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„Beschämend und herabwürdigend“

Ulrike Oberhammer

Der Landesbeirat für Chancengleichheit spricht sich für mehr Solidarität gegenüber Frauen in der Politik und in der Öffentlichkeit aus.

Der Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen drückt der Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, die einmal mehr Opfer von anonymen Beleidigungen in einem wirklich beschämenden Schreiben geworden ist, seine volle Solidarität aus und verurteilt den Angriff auf das Schärfste. Das teilte der Landesbeirat am Freitag in einer Aussendung mit.

Beschimpfungen, auch in den sozialen Medien, haben in den letzten Jahren in erschreckender Art und Weise zugenommen. Frauen sind davon besonders häufig betroffen und das umso mehr, wenn sie in der Öffentlichkeit stehen. Gerade Politikerinnen werden mit regelrechten Shit Storms überflutet, mit sexistische Äußerungen herabgewürdigt und persönlich angegriffen. Diese leidvolle Erfahrung müssen viele Frauen machen, auch in Südtirol. Dies ist beschämend und kann nicht einfach hingenommen werden. Vor einigen Tagen wurde die Landtagsabgeordnete Brigitte Foppa einmal mehr Opfer von anonymen Beleidigungen in einem wirklich beschämenden Schreiben.

Meinungsfreiheit ist in unserer Gesellschaft ein hohes Gut und jeder soll das Recht haben, seine Sorgen und Ängste mitzuteilen. Doch persönliche Beleidigungen haben weder mit freier Meinungsäußerung, noch mit sachlicher Kritik etwas zu tun und dienen lediglich dazu, Frauen den Mund zu verbieten. Die Folgen sind für alle, nicht nur für die betroffenen Frauen, verheerend.

„Frauen in der Politik werden wiederholt wegen ihres Aussehens angegriffen, auch mittels Hasskampagnen in den sozialen Medien. Das ist ein Fakt, der Männern fast nie wiederfährt. Es geht um den respektvollen Umgang mit Frauen in Verantwortungspositionen. Über diese Geringschätzung muss öffentlich diskutiert werden,“ betont die Präsidentin des Landesbeirates für Chancengleichheit Ulrike Oberhammer.

„Unsere ganze Solidarität gilt der Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa und den Frauen in der Politik, die mit Mut und Engagement ihren Weg gehen und sich von den Anfeindungen gegen sie nicht abschrecken.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (13)

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  • criticus

    „Unsere ganze Solidarität gilt der Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa und den Frauen in der Politik, die mit Mut und Engagement ihren Weg gehen und sich von den Anfeindungen gegen sie nicht abschrecken.“
    Finde ich sehr gut Frau Oberhammer, der Brief an Frau Foppa ist aufs schärfste zu verurteilen.
    Eine Bitte Frau Oberhammer, könnten Sie Frau Jasmin Ladurner mitteilen, ob Sie sich für ihr Verhalten am Anfang der Corona-Krise entschuldigen könnte? Evtl. bei der nächsten Landtagssitzung beim Landtagspräsident?

  • flottebiene

    Was bringt eine Entschuldigung von Frau Ladurner im Landtag??? Eher sollte sie sich bei allen entschuldigen, die unermüdlich im Krankenhaus,Supermarkt gearbeitet haben…
    Ansonsten finde ich solche Beschimpfungen und Anfeindungen unterstes Niveau…

  • olle3xgscheid

    ALLE hobm net unermüdlich im Krankenhaus georbeitet, wohin gegen die im Supermarkt schon!!!

  • flottebiene

    Sie hom sich Olle mehr ausgsetzt wie Olle ondon im Home Office….
    Obo des isch ba den Artikel is folsche Thema

  • olle3xgscheid

    [email protected] haben wir uns, und trotzdem haben nicht ALLE gearbeitet, und ja falsches Thema!

  • goggile

    ABSCHAFFEN ! NICHT MIT MEIN STEUERGELD !

  • josef.t

    Bei anderen Kulturen, weiß es so mancher „Hl. Südtiroler“ zu
    kritisieren, wie mit Frauen umgeht, im eigenen Land wird es
    aber meist übersehen ?

  • watschi

    männliche politiker werden auch wegen ihres aussehens beleidigt, nur ist es denen wurscht. denkt an trump, renzi, achhammer, berlusconi usw. besser mit humor nehmen, so wie das fette gehalt und die vielen privilegien

  • summer

    Wie viel verdient die Dame in dieser Funktion monatlich für gefühlte einmal alle zwei Monate gemachten Presse-Aussendungen?
    Nicht zu vergessen, dass sie ja als Angestellte einer bekannten Anwaltskanzlei ja eigentlich einen Hauptjob hat, und diese Funktion ja ein schönes Zubrot darstellt.

  • ei-ei-zwei

    Ihr ganzen Frauen, habt Ihr es wirklich notwendig immer und immer wieder auf Eure anscheinende Ungleichbehandlung hinzuweisen? Ich habe viel mehr den Eindruck, Ihr habt die Oberhand bekommen bzw. erwirkt, da die Männer kompromissbereit geworden sind. Dies finde ich auch nicht schlecht. Aber Frau Oberhammer braucht anscheinend undbedingt die Daseinsberechtigung in Ihrer Funktion. Und Schwarze Schafe wird es imnmer geben hüben und drüben.

  • leser

    Liebe oberhammer
    Kandiduerst du wieder zu den nächsten landtagswahlen?dann musst du dir bessere themen suchen
    Ansonsten wäre es auch nicht schlecht wenn du mal vernūnftig arbeiten gehst wue sehr viele frauen es tun die deinen hetzkampanien wenig aufmerksamkeit geben
    Liebe oberhammer due meusten männer sind gut zu ihren frauen due sie in ihrem leben brauchen und das ist gut so

  • bernhart

    Jeder wie es sich verdient,
    Frau Oberhammer hören sie endlich auf mit Ihren Forderungen.
    Personen werden immer kritisiert werden, ob es Ihnen passt oder nicht.
    Frauen werden nicht unterm Wert behandelt, das glauben nur sie und versuchten es allen einzutrichtern.
    Bei jeder Person gehört auch äusserliche Pflege dazu Haare, Kleidung usw, leider ist das nicht immer gegeben.

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