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Mit einem Bein im Himmel

In Maria Weißenstein hat Bischof Ivo Muser am Sonntag einen Freiluft-Gottesdienst zum Hochfest Christi Himmelfahrt gefeiert.

In seiner Predigt sagte der Bischof: „Christi Himmelfahrt bedeutet uns: Mensch, dein Leben hat Ewigkeitswert! Unsere Zukunft steht nicht in den Sternen. Wir sind geschaffen für den Himmel.“

Christi Himmelfahrt gehört zu den ältesten Festtagen des Kirchenjahres.

Heuer hatte dieses Hochfest eine besondere Bedeutung: Erstmals seit Anfang März konnten heute, an Christi Himmelfahrt, wieder öffentliche Sonntagsgottesdienste gefeiert werden. Bischof Ivo Muser zelebrierte die Heilige Messe in Maria Weißenstein – im Freien.

Bei seiner Predigt sagte der Bischof: „Christi Himmelfahrt bedeutet für uns: Mensch, dein Leben hat Ewigkeitswert! Menschliches Leben, menschliche Erfahrungen, menschliches Hoffen, Suchen, Ringen, Fragen und Leiden und sogar menschliches Sterben bekommen durch Christus, den Gekreuzigten und Auferstandenen, eine Perspektive und ein Ziel. Wir sind nicht einfach in diese Welt Geworfene und zu diesem Leben Verurteilte. Über unserem Leben steht kein grausames und anonymes Schicksal; unsere Zukunft steht nicht in den Sternen; der Zug unseres Lebens fährt nicht auf ein dunkles Nirgendwo zu. Wir sind geschaffen für den Himmel! Lassen wir uns von niemandem einreden, dass diese Welt mit all ihren Schönheiten, Aufgaben, Angeboten und Werten schon die letzte Bestimmung des Menschen sein kann. Wir brauchen mehr, weil wir mehr sind!“

Christi Himmelfahrt, sagte der Bischof, gebe uns aber mit diesem Blick zum Himmel auch einen Auftrag für diese unsere Erde: „Der Blick zum Himmel will uns zu Zeugen machen – Zeugen und Zeuginnen für den Himmel, mitten in dieser Welt! Wer mit dem Blick zum Himmel lebt, für den relativieren sich viele Dinge. Relativieren heißt: in Beziehung bringen. Erfolg, Besitz, Karriere, aber auch Gesundheit, langes Leben oder menschliche Freundschaft sind nicht „absolute“ Werte. Dieser Blick macht gelassener, realistischer und nimmt auch die Angst, etwas zu versäumen und zu kurz zu kommen. Das wirklich Große und Entscheidende kommt erst!“

Abschließend gab der Bischof den Gläubigen als Segenswunsch ein Wort des begnadeten Jugendseelsorgers Johannes Bosco mit auf den Weg: „Mit dem Herzen im Himmel und mit den Füßen auf dieser Erde.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • summer

    Die Geschichte vom „Hans guck in die Luft“ kennen wir alle, letztlich stürzte er ab.

    Wer mit dem Blick in dem Himmel rumläuft, dürfte wohl recht hochnäsig sein, nicht wahr, Herr Muser?

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