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Gelockerte Spielregeln

Die Landesregierung lockert die Bestimmungen für Gastronomie und Friseure. Die Touristen sollen getestet werden.

von Matthias Kofler 

„Mit unserem Landesgesetz wollten wir ganz sicher starten, als erste in Italien“, sagt LH Arno Kompatscher. Gestern hat die Landesregierung erste Lockerungen an den Corona-Bestimmungen vorgenommen, die ab sofort gültig sind.

So dürfen Musikkapellen und Chöre jetzt wieder proben. Dabei kommt die 1/10-Regel zur Anwendung, es muss also im Proberaum pro Person zehn Quadratmeter Fläche bereitstehen. Die Instrumente müssen daheim gereinigt und desinfiziert werden.

Unter Einhaltung strenger Regeln sind kulturelle Tätigkeiten wie Bühnendarbietungen, Filmvorführungen und Aufführungen vor Publikum ab jetzt möglich. Bei der Besetzung der Stühle muss darauf geachtet werden, dass zwischen den Personen, die Mund-Nasen-Schutz tragen, mindestens ein Meter Abstand eingehalten wird. Wenn die Personen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, muss ein stabiler Abstand von zwei Metern gegeben sein. Der Mindestabstand von einem Meter darf nur unterschritten werden, wenn geeignete Trennwände zwischen den Personen installiert wurden.

In der Gastronomie müssen Servierkräfte nicht mehr Masken des Typs FFP2 tragen, es reichen chirurgische Masken.

Eine Anpassung gibt es auch zu den Abständen in der Gastronomie. Tische müssen so stehen, dass frontal gegenübersitzende Personen 1,5 Meter Abstand (bisher zwei Meter) voneinander halten. Hingegen in alle Richtungen muss ein Abstand von einem Meter zwischen den Personen gewährleistet sein. Die Landesregierung hat grundsätzlich unterstrichen, dass die Abstandsregel in der Gastronomie eine spezifische Regel nur für diesen Bereich ist, während allgemein die Regel gilt: zwei Meter Abstand oder Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Bei Berufen der Körperpflege muss in Zukunft nicht mehr eine Maske des Typs FFP2 verwendet werden, aber es muss zumindest eine chirurgische Maske mit Gesichtsvisier verwendet werden. Personal und Kunden müssen sich vor und nach der Leistungserbringung die Hände desinfizieren.

Im Handel muss der Betreiber Einweghandschuhe für die Kunden bereitstellen. Die Kunden müssen beim Ein- und Ausgang des Geschäfts die Hände desinfizieren.

In den Beherbergungsbetrieben müssen künftig die Mitarbeiter getestet werden, bevor sie ihren Dienst aufnehmen. Das Land will zudem jenen Betrieben mit Rat zur Seite stehen, die ihre Gäste testen wollen. Die Tests sind freiwilliger Natur und müssen entweder vom Betrieb oder von den Gästen bezahlt werden. Der LH spricht von einer „guten Botschaft für potentielle Gäste“.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (26)

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  • besserwisser

    zulassen ist das beste. den gästen kann kein wohlfühlerlebnis angeboten werden!
    am sonntag hat uns der kellner gesagt dass er 20 von den guten masken für teures geld gekauft hat, die handschuhe sind umsonst weil er es nicht aushaltet damit. heute kann er alles wegwerfen. im meran wurde anders kontrolliert als in schenna!
    morgen kaufen wir die geräte um zu testen, übermorgen ist wieder alles anders weil die theoretiker von der brennerstrasse sich wieder mal gegenseitig übertrumpfen müssen mir ihren ideen….

