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Auszeichnung für Lukas Pitscheider

Aus „Die letzten Österreicher“ © DOK.fest München/Lukas Pitscheider

Die Musik zu dem Film „Die letzten Österreicher“ des Grödner Regisseurs und Leiters des Dolomitale Filmfestival de Gherdëina Lukas Pitscheider wird mit dem Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis ausgezeichnet.

Klemens Bittmann, Christian Bakanic und Christofer Frank erhalten für ihre Musik zu dem Film „Die letzten Österreicher“ den Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis 2020. Er ist mit 5.000 Euro dotiert. Das DOK.fest München würdigt mit diesem in Deutschland einzigartigen Preis die künstlerische Bedeutung von Musik in Dokumentarfilmen. Der Preis wird von der Versicherungskammer Kulturstiftung gestiftet und vom Förder- und Hilfsfonds des Deutschen Komponistenverbandes (DKV) unterstützt. „Nie war es wertvoller als in der aktuellen Krise, Preise für künstlerische Leistungen vergeben zu können“, sagt Festivalleiter Daniel Sponsel. „Unser Dank gilt der Versicherungskammer Kulturstiftung, die auch dieses Jahr an unserer Seite steht und dieses positive Signal an die Filmmusikbranche sendet.“

„Wir freuen uns, dass das DOK.fest München eine Lösung gefunden hat, mit der aktuell äußerst schwierigen Situation positiv umzugehen“, sagt Barbara Schulte, Geschäftsführerin der Versicherungskammer Kulturstiftung. „Als gemeinnützige Kulturstiftung möchten wir auch in diesen herausfordernden Zeiten ein zuverlässiger Partner für Künstler.innen sein, die von dieser Krise besonders hart getroffen werden.“

Der Film „Die letzten Österreicher“ des Grödner Regisseurs Lukas Pitscheider spielt in einem nur schwer zugänglichen Dorf in den ukrainischen Karpatenwäldern. Hier lebt eine deutschsprachige Gemeinde. Diese letzten Österreicher, die noch in der Ukraine leben, ringen mit der Frage, ob sie wegziehen und ihrer Heimat den Rücken kehren sollen. Über die Filmmusik schrieb die Jury: „In einem runden Dutzend musikalischer Inseln entwirft das Trio eine in sich stimmige und perfekt ins Bild integrierte Klangwelt, die atmosphärisch verzaubert. Was zur Nostalgiereise in eine der letzten Enklaven der Habsburgermonarchie hätte geraten können, entwickelt sich hier – vor allem im Schlusstitel – zur gelungenen Synthese aus zitathaftem Volkston und kraftvoller kompositorischer Energie.“

Zu den Preisträgern: Klemens Bittmann (Geige und Mandola) und Christian Bakanic (Akkordeon) haben Musik studiert und arbeiten als freischaffende Künstler und Komponisten. Christofer Frank hat in den USA eine Ausbildung zum Sounddesigner und Toningenieur gemacht und ist als selbstständiger Filmkomponist, Musikproduzent und Sounddesigner tätig. Alle drei Preisträger arbeiten in Wien und Graz.
In der Jury saßen Vorjahressiegerin Jana Irmert (Komponistin, Sounddesignerin), Dr. Meret Forster (BR-KLASSIK-Redaktionsleiterin und künstlerische Leiterin ARD-Musikwettbewerb), Brigitte Hofer (Produzentin, Geschäftsführerin maximage), Alexander Kukelka (Komponist) und Prof. Dr. Klaus Schaefer (Rechtsanwalt, ehemaliger Geschäftsführer des FFF Bayern).

Der Dokumentarfilm-Musikpreis ist einer der 14 Preise, die anlässlich des 35. DOK.fest München verliehen werden. Das Festival findet dieses Jahr online statt: Vom 6. bis 24. Mai sind unter www.dokfest-muenchen.de 121 Filme zu sehen. Der Preis für „Die letzten Österreicher“ wird im Herbst bei einer feierlichen Preisverleihung mit Filmscreening in einem Münchner Filmtheater überreicht.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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