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Kein Geld für die Miete

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Der hds begrüßt das Maßnahmenpaket des Staates „Decreto Rilancio“, welches für die Mieter als Unterstützungsmaßnahme eine Steuergutschrift vorsieht.

7.550 Südtiroler Betriebe im Handel und in der Gastronomie waren in diesem Frühjahr für 60 Tage geschlossen. Viele dieser Betriebe sind in den Geschäftslokalen in Miete. Darüber hinaus mussten aber auch viele Dienstleister mit direktem Kundenkontakt wie etwa Reisebüros zusperren oder andere, die offen halten konnten, wie Unternehmensberater, Eventdienstleister oder Werbefachleute haben keine Einnahmen mehr.

„Aufgrund dieser verlängerten Pflichtschließung fehlt klarerweise der Umsatz und somit auch das Geld für die laufenden Kosten wie etwa die Mieten“, erklärt der hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol. Das macht immer mehr Betrieben arg zu schaffen.

„Wir begrüßen daher, dass das Maßnahmenpaket des Staates „Decreto Rilancio“ (Gesetzesdekret 34/2020) für die Mieter als Unterstützungsmaßnahme eine Steuergutschrift (credito d’imposta) für alle gewerbliche Immobilien vorsieht“, erklärt hds-Präsident Philipp Moser. Das Steuerguthaben kann ab sofort mittels F24 kompensiert werden.

Die Steuergutschrift entspricht der Höhe der Mieten für die Monate März, April und Mai (April, Mai und Juni für Tourismusbetriebe mit saisonaler Tätigkeit) und beträgt:

– 60 Prozent der monatlichen Miete, der Leasingrate oder der Nutzung aller gewerblicher Immobilien, die für industrielle, gewerbliche, handwerkliche, landwirtschaftliche, touristische Zwecke oder für die gewohnheitsmäßige und berufliche Ausübung der Tätigkeit bestimmt sind,

– 30 Prozent bei komplexen Serviceverträgen oder Pachtverträgen mit mindestens einer Immobilie für Nichtwohnzwecke.

Die Gutschrift wird gewährt unter der Bedingung, dass:

– die Einnahmen/Umsätze für 2019 weniger als 5 Millionen Euro (nicht erforderlich für Hotels und Agrotourismusbetriebe) betragen,

– der Mieter im Bezugsmonat einen Rückgang von mindestens 50 Prozent des Umsatzes hat (auch bei einer Nichtschließung des Betriebes).

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Kommentare (7)

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  • nix.nuis

    Es ist bezeichnend für unser Wirtschaftssystem… es wird nur auf den schnellen Rubel gesetzt und von heute höchstens bis morgen früh gedacht…

    Wie sonst kann es sein, dass ein GESUNDER Betrieb nicht soviele Rücklagen hat, dass er mal für 3 Monate über die Runden kommt???

  • marting.

    nach der Corona-Welle kommt die Pleite-Welle

  • wichtigmacher

    Und vielleicht gibts a ou an Beitrog, um die Raten fürn protzigen SUV mit Rosenheimer Kennzeichen zu zoln

  • exodus

    @wichtigmacher Vielleicht wäre es an der Zeit, dass sich die Finanz auch darum kümmern würde, denn diese Autos scheinen nicht als Besitz des eigentlichen Nutzers auf.

  • emma

    wir sind mit der:
    linksgrùnengendergewerkschaftgutmenschen
    ganz unten angekommen,
    gut, wie nach dem krieg, fangen wir von vorne an.

    • thefirestarter

      Du meinst die Linken sind für den Kapitalismus der unsere Welt zerstört verantwortlich, sie kontrollieren die Geierfonds, die Rüstungsindustrien, die Atomlobby, etc. sie sind für den Abbau der Arbeitnehmerrechte veantwortlich (OK, in Deutschland schon)?
      Echt?
      Also diese Theorie hat was, die würde auf einen Schlag alle Probleme der RechtenSchreier lösen.

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