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Arbeiten in den Ferien?

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Petra Nock von der Schulgewerkschaft SSG im ASGB erklärt, warum sich die LehrerInnen nicht für die Sommerbetreuung zwangsverpflichten lassen wollen und ärgert sich über die mangelnde Wertschätzung, die Lehrpersonen in dieser Diskussion entgegengebracht wird.

Tageszeitung: Frau Nock, weil Schulen und Kindergärten bis Herbst geschlossen bleiben, stehen viele Eltern vor einer großen Herausforderung. Der Ruf nach Sommerbetreuung wird da immer lauter…

Petra Nock: Wir sind uns bewusst, dass die Situation momentan schwierig ist und dass es Solidarität braucht, aber wir sehen auch die Situation, dass Lehrpersonen zurzeit unter widrigsten Bedingungen ihren Dienst tun. Wir bekommen Rückmeldungen, dass viele bis in die Nacht arbeiten und auch am Wochenende erreichbar sind, weil man sich den Situationen der Schüler teilweise anpassen muss – nicht jede Familie hat die gleichen Möglichkeiten und Voraussetzungen. Zudem musste der Unterricht komplett neu gestaltet und vorbereitet werden. Sicher, schwarze Schafe gibt es immer, aber ein Großteil der Lehrer ist äußerst fleißig und rund um die Uhr im Einsatz. Und mich stört daher an dieser Diskussion die mangelnde Wertschätzung, die den Kollegen und Kolleginnen entgegengebracht wird.

Weil Landesrat Philipp Achammer Lehrer und Kindergartenpersonal für die Sommerbetreuung einsetzen will?

Zu allererst muss man klarstellen, dass Lehrer nicht für eine Betreuung zuständig sind sondern für Unterricht. Rein dienstrechtlich ist es weder national noch lokal momentan möglich, dass Lehrer für die Sommerbetreuung verpflichtet werden – da bräuchte es neue Gesetze oder Bestimmungen mit klaren Rahmenbedingungen und Richtlinien.

Man muss solche Aussagen wie „Die Lehrer haben eh den ganzen Sommer frei“ aber einfach auch mal hinterfragen: Dass im Sommer vielfach Stunden ausgeglichen werden, die Lehrer während des Schuljahres mehr arbeiten, sieht niemand – man meint immer, dass Lehrer nur 20 Stunden in der Klasse sind.

Petra Nock

Aber was antworten Sie z.B. einem Handwerker oder Selbstständigen, der während der Krise nicht arbeiten konnte und nichts verdient hat und sich darüber ärgert, dass einige Lehrer, die nicht so fleißig Fernunterricht gestalten, normal bezahlt werden?

Es ist schade, dass jetzt diese Neiddebatte ausbricht. Wir haben nie gesagt, dass Lehrer nicht freiwillig Sommerangebote machen dürfen – als Gewerkschaft sagen wir nur, dass niemand verpflichtet werden kann, weil die Lehrer auch jetzt ihren Dienst leisten.

Um es klarzustellen: Wie lange dauern die Sommerferien der Lehrer?

Unser Vertrag sieht vor, dass das Schuljahr am 1. September beginnt und mit der letzten Lehrerkonferenz bzw. mit den Abschlussprüfungen endet. Aber auch hier gibt es Unterschiede: Viele Oberschullehrer haben eine Maturaklasse und arbeiten bis Mitte Juli, starten dann im August aber wieder mit Aufholmaßnahmen – d.h. die sechs Wochen Urlaub, die ihnen zustehen würden, bringen sie gar nicht unter. Aber auch viele andere Lehrer bereiten sich im Sommer auf das nächste Schuljahr vor, besuchen Fortbildungen und planen ihren Unterricht. Und gerade in dieser Zeit müssen die Lehrer im Sommer jetzt noch mehr umplanen, wenn man davon ausgeht, dass die Schule im Herbst nicht ganz normal wieder weiterlaufen kann – das ist viel Arbeit, die man nicht sieht.

Einige Eltern kritisieren aber auch, dass die Unterrichtsqualität in dieser Phase leidet und es sich einige Lehrer auch sehr einfach machen…

Dass der Unterricht nicht derselbe ist wie in der Schule, ist klar und die Lehrer sind sich dessen bewusst. Es ist aber auch nicht möglich, mit den Kindern täglich von 8.00 Uhr bis Mittag Videokonferenzen zu machen. Natürlich sind die Eltern teilweise stark gefordert und wir sind uns dessen bewusst, dass nicht alle Lehrer es schaffen, einen Online-Unterricht korrekt vorzubereiten – aber auch wir wurden von dieser Situation überrumpelt. Man muss hier auch schätzen, dass wirklich viele engagierte Lehrer Versuche und Bemühungen unternommen haben, die sicher noch verbesserungswürdig sind – dafür braucht es aber Zeit.

Interview: Lisi Lang

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Kommentare (125)

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  • jennewein

    Frau nock alle ehre und respekt gegenüber den lehr- und kindergartenpersonal.
    Aber mit den ferien haben sie nicht recht.
    Sommer 3 monate
    Allerheiligen eine woche
    Weihnachten 2 wochen
    Fasching 1 woche
    Ostern 1 woche
    Und dann noch die ganzen feiertage
    Suma somarum fallen ca. 4 monate bezahlte ferien an.
    Wochenstunden ca. 2o.

    Privatwirtschaft
    1 monat bezahlte ferien
    40-45 wochenstunden
    Oder arbeiten in der gastronomie 6 tage woche
    60 wochenstunden

    Ganz zu schweigen von den ganzen privilegien angefangen vom sabatjahr und aufgehört mit schwangerschaftsurlaub.

    Es sei allen vergönnt man muss einfach zufrieden sein und nicht immer nörgeln.

    • lola

      @jennewein
      Also bevor jemand so einen Schwachsinn schreibt, sollte man sich informieren, wie die Bedingungen effektiv sind. Da ist wohl jemand noch auf einem sehr alten Stand der Dinge….
      Sommerferien: ohne Matura vom ca 12 Juni bis 1.September, 3 Monate?… da kann jemand nicht richtig rechnen. Dann kommen Ende August noch Prüfungen und Sitzungen dazu und auch bei der Matura wird jeder noch eingesetzt. Auch in den anderen Ferien sind ganz oft Vorbereitungen oder Nachbereitung fällig.
      20 Stunden in den Klassen, aber dass man ca noch gleich viel Zeit braucht für Vor- und Nachbereitung (oft auch am We), Sitzungen