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Der Sonderweg

Im Landtag wird am Donnerstag der Gesetzentwurf zum Südtiroler Corona-Sonderweg behandelt. Wie die neuen Regeln aussehen.

Der Südtiroler Landtag behandelt am Donnerstag das sogenannte Sonderweg-Gesetz.

Diese Gesetz beinhaltet zahlreiche Lockerungen der bisherigen Corona-Maßnahmen. Sollte das Gesetz genehmigt werden, wovon auszugehen ist, könnten diese neue Regeln bereits in Kraft treten. Da gleichzeitig auch die römische Regierung Lockerungen für den 18. Mai angekündigt hat, könnten die Lockerungen in Südtirol also einige Tage früher greifen als in Restitalien.

Welche sind nun die im Gesetz enthaltenen neuen Regeln?

Die Bürger können sich ab Inkrafttreten des Gesetzes frei bewegen, und zwar in der gesamten Region. Es ist aber stets ein Sicherheitsabstand von zwei Metern einzuhalten, außer man wohnt zusammen im selben Haushalt.

Auch gilt weiter die Pflicht zu Mund- und Nasenschutz.

Der Einzelhandel und die Produktion für Industrie, Handwerk und Handel können mit Inkrafttreten des Gesetzes wieder öffnen.​

In den Geschäften gilt die Regel: Eine Person pro zehn Quadratmeter.

In Geschäften mit einer Verkaufsfläche von weniger als 50 Quadratmetern gilt die Anwendung der Abstandsregel.

Bars und Restaurants können mit 11. Mai wieder öffnen. Dasselbe gilt für Friseure und Schönheitspfleger.

Auch ist im Gesetz die Öffnung von Bibliotheken, Museen und Jugendzentren mit 11. Mai vorgesehen.

Hotels und Seilbahnanlagen können mit 25. Mai öffnen.

Für Hotels, Urlaub auf dem Bauernhof, Privatzimmervermieter, Ferienwohnungen und Schutzhütten gilt die 1/10-Regel auf den Gemeinschaftsflächen. Ausgenommen von dieser Regel sind die Flächen für die Verabreichung von Speisen und Getränken.

In Restaurants wie in Bars gilt:

Im Restaurant dürfen sich nicht mehr Personen aufhalten, als es Sitzplätze gibt. Die Tische müssen so gereiht sein, dass ein Abstand zwischen den Personen von zwei Metern gewährleistet ist. Ausgenommen sind zusammenlebende Mitglieder desselben Haushalts.

Dieser Abstand kann nur unterschritten werden, wenn Trennvorrichtungen da sind, heißt es im Gesetz.

Es gelten auch strenge Hygienemaßnahmen. So müssen Tische, Utensilien und Trennvorrichtungen  müssen nach jedem Kundenwechsel desinfiziert werden.

Essen und Trinken am Tresen ist laut der neuen Fassung des Gesetzes erlaubt. Allerdings muss auch hier der Abstand von zwei Metern zwischen den Kunden eingehalten werden oder aber es werden Trennvorrichtungen aufgestellt.

Servierkräfte, die während der Arbeit in ständigem Kontakt mit Gästen sind, müssen Masken des Typs FFP2 ohne Ventil oder Gleichwertiges verwenden.

Ab 18. Mai soll es wieder Kinderbetreuungsangebote geben.

So will das Land einen „Notdienst“ für Kindergartenkinder und Grundschulkinder anzubieten.

Dieser Notdienst sollvon den Kindergärten und Grundschulen geplant und durchgeführt werden.

Es gilt eine maximale Gruppengröße von bis zu vier bzw. sechs Kindern.

Alle Sportarten sind erlaubt – außer Mannschaftssport. Ein Sicherheitsabstand von drei Metern muss eingehalten werden.

Wird das Gesetz am Donnerstag beschlossen, würde es bereits am Freitag in Kraft treten.

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