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Hilfen für Landwirte

Arnold Schuler

Die Landesregierung hat am Dienstag die Kriterien für die Covid-19-Förderung für die Landwirtschaft genehmigt.

Die Landwirtschaft hat auch in der Zeit des Notstands immer gearbeitet, um die Grundversorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln weiter zu garantieren.

„Dennoch gibt es auch dort Bereiche, die hart von der Corona-Krise getroffen wurden“, erklärt Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler. Für die Betriebe, die Urlaub auf dem Bauernhofanbieten, die in der Direktvermarktung tätig sind oder für die Gärtnereien etwa sei es nötig, unterstützende Maßnahmen zu ergreifen.

Diese Bereiche sind es auch, die um Zuschüsse laut Beschluss der Landesregierung zu den Covid-19-Förderkriterien für die Landwirtschaft ansuchen können.

Für UaB-Betriebe, Direktvermarkter und Gärtnereien

Voraussetzung dafür ist, dass sie im Landesverzeichnis der landwirtschaftlichen Unternehmen (LAFIS) eingetragen sind und die landwirtschaftliche oder damit verbundene Tätigkeit vor dem 23. Februar 2020 aufgenommen haben. Die Unternehmen dürfen im Jahr der letzten verfügbaren Steuererklärung maximal 50.000 Euro besteuerbares Gesamteinkommen erzielt haben  und einen Gesamtumsatz von maximal 200.000 Euro im Jahr aufweisen (für Gärtnereien sind es maximal 400.000 Euro).

Ansuchen können UaB-Betriebe und Direktvermarkter, die aus den betroffenen Tätigkeiten im Jahr 2019 einen Mindestumsatz von 10.000 Euro und Gärtnereien, die einen solchen von mindestens 20.000 Euro vorweisen können, wobei der in diesen Bereichen erzielte Umsatz mindestens 20 Prozent des Gesamtumsatzes 2019 ausmachen muss. Falls die Betriebe in diesen Bereichen im Jahr 2020 einen Umsatzrückgang verzeichnen, der mindestens 20 Prozent bezogen auf den Umsatz 2019 ausmacht, können sie die Förderung beanspruchen.

Sind diese Voraussetzungen gegeben, können Urlaub-auf-dem-Bauernhof-Betriebe und Direktvermarktungsbetriebe, die ihre Tätigkeit vor dem 1. Jänner 2019 begonnen haben, um einen Beitrag von 5.000 Euro und Gärtnereien um einen Beitrag von 10.000 Euro ansuchen. Betriebe, die ihre Tätigkeit nach dem 1. Jänner 2019 aufgenommen haben, erhalten 3.000 Euro, und zwar ohne den Mindestumsatz von 10.000 Euro und den Umsatzrückgang von 20 Prozent nachweisen zu müssen, aber nur sofern sie bis zum 23. Februar 2020 einen Mindestumsatz von 6.000 Euro im Krisenbereich erzielt haben.

„Es geht zunächst darum, für die Liquidität der Betriebe zu sorgen. In einem zweiten Schritt werden wir dann weitere Unterstützungsmaßnahmen setzen“, unterstreicht Landesrat Schuler.

Ansuchen innerhalb 30. September 2020

Der Dienst „Covid-19 – Zuschüsse an landwirtschaftliche Unternehmen“ ist in Kürze auf dem #NeustartSüdtirol-Portal des Landes zu finden. Die Anträge sind bis 30. September 2020 ausschließlich online einzureichen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (14)

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  • flottebiene

    Natürlich werden unsere Bauern unterstützt! Kriegen ja sonst zu wenig…. Ansuchen bis September!!!!
    Wie wäre es wenn sie die Ansuchen für den Babysitterbonus vereinfachen würden….da wäre mal Allen anderen ausser Bauern, Hotels U.Politikern geholfen….
    Aber die gehören nicht in ihre Wählergunst….u.es interessiert ja niemanden (während der ganzen Krise wurden Familien im Regen stehen gelassen)

  • freitag

    Bauern brauchen dringenst die Unterstützung um ausländisches Personal mit Privatjets einzufliegen. Wo kämen wir den hin?

  • jennewein

    frage herr schuler
    habe trotz corona arbeiten dürfen hatte aber einige mehrausgaben,masken handschuhe zu fuss zur arbeit früher aufstehen kann ich da auch bitte um einen landesbeitrag ansuchen.ich bin nicht mehr liquid und sollte unbedingt ein neues auto und einen neuen traktor haben der nachbar hat ja auch einen.?

    • ostern

      @jennewein
      …………und weniger Steuern zahlen, wie
      die Südtiroler Bauern.

      • wolweg

        @ostern
        Sagt ein öffentlich Bediensteter, dessen Gehalt zu 100% vom Steuerzahler kommt! Müsstest du von deiner Produktivität leben, du würdest verhungern.

        • ostern

          @wolweg
          Keine Angst ich verhungere nicht. Habe über 40 Jahre Steuern gezahlt.
          Habe in einem Monat mehr Steuern bezahlt als ein Bauer in 15 Jahre
          (gutstehender Bauer). Sag mir welche Steuern die Bauern zahlen und
          was sie an Beiträge bekommen. Lass diese Kommentare , du bist
          auf dem Holzweg. Die einzigen die in der CORONA – Krise immer
          gearbeitet haben sind die Bauern solltest du es nicht wissen.

          • wolweg

            @weihnachten
            Hättest du den obigen Artikel gelesen, hättest du verstanden, dass die normalen Bauern NICHTS kriegen, weil sie ja immer gearbeitet haben. Nur die Bäuerin mit UaB und die Gärtner kriegen etwas, da sie nicht arbeiten konnten. Bist du jetzt glücklich?
            Bauern zahlen Steuern, entweder im Normalsystem wie jeder andere Unternehmer oder im Pauschalsystem wie auch viele andere Kleinunternehmer in ganz Italien. Natürlich zahlen die meisten Bauern keine oder wenig Steuern, da wir in Südtirol 80% furzkleine Betriebe haben. Weitere Info im Abendkurs Steuersysteme an der Volkshochschule. Bist du jetzt glücklich?

  • hansi

    Hier kommt aber unser Bauernlandtag zum Tragen – gibt es nur Bauern in unserem land? – geht es nur denen schlecht? (schelmisch hinterfrgan) – mir scheint unser Landtag kommt wie es bei uns so schön heisst „ob die Petschlan runter“ – Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Rentner, usw…….gibts in unserem Land wohl nicht – kauf mir a a por Meter Grund und meld mich bei der Bauernkaste – denn bist a Bauer do bist was sonst bist lai a Trottel und wirst ausgesaugt bzgl Abgaben u. Steuern, damit andern und vorwiegend Bauern u. sonstigen Nixnutzen wieder in Rachen werfen können ……… zum Ärgern u. zum Schämen – einziger Trost i bin xsund

  • oltr

    Frage, wos fiar an umsotzrueckgang hot a bauer im Winter, Frühjahr? Konnr nimmer skifohrn odr in die karibik fliagn? Scheint das die provinz /region genuag stuirgeldr zum verpulfern hot. In an jahrl schuagn mr wos obgeat.

  • wurzelsepp

    Wo kann ich einen Beitrag fuer das Kerosin meines landwirtschaftlichen Privatjets beantragen? Bin Winzer und schwer von der Krise getroffen…

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