  • tiroler

    Alles ein theater. Hat sich das virus geändert, dass jetzt 1,5 meter abstand genügen? Oder war es zuerst schikane mit den 2 metern? Sehr komisch.
    Dann müssen musikinstrumente zuhause desinfiziert werden. Was hat das für einen sinn wenn sie immer von der selben person benützt werden?
    Die Italiener sind nicht Herr der Lage.
    Von unseren Politikern hätte ich mir mehr Hausverstand erwartet.
    Hoteliers die schlau sind und nicht verluste machen und strafen kassieren wollen, lassen den betrieb heuer gänzlich geschlossen

    • keineahnung

      sehr geehrter Herr Tiroler
      der Umgang mit dem Virus Sars-Cov-2 darf nicht vom Hausverstand bestimmt werden, sondern von Erkenntnissen auf wissenschaftlicher Basis.
      Ein Betrieb wie ein Hotel hat variable (also z.B. vom Umsatz abhängige) Kosten und Fixkosten. Bei geschlossenem Haus fallen die Fixkosten weiterhin an und müssen getragen werden.
      Ein schlauer Hotelier wird sich ausrechnen, ab welcher Belegung die Aufnahme des Betriebes machbar ist und wird sich Aktionen einfallen lassen mindestens diese Belegung zu erreichen.
      Volkswirtschaftlich gesehen ist ein geschlossener Betrieb ohnehin ein Desaster, sowohl für die Arbeitskräfte als auch für die Zulieferbetriebe.
      Haben Sie, geschätzter Herr Tiroler, solche Überlegungen schon mal angestellt?
      Offensichtlich nein.

  • watschi

    das war das eigentliche problem in der ganzen krise. dauern wurde angeschafft und wieder abgeschafft, veràndert und doch wieder angewand. und das jede region fùr sich, sodass sich am ende die wenigestens auskennten was man nun darf oder was nicht. viele schaffen sich verschiedenes teures sicherheitsmaterial an, das dann schon in kùrzester zeit wieder als unnùtz abgeschafft wird. und so geht es scheinbar weiter. was heute gesetz ist, ist morgen wieder keines.

  • n.g.

    Das beweist doch nur das die Regeln vor ner Woche schon Unsinn waren und jetzt immer noch sind denn es wird nicht so lange dauern bis die nächsten Lockerungen kommen. Was hat sich von vor 7 Tagen verändert, im Grunde nichts…oder DOCH… da haben die Leute Schutz gefordert und ihn bekommen. Jetzt wollen sie Lockerung, bekommen sie auch! Das System wird ad absurdum geführt… absurd war das Ganze ja!

  • n.g.

    Noch lustiger find ich den Umstand das die Politik bzw. die meisten Leute denken es wäre jetzt langsam alles unter Kontrolle. Das böse Virus in Europa fast besiegt *grins* das alles noch in Rekordzeit! Wenns nicht schlimm wäre, müsste man sich fast eine zweite Welle wünschen. Nur um zu zeigen das wir nicht die Körnung der Schöpfung sind und glauben sollten wir könnten alles verhindern.
    Wir impfen dich gegen Influenza, alle paar Jahre kommen neue Stämme und das Virus mutiert… wir haben doch Antibiotika die wir an Tiere verfüttern und was haben wir erzeugt, multiresistente Keime…
    jo, wir haben alles im Griff!

    • yannis

      >>>>>wir haben doch Antibiotika die wir an Tiere verfüttern und was haben wir erzeugt, multiresistente Keime…
      jo, wir haben alles im Griff!

      sehr gut gesagt ! aber ist wohl niemanden bewusst und wenn doch…. Augen zu und durch…..

      • keineahnung

        multiresistente Bakterien entstehen in den Krankenhäusern durch übermäßigen Einsatz von Antibiotika.
        Da kann der Teirarzt und die Kuh nichts dafür.

        • lillli80

          @leineahnung: Die kuh kann nichts dafür. Da gebe ich dir recht. Bei den anderen bin ich mir nicht so sicher.

        • n.g.

          Dann informier dich mal! In jedem Fleisch sind Antibiotika zu finden. Also, das man das nich nicht weiß…!
          Es gibt zur Zeit von 12 Antibiotika nur noch 2 die gegen solche Keime wirken hnd eines davkn wird in Deutschland an Hühner verfüttert und jndem du die isst wierden die auch nicht mehr…. Selbst im Wasser, im Boden, durch den Tierkod sind sie zu finden. Natürlich wurde zu viel verschrieben aber das war nur das kleine Übel. Multiresistente Keime fundest du überall, nicht nur in Kliniken! Lesen lesen lesen, bevor du hier Unsinn schreibst!

  • n.g.

