende “ arme Frauen “ Artikel von der weiblichen Jugend nicht gelesen werden, ansonsten werden wir , mit Ausnahme von Ausländern, bald keine Kinder mehr haben . Sorgt dafür , und ihr habt die Mittel!! das FAMLIE und nicht nur FRAU entlastet werden!!!

  • n.g.

    Wenn ich mir hier die Komentare ansehe… In welchen Jahrhundert leben wir eigentlich? 3 Männer wissen es für die Frauen besser.. wie immer und die einzige, wahrscheinliche Frau emma gibt nen dummen Komentar ab!
    Bernhart schlägt dann alles: eine Frau möchte und will ihr Kleinkind versorgen…! Wer sagt das? Du? Deine Meinung? Ich hab selbst Kinder und weiß wovon ich spreche und das ist ausgemachter Unsinn! Eine selbstbewußte Frau will heute nicht mehr in Abhängigkeit ihres *Ernährers* leben und ihre Kröten selbst verdienen! Die werden zu nichts gezwungen du doof! Frauen lassen sich scheiden weil. sie jemanden wie dich zu Hause haben, mit der Denke..!
    Überlasst mal lieber den Frauen selbst das Thema und zerbrecht euch Männer nicht den Kopf drüber wenn dabei so ein Schwachsinnn raus kommt.
    Von wegen Pensionszeiten anrechnen… jo, dann bleiben Frauen bei 3 Kindern 10 Jahre zu Hause? Wer bezahlt das? Wenn du arbeiten gehst dann zahlst du im Schnitt in 40 Jahren 300.000€ ein. Dann hast du in 17 Jahren Rente dein eigenes Geld aufgebraucht. Von wem lebst du dann? Und da willst du davon noch 10 Jahre für deine Frau Geld ausgeben?

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2020 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | Datenschutz & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen