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Die offene Bar 

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In Bozen wurden am vergangenen Wochenende 40 Strafen wegen Verletzung der Corona-Bestimmungen verhängt. In der Palermo-Straße wurde eine Bar geschlossen, in deren Gastgarten mehrere Personen becherten. 

von Thomas Vikoler

Die Stadtpolizisten staunten nicht schlecht, als sie am Sonntagabend gegen 22.30 Uhr an einer Bar in der Palermostraße vorbeifuhren. Im Gastgarten des Lokals saßen mehrere Personen, die – aus Flaschen – Bier tranken. Der Wirt hatte sie ihnen, so berichteten die Gäste, aufgeschänkt.

Ein doppelter Verstoß gegen die Corona-Bestimmungen. Gästen ist es nicht erlaubt, im Bereich eines Lokals von diesem ausgegebene Speisen und Getränke zu konsumieren. Die Stadtpolizisten verhängten gegen die Gäste eine Verwaltungsstrafe, die Position des Wirts wurde gestern geprüft. Er muss damit rechnen, dass sein Betrieb für zwei Monate geschlossen wird.

Seit einer Woche ist es in Gasthäusern in Italien erlaubt, Speisen und Getränke nach dem Takeaway-Prinzip zu verkaufen. Die Kunden dürfen sich aber nach der Übergabe nicht im Bereich des Lokals aufhalten, Getränke nicht in Gläsern verabreicht werden. Was im Fall aus der Palermostraße offenbar geschehen ist. Die dortige Bar war faktisch geöffnet wie vor Corona-Zeiten.

In den vergangenen Tagen hat die Bozner Stadtpolizei auch bei anderen Gastbetrieben Kontrollen durchgeführt. Es wurden dabei Unregelmäßigkeiten festgestellt, Lokalschließungen gab es laut Vize-Kommandant David Barbacovi aber keine. Es hatte aber der Verdacht bestanden, dass – so wie in der Palermostraße – mehrere Personen vor einem Lokal becherten. Eine Art Zweckentfremdung des Mitnehm-Prinzips.

Die Stadtpolizei hat am vergangenen Wochenende aber immerhin 40 Verwaltungsstrafen wegen Verletzung von Corona-Bestimmungen verhängt. Gegen Personen ohne Mundschutz und solche, die ohne gerechtfertigten Grund unterwegs waren.

In Bozen gibt es seit gestern eine Neuerung: Der Obstmarkt ist nach knapp zwei Monaten Schließung wieder geöffnet. Vor den Ständen wurden Absperrgitter aufgestellt, um den Zugang zu regulieren. Im oberen Bereich des Obstmarktes waren die meisten Stände geöffnet, im unteren einzelne.

Vorerst ist der Obstmarkt – auf Wunsch der Standbetrieber – wochentags zwischen 8.00 und 14.00 Uhr geöffnet.

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