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„Tourismus ist am Boden“

Dieter Steger (Foto: Samantha Zucchi Insidefoto

SVP-Senator Dieter Steger hat umfangreiche finanzielle Mittel und einen Plan für die Sofortaufnahme der Aktivitäten im Tourismus gefordert.

für den Tourismus „Der Tourismus ist am Boden. Wenn er nicht ein weiteres Opfer von Covid 19 werden soll, brauchen wir umfangreiche finanzielle Mittel und einen Plan für eine sofortige Wiederaufnahme der Aktivitäten in diesem wichtigen Sektor“, so SVP-Senator und Vizepräsident der Autonomiegruppe Dieter Steger, im Senat bei der Anhörung von Minister Franceschini.

„Die Bedeutung des Tourismus liegt nicht allein bei den volkswirtschaftlichen Kennzahlen, sondern der Tourismus ist die treibende Kraft auch für viele andere Sektoren, von der Landwirtschaft über das Handwerk bis zum Einzelhandel: Ohne Tourismus hätten diese wenig Zukunft.

Die erste Antwort, die die Regierung geben muss, betrifft die Reisemöglichkeit. Es muss die Bewegungsfreiheit zwischen den italienischen Regionen umgehend wiederhergestellt werden. Und ganz entscheidend ist die Reisefreiheit innerhalb der EU, für die Italien ganz besonders kämpfen muss. Wichtig ist auch ein Abkommen mit der Schweiz, die für Italien, und ganz besonders auch für Südtirol, einen wichtigen Markt darstellt.“

Steger weiter:

Es gilt die Entrichtung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen, die Zahlung von Versicherungsprämien und jede Form des Rechtsstreits mit den Steuerbehörden auszusetzen und die Unternehmen von Belastungen zu befreien.

Jene Unternehmen, die an Mietverträge gebunden sind, müssen unterstützt werden. Die Saisonarbeiter, die die Möglichkeit des Arbeitslosengeldes (NASPI) bereits ausgeschöpft haben, müssen geschützt werden, auch durch die Einführung von Steueranreizen für diejenigen Unternehmen, die sie wiedereinstellen.

Von entscheidender Bedeutung ist auch der Aufschub der Verpflichtungen in Bezug auf die Gebäudesicherheit, angefangen beim Brandschutz. Denn es liegt auf der Hand, dass die Unternehmen jetzt nicht über die dafür notwendigen finanziellen Mittel verfügen. Genauso müssen wir Unternehmen unterstützen, die bereits vor der Krise mit finanziellen Problemen zu kämpfen hatten. Sie sind der gefährdetste Teil des gesamten Sektors.

Es ist erfreulich, dass der Minister erkannt und deutlich gemacht hat, dass sich der Tourismus in extremen Schwierigkeiten befindet und das schnell geholfen werden muss. Diese Erkenntnis muss nun unmittelbar in konkreten Maßnahmen münden. Für ein Grenzgebiet wie Südtirol ist es unerlässlich, dass wir das europäische Projekt eines Covid-Ausweises schnellstmöglich voranbringen, um ein Minimum an touristischer Mobilität zwischen den europäischen Ländern gewährleisten zu können.“

„Der Tourismus“ – so Steger abschließend – „ist eine zentrale Säule der Südtiroler Wirtschaft. Er verdient daher viel Aufmerksamkeit und Unterstützung, zu allererst aber einen Plan mit präzisen Vorgaben für die Wiedereröffnung von Beherbergungsbetrieben und allen damit verbundenen Aktivitäten, und der muss realistisch sein und wirtschaftlich für die Unternehmen tragbar. Die Regierung muss nun das ihre dazu beitragen und jetzt den Worten auch Taten folgen lassen.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (5)

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  • bernhart

    Endlich mal einer der Nägel mit Köpfen macht oder wenigstens versucht zu machen.
    Der Tourismus braucht endlich klare Ansagen.

  • thefirestarter

    Wer wird die Kosten der Pandemie und des wochenlangen Shutdowns tragen???

    Entweder legt man Hand an den Sozialstaat an oder aber die Politik „bittet die Wohlhabenden, Reichen und Hyperreichen durch Steuererhöhungen zur Kasse.“

    Die Arbeiterklasse muss sich wehren, Banken, Handel, Industrie, Toursimus, durch ihre (von uns sic. gewählten) Lobby-Vertreter in Bozen, Rom und Brüssel, versuchen gerade ihre Verluste duch den Lockdown auf die Arbeiter und ärmeren Schichten der Bevölkerung abzuwälzen.

    Wer glaubt ihr wird an die Kassa gebeten wenn Italien, wie prognostiziert, über 150 % Verschuldung erreicht, wo wird der Staat sich das nötige Geld holen, was wird der IWF verlangen?
    Ich sag nur Zypern + Griechenland. Sie sind die Lehrstücke die uns zeigen wo es lang geht.
    Höchste Zeit das Geld aus dem Bankkonto abzuziehen!

  • drago

    Wenn man so liest, was dieser Mensch alles für den Tourismus fordert, dann fragt man sich nur, woher soviel Unverfrorenheit her kommt. Abgesehen davon, dass diese Forderungen, wenn schon für alle Wirtschaftsteilnehmer inkl. Angestellte und Arbeiter gestellt werden müssten, muss man sich schon fragen, wer das zahlen soll.
    Wie oft waren denn die Hoteliere nicht schon unverschuldet verschuldet?

  • summer

    Entweder ist Herr Steger blind oder unwissend. Vollständige Steuererlässe, geht’s noch?
    Aus eigener Erfahrung haben die Hotels und Gastwirte in guten Zeiten schon sich 100%ige Steuererlässe selbst genommen, indem sehr viele keine oder nur mangelnde Steuerquittungen ausgestellt haben.
    Oder wie war dies nochmal mit der Senkung der Bargeldgrenze? Man fürchtete, dass die Italiener dann in Nordtirol Urlaub machen würden wegen der anderen Bargeldgrenze.
    Natürlich deswegen, weil Italiener so super toll Fremdsprachen, vor allem Deutsch und Englisch beherrschen.

    Ich lach mich tot bei soviel Dreistigkeit.

  • wurzelsepp

    Ja, Geld für die armen Teslahoteliere. Und keine Steuern.
    Und das Schwarzgeld der letzten 20 Jahre noch als Condono.
    Stilln ist es um jene geworden, die in dieser Krise etwas geleistet haben. Sanitaet, die Leute an der Kasse…
    werden leer ausgehen, haben keine Lobby.

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