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Beseitigte Sturmschäden

1,5 Millionen Kubikmeter Schadholz auf einer Fläche von 6.000 Hektar: Das hat das Strumtief Vaia Ende 2018 hinterlassen. Nun sind mehr als 80 Prozent der Sturmholzmasse aufgearbeitet. 

Das Sturmtief Vaia hat Ende Oktober 2018 insgesamt 1,5 Millionen Kubikmeter Schadholz auf einer Fläche von 6.000 Hektar verursacht. Über 80 Prozent, rund 1.250.000 Kubikmeter, der geschätzten Sturmholzmasse sind nun aufgearbeitet. Der Landesrat für Forstwirtschaft, Arnold Schuler, spricht von großer Professionalität und guter Zusammenarbeit.

Getroffen hat die Naturkatastrophe 2.100 Waldeigentümer in 86 Gemeinden. Diese haben in den vergangenen Monaten mit der Aufarbeitung und dem Abtransport einer ungewöhnlich großen Holzmenge Großartiges geleistet, betont der Direktor der Landesforstkorps, Mario Broll: „Nun gilt es, die Aufmerksamkeit hoch zu halten. 80 Prozent der Arbeit wurden gut bewältigt, jetzt stehen noch 20 Prozent an schwierigen Arbeiten an. Dabei steht die Arbeitssicherheit an vorderster Stelle.“

Betroffen waren insgesamt 5.918 Hektar, das sind 1,7 Prozent der Waldfläche, dabei handelte es sich vorwiegend um Fichten- oder Fichten-Tannenbestände, nur neun Prozent waren Lärchen- und Zirbenbestände, dies geht aus dem aktualisierten Situationsbericht der Landesabteilung Fortwirtschaft hervor.

Um einen sicheren Zugang zu den Windwurfgebieten zu ermöglichen, mussten Forstwege und ländliche Straßen errichtet werden. Rund 124 Projekte in 70 Gemeinden wurden für 3,5 Millionen Euro umgesetzt. Ende Februar 2020 waren 94 Prozent der Projekte bereits abgeschlossen. Zum Abtransport des Sturmholzes wurden auch mehrere Seilbahnenerrichtet: 909 Linien wurde gemeldet, 869 davon sind bereits wieder abgetragen worden. Da es sich dabei um Luftfahrthindernisse handelt, werden diese Neuerrichtungen und Abbrüche täglich im GeoBrowser aktualisiert.

„Die Aufarbeitung von Windwurfholz zählt zu den gefährlichsten Arbeiten im Wald, da die umgeworfenen Stämme unter starker Spannung stehen. Von der Forstschule Latemar wurden deshalb 27 Kurse für sicheres Arbeiten und geeignete Schnitttechniken abgehalten“, berichtet Landesrat Schuler.

Der Windwurf von 2018 hat große Schäden in den Wäldern Südtirol angerichtet. Um die Bodenstabilität und die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und wiederherzustellen haben die Forstgärten des Landesforstdienstes umgehend reagiert und die Zapfengewinnung von Fichte und Lärche gestartet. Außerdem wurden in 41 Gemeinden 7,4 Millionen Euro in Projekten für Objektschutzwäldern und Standortschutzwäldern investiert. Ende Februar 2020 waren ein Drittel der 161 der Projekte schon abgeschlossen.

Die Sturmschäden haben auch zu einer weiteren Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen geführt. In Absprache mit interessierten Grundeigentümern vergleicht die Universität in Zusammenarbeit mit der Abteilung Forstwirtschaft auf langfristigen Versuchsflächen wie die beschädigten Waldflächen auf Niederschläge reagieren. Auch das Monitoringnetz der Forstschädlinge, speziell für Fichtenborkenkäfer, wurde weiter verdichtet, begleitet durch das Institut für Entomologie der Universität Padua.  „Die Ergebnisse des ersten Jahres der Überwachung zeigen keine besorgniserregende Situation“, informiert Landesrat Schuler.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (4)

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  • ei-ei-zwei

    Und nun warten die Schneedruckschäden vom letzten November auf Aufarbeitung, nur sind diese viel arbeitsreicher und sicherlich nicht weiter minder, da der ganze Wald betroffen ist, davon spricht aber niemand nicht einmal die Förster. Wahrscheinlich wissen sie es noch nicht, da sie noch nicht mit dem Auto auf die Höhen gekommen sind.

  • jennewein

    Frage an broll und schuler warum wurden und werden nicht die ganzen forstarbeiter im lande für diese sachen hergenommen.das ist schon ein wahnsinn was mit diesen arbeitern abgeht.
    Bei normalen jahren sind diese leute 5 monate bezahlt zu hause inkl. Alten und renntenversichert
    Heuer rebdiert es fast nicht mehr anzufangen dann gehen sie schon wieder in den wohlverdienten bezahlten winterschlaf.
    Holzschlägerunge sollte man doch im winter machen das könnten diese leute übernehmen oder schneeräumungen oder,oder,oder.
    Und nicht einfach auf steuerzahlers sack herum zu faulenzen oder einuge verdienen sich nebenher
    Nero etwas dazu.

  • hallihallo

    warum wird der wald bei uns immer als kostenfaktor angesehen und viel öffentliches geld hineingesteckt. holz wird doch verkauft. in vielen anderen orten ist es ein wirtschaftsfaktor, der privat rentabel betrieben wird.
    man betreibt ja regen holzhandel in südtirol. bleibt das was übrig oder ist das alles nur subventioniert??

  • emma

    des muss man amol komplimentieren,
    de hom des schnell gemocht tut in IT net passieren.

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