    Man gehe durch irgend eine Flaniermeile, stelle sich an die gut gefüllten Terassen und fragt nach wer da zusammen gehöhrt. Natürlich beim Essen und Trinken ohne Masken… na dann viel Spaß!
    90% glauben das die Masnahmen relativ gut eingehalten werden. Sie irren… Selbst ich, der gegen viele solcher Regeln ist, mache dann mehrmals am Tag drauf aufmerksam das es so nicht geht und man wird verwundert angeguckt… Die meisten haben es nicht mal verstanden!

  • schwarzesschaf

    Und keine sau kennt sich mehr aus, da nie genau geschrieben wird was sache ist. Was ist nun chirugusche maske un viesier oder nur visier oder nur maske.

    • nix.nuis

      Visier ist der größte Käse, den es gibt.
      Wenn ein Kellner damit meinen Teller Spaghetti an den Tisch bringt, wird seine gesamte Ausatmung direkt auf den Teller Spaghetti gelenkt!
      Wenn er nicht mal eine Maske tragen würde, wäre mein Teller Spaghetti insgesamt weniger seiner Ausatmung ausgesetzt!

    • keineahnung

      Es ist ganz einfach:
      nicht das lesen was die Presse schreibt oder die Nachrichten vermelden, sondern ganz einfach die Gesetze und Verordnungen studieren; dann kennt man sich, bis auf ein paar Unklarheiten und Widersprüche, aus und kann sich entsprechend verhalten.
      Anlage A zum Landesgesetz 4/2020:
      5. Als Schutz der Atemwege werden chirurgische Masken verwendet oder als Alternative auch waschbare und wiederverwendbare Stoffmasken, auch selbst hergestellte, welche, korrekt getragen, das Bedecken von Mund und Nase sicherstellen. Die Masken müssen alle ohne Ventil sein. Schutzvisiere bieten nur in Kombination mit den in diesem Absatz genannten Mund- und Nasen-Bedeckungen ausreichend Schutz.
      Immer noch nicht alles klar?

      • nix.nuis

        Dann sollte man die Visier-Typen darauf hinweisen, dass sie darunter auch gefälligst eine Maske zu tragen haben.
        Sie werden sich freundlich bedanken, die Gelder für die Anschaffung der Visiere in den Sand gesetzt zu haben…

      • n.g.

        Warum sagt dann ein Virologe im TV das die Maske eigentlich nur das niesen und Husten in die Armbeuge ersetzt da selbstgemachte Masken oder chirurgische erstens Viren ohnehin durch lassen, da zu klein und inzwischen weiss man das sie auch durch Aerosole übertragen werden… da kannst du tragen was du willst, nützt gar nichts!

  • hansi

    Es wären klare Vorschriften angebracht und nicht alles alle 24 stunden ab absurdum führen – die Leute haben die Nase voll – un dies auch zu recht – wie lange alles noch weiter ruhig bleibt bei so einem Theater, darüber bin ich gespannt, es brodelt und das Chaos ist größer als zu Beginn der Pandemie

    • lillli80

      Naja. Wenn sie vor ein paar tagen die regeln gelockert hätten, dann hätten sie ihr gesicht verloren (haben sie so eigentlich auch). Und ein bisschen macht es sicher auch spass den bürger wie eine marionette zu behandeln…sie ziehen am faden und der gemeine südtiroler hebt die hand zum ******gruss…tolles spiel.

  • prof

    Am sichersten wäre es wie Vittorio Sgarbi bei seinen Besuch in Bozen gesagt ,“Coprirsi la testa con un preservativo“

  • george

    Wer bringt das größere Durcheinander hinein als genau ihr alle hier (jedenfalls die meisten). Ihr schreibt alles durcheinander und schimpft gleichzeitig gegen alles. Zieht euch doch selber bei den Ohren!

    • nix.nuis

      müssen wir nicht, das machst schon du – der meint die weisheit mit dem großen schöpflöffel vom grünen oberhirten persönlich empfangen zu haben und damit den auftrag hier alle normalen erdenbürger missionieren zu müssen

  • n.g.

    Sollten mir die Kommentare was sagen? Ist noch Lockdown? Wissen die Leute nichts mit sich anzufangen ausser ihre unerschöpflichen Phantasie freien lauf zu lassen?

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