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Die BBT-Watschn

Foto: Leonhard Angerer

Der EU-Rechnungshof zerpflückt den Brenner-Basistunnel: Es sei mit einer Verzögerung von bis zu 14 Jahren zu rechnen, die Kosten hätten sich verdoppelt – und die Gesamtwirkungen des BBT seien fragwürdig.

von Heinrich Schwarz

Ein Prüfungsteam des Europäischen Rechnungshofes in Luxemburg unter der Leitung des Österreichers Oskar Herics hat acht grenzüberschreitende Mega-Projekte im Verkehrsbereich unter die Lupe genommen, darunter den Brenner-Basistunnel.

Und der Sonderbericht, der gestern veröffentlicht wurde, fällt alles andere als positiv aus. Der BBT bzw. das Gesamtprojekt für die Bahnstrecke München-Verona wird von den EU-Finanzprüfern regelrecht zerpflückt.

EINEN AUSFÜHRLICHEN ARTIKEL DAZU LESEN SIE IN DER MITTWOCH-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (17)

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  • rumer

    Dass der BBT keine große Entlastung bringt, da er höchstens ein Drittel der LKWs, die über den Brenner wollen, aufnehmen kann, war von vorneherein klar. Und dafür ist er viel viel zu teuer.
    Die Südtiroler Politik wollte den BBT nur um viele Aufträge vergeben zu dürfen (siehe Bergmeister).

  • emma

    habs schon lang gewust, ein loch von sterzing nach steinach hàtte genùgt

  • meintag

    Hoffentlich liest der ALH Durnwalder Dies. Er war ja vom Projekt überzeugt und hat seinen Studienintimus untergebracht.

  • ei-ei-zwei

    Und gewisse Herrn haben einen verlängerten ausgesprochen gut bezahlten Job

  • asoet

    Der BBT ist ein Milliardengrab, welches unsere künftigen Generationen noch lange zu spüren bekommen, zudem schon seit Jahren voll von Skandalen und immer neuen „Nach-Oben-Berichtigungen“ der Kosten. Vor fast 20 Jahren habe ich zusammen mit ein paar anderen und dem Transitforum Austria auf der Autobah, auch gegen den BBT demonstriert. Die Politik hat uns klarerweise als „ein paar Spinner“ bezeichnet!

  • george

    Habe Jahrzehnte lang Alternativprojekte vorgeschlagen, die auch schneller und günstiger zu verwirklichen gewesen wären. Die bestimmende politische Kaste im Land wollte dies nie auch nur im geringsten überlegen oder gemeinsam diskutieren, weil es nicht von ihnen kam und weil sie auch ganz andere Ziele verfolgten, wo die effektive Verlagerung der Transporte auf die Schiene und die Eindämmung auf der Autobahn niemals im Mittelpunkt stand.

    • nix.nuis

      Ich bin der Meinung, dass von vorneherein die Wahl einer Verbindung für den Mischverkehr die größte Schnapsidee war.
      Ein reiner Tunnel für den Güterverkehr in Verbindung einer weitgehenden Automation wäre erstens wesentlich schneller fertig geworden und hätte zweitens wesentlich weniger gekostet und drittens würde er meines Erachtens auch eine bessere Entlastung der Straßenverbindung bringen.

  • robby

    Ich sehe den BBT als gute Alternative für den Apfelanbau in Südtirol. Er eignet sich hervorragend für den Champignon Anbau.

  • issy

    Prof. Hermann Knoflacher sagte von Anfang an, dass die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen stünden und vor allem die Banken und Bauunternehmen die Gewinner, hingegen die Steuerzahler die Verlierer sein würden.

    Durnwalder hat Südtirol voran gebracht, aber in diesem Fall hat er einen sündhaft teuren Bock geschossen.

    • meintag

      Lassen Wir Prof. Knoflach beiseite. Im Vinschgau hat Er auch nur Kosten bezüglich Kreisverkehre und Ortsumfahrungen geplant und gemeint dass das Verkehrsaufkommen abnimmt.
      Die Herrschaften sind beim Kassieren Immer dabei und machen sich genauso wie Politiker rar wenn der Bürger bezahlt hat und mit der „Verkehrsscheisse“ damit leben muss

  • newbe

    Das ist nichts neues…. das wurde schon vor Jahren prophezeit… ;)) Und was denkt ihr jetzt? das ganze wird gestoppt? LOL

  • tirolersepp

    Hat wirklich jemand geglaubt der Tunnel wird billig und schnell gebaut und reduziert auch noch den Verkehr – so Naiv kann doch niemand sein – anscheinend doch !

  • martp

    Der Rechnungshof hat die Aufgabe, Projekte unter dem finanziellen Aspekt zu prüfen und eine unverbindliche Empfehlung an die Europäische Kommision abzugeben. Bei derart enormen Projekten wird sich ausnahmslos etwas finden lassen, inbesondere da drei Staaten mit unterschiedlicher Geschwindigkeit daran arbeiten. Insbesondere Deutschland fällt hier negativ auf, da kaum Zufahrten geplant bzw. umgesetzt wurden.
    Die Arbeit in Süd- und Nordtirol macht bloß einen bestimmten Anteil aus.

    Der BBT muss kommen, es gibt keine Alternative. Man kann über die Ausführung diskutieren und anderer Meinung sein, die Sinnhaftigkeit steht aber außer Frage. Das Projekt muss in einem größeren Kontext gesehen werden.

    Das wird den Horizont der Kommentatoren dieses Forums wohl etwas übersteigen.

    • george

      Es hat einige weit bessere Alternativvorschläge gegeben, die auch heute noch teilweise verwirklichbar (einbaubar) wären, wenn man nicht starrsinnig bei der Umsetzung des derzeitigen Konzeptes hängen bleibt. Das bedeutet noch lange nicht, dass das derzeitige BBT-Konzept auch die endgültige Umsetzung ist.

  • martp

    Dann würden wir in der Eisenzeit hängen geblieben sein. Dort wurden nämlich die Mistgabeln erfunden, mit denen so schön gelyncht werden kann.

  • erich

    Die meisten Kommentare hier sollte man aufbewahren und in 5 Jahren nach Inbetriebnahme den Autoren unter die Nase reiben. Dann passiert das selbe wie es bei der MEBO war, dann findet man keinen mehr der zuvor protestiert hat.

    • rumer

      Die nächste Schnapsidee ist schon in Planung: die Wasserstoffoffensive. Niemand wartet auf ein Auto, bei dem der Sprit dreimal soviel kostet wie bei bewährter Technik (Diesel und Batterie-Elektroauto).

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