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Ein Geschenk

Rai Play schenkt uns gerade 8 Filme in 8 Wochen, darunter 4 Neuerscheinungen, die es nicht mehr ins Kino geschafft haben.

von Renate Mumelter

„Schön wär’s“, „magari“, sagt die neunjährige Alma am Ende der Geschichte zu sich selbst, als es fast so aussieht als würde ein Traum in Erfüllung gehen. „Magari“, Film 1 der Reihe #IlCinemaNonSiFerma von Rai Play, ist am 21. Mai gestartet. 

Alma hat zwei ältere Brüder, Jean und Sebastiano. Die Eltern sind getrennt, die Kinder leben mit der Mutter und ihrem neuen Lebensgefährten in Paris. Der Vater lebt als Drehbuchautor in Rom und versucht, den Durchbruch zu schaffen. Er hat eine heimliche Geliebte. 

Die Kinder verbringen den Jahreswechsel bei ihrem Vater in Sabaudia. Das war nicht geplant. Die Schwangerschaft der Mutter machte es nötig. Das ist der Rahmen, in dem sich Regisseurin und Drehbuchautorin Ginevra Elkann bewegt. Es geht um Zwischenmenschliches, vor allem aber um die Kinder.

Elkann beschreibt die innere Erlebniswelt ihrer Kindheit. Sie habe sich intensiv mit ihrem kindlichen Erleben auseinandergesetzt, um ihren eigenen Weg gehen zu können. Autobiografisch sei der Film keineswegs, betont die Enkelin von Gianni Agnelli. Ginevra Elkann besuchte die London Film School, wurde Filmproduzentin, Drehbuchautorin, Regisseurin. „Magari“ ist ihr erster Spielfilm, und mit dem Film beweist sie, dass sie es kann. Sie hat drei Kinder und lebt in London. 

Dass die Regisseurin von Kindern etwas versteht, zeigt sich an ihrer Inszenierung. Die drei Filmgeschwister Alma, Jean und Sebastiano überzeugen. Unterstützt werden sie von Riccardo Scamarcio, der als ziemlich unerwachsener Vater verwundert. An seiner Seite Alba Rohrwacher als Geliebte. 

„Magari“ eröffnete 2019 das Filmfestival in Locarno, in die Kinos schaffte er es pandemiebedingt nicht mehr. Schade, denn „Magari“ ist unterhaltsam, traurig, abwechslungsreich und aufschlussreich, er lebt von der feinfühligen Geschichte, der Leichtigkeit, mit der Ernstes erzählt wird. Das hat auch mit der Stimmung am Set zu tun. Mehr darüber gibt es in den Extras zum Film.  

#IlCinemaNonSiFerma

Im Rahmen dieser Initiative zeigt Rai Play weitere 7 Filme. Derzeit ist auch „Bar Giuseppe“ von Giulio Base zu sehen, am 4. Juni startet „La rivincita“ von Leo Muscato, am 11. Juni folgt „Abbi fede“ von Giorgio Pasotti (war als „Alles wird gut“ bereits in Bozen), am 18. Juni „Lontano, lontano“ von Gianni Di Gregorio, am 25. Juni „Ötzi e il  mistero del tempo“ (in Bozen gedreht), am 2. Juli „Dafne“ von Federico Bondi und am 9. Juli “Un giorno all’improvviso“ von Ciro D’Emilio, war 2019 beim BFFB.

„Magari“ (I, F 2019), 100. Min., Regie: Ginevra Elkann, mit Alba Rohrwacher, Riccardo Scamarcio. Bewertung: unterhaltsam, traurig, abwechslungsreich und aufschlussreich

https://www.raiplay.it/programmi/magari

https://www.raiplay.it/programmi/magari/extra/extra

https://www.raiplay.it/programmi/bargiuseppe

https://www.raiplay.it/programmi/bargiuseppe/extra/extra

Interview mit Ginevra Elkann

https://www.corriere.it/sette/incontri/20_marzo_06/ginevra-elkann-il-mio-film-autobiografico-cosi-siamo-cresciuti-casa-agnelli-3e5e8c24-5e27-11ea-8e26-25d9a5210d01.shtml.

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