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Architekt Theodor Fischer

Mitterer, LR Alfreider, Scheidle und BM Rösch. (Foto: LPA)

Der architektonisch kulturelle Stellenwert Fischers als Schlüsselfigur für die neue Architektur nach 1900 soll für die gegenwärtige Architekturwelt neu erschlossen werden: Dies ist das Ziel der grenzüberschreitenden Ausstellung „Theodor Fischer in Tirol. Architekt der Zeitenwende. (1862-1938)“  im Bahnhof von Meran .

Neben der Organisatorin Wittfrida Mitterer vom Kuratorium für Technische Kulturgüter und dem Kurator Horsch Hambrusch haben Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, Merans Bürgermeister Paul Rösch und der Präsident des Kuratoriums Arthur Scheidlean der Eröffnung teilgenommen, die live im Internet gestreamt wurde. Der Präsident der Bahnimmobilien von Ferrovie dello Stato Carlo de Vito und der Ministerialrat des Bundeskanzleramtes von Wien Bruno Maldoner haben die Eröffnung im Internet live mitverfolgt und kommentiert.

Kultur, Tourismus und Mobilität kombinieren

Mobilitätslandesrat Alfreider sagte bei der Eröffnung: „Während wir beim Bau von Bahnhöfen heute vor allem auf Funktionalität für die täglich tausenden Pendler setzen, galt der Fokus zu früheren Zeiten vor allem dem Komfort für Bahnreisende.“ Der Bahnhofsbau von Meran drücke dies architektonisch eindrucksvoll aus. „Heute, wo wir auch touristisch wieder vermehrt auf die Bahn setzen, erhält diese architektonische Zielsetzung wieder eine besondere Bedeutung“. Der Bahnhof bekomme neue Aufenthaltsqualitäten durch kulturelle Initiativen. Gerade die Ausstellung sei ein gelungenes und sehr eindrucksvolles Beispiel des Zusammenspiels von Tourismus, Kultur und Mobilität, unterstrich Alfreider.

Beispiele aus Lana und Hall in Tirol

Am Beispiel der beiden öffentlichen Bauten der Post in Hall in Tirol und der Knabenschule in Lana, Südtirol, werden Arbeitsweise und Planungsmethodik von Theodor Fischer umfassend dokumentiert. Die Bauten sind Teil der historischen Stadtlandschaft von Hall und der durchgrünten Straßenräume der Marktgemeinde Lana. Die Initiative ist laut den Organisatoren eine längst fällige Hommage Tirols an Fischer und ermöglicht eine direkte Begegnung mit einem der einflussreichsten Architekten, Stadtplaner und Hochschullehrer Deutschlands von der Jahrhundertwende bis zum Ersten Weltkrieg.

Schautafeln und Katalog – Mehrere Stationen

Das Planmaterial auf 30 Schautafeln im Großformat wird durch einen Ausstellungskatalog im Detail ergänzt. Die Ausstellung wird bis zum 31. Dezember 2020 im Bahnhof von Meran zu sehen sein. Weitere Etappen der Ausstellung sind 2021 das Archiv für Baukunst FI der Universität Innsbruck, die Galerie Engl in Hall in Tirol und die Technische Universität München. Passend zur Ausstellung wurde auch ein umfangreicher Katalog publiziert.

Einige institutionelle Partner der Ausstellung sind die Abteilung Kultur des Österreichischen Bundeskanzleramtes, das Land Südtirol, die Marktgemeinde Lana, die Eisenbahngesellschaften RFI und Ferrovie dello Stato (FS) sowie die Stadt Hall in Tirol.

„Bewährtes bewahren ohne sich Neuem zu verschließen“: Nach diesem Motto hat Fischer den neuen Standort des Bahnhofs in Meran festgelegt. Mit Blick in die Zukunft wird der Bahnhof in Meran zu einem authentischen Ausstellungsort.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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