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Die ESF-Millionen

Die Landesregierung hat grünes Licht für den Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen im Bereich der beruflichen Weiterbildung gegeben. Acht Millionen Euro an ESF-Mitteln stehen bereit.

Acht Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) stehen zur Verfügung, um die Kompetenzen der Arbeitskräfte in Südtirol durch berufliche Weiterbildung zu stärken. Um die ESF-Mittel können sich Weiterbildungseinrichtungen, Unternehmen, Unternehmensnetzwerke und Konsortien bewerben, die berufliche Weiterbildung organisieren und anbieten. Noch bis zum 9. Oktober 2020 können sie ihre Vorschläge zu Bildungsprojekten für das Jahr 2020/21 im Rahmen des achten Aufrufs der einreichen.

Die Landesregierung hat gestern (9. Juni) den Aufruf zur Projekteinreichung im Lichte der durch die Covid-19-Pandemie verursachten Veränderungen in Wirtschaft und Arbeitsmarkt unter die Lupe genommen und als hilfreiches Instrument bezeichnet. Von einer „wichtigen und konkreten sozioökonomischen Hilfsmaßnahme“ spricht auch die für Europaagenden zuständige Abteilungsdirektorin Martha Gärber.

Im Rahmen des noch bis Oktober offenen Aufrufs können Projektvorschläge eingereicht werden, die sowohl betriebliche, als auch überbetriebliche Vorhaben zum Gegenstand haben. Die Maßnahmen müssen in eine oder mehrere Kursfolgen unterteilt sein und auf die Weiterbildung, Spezialisierung und Neuqualifizierung der Arbeitnehmenden abzielen. Die Projekte können auf die Internationalisierung oder die Innovation des Unternehmens abzielen. Dabei kann es sowohl um technologische, als auch um die organisatorische Aspekte gehen. Auch die Verbesserung oder Beibehaltung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens oder der Qualität der Produktion sowie die Beibehaltung der
Beschäftigungsperspektiven können Inhalte förderwürdiger Fortbildungsprojekte sein, ebenso wie Maßnahmen gegen den Bedeutungsverlust von Unternehmen oder die Veralterung von Qualifikationen.

Weitere Informationen finden sich auf den Landeswebseiten zu Europa (http://www.provinz.bz.it/politik-recht-aussenbeziehungen/europa/eu-foerderungen/ausschreibungen-und-aufrufe.asp).

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • summer

    Vergesst diese Millionen, von denen konkret Betriebe nichts haben.
    Wenn ich mir denke, dass ein Bildungshaus ESF-Beiträge einstreicht für einen Kurs Ausbildung zum Vitalmasseur und zugleich eine Kirsgebühr von 2.500€ von den TeilnehmerInnen verlangt, dann soll sich hier mal jemand die Frage stellen, was hier noch Sozial sein soll, außer dass ein einziger Betrieb absahnt. Und dann schaue man sich an, woher die Referenrinnen kommen, dann erlebt man den nächsten Schock: beinahe alle aus D und A, so als ob in Südtirol keine Experten vorhanden wären. Soviel zu regional und regionaler Wertschöpfung.
    Eine Schande, denn solche Bildungshäuser werden auch üppig vom Land gefördert und haben 75% ausländische Referenten.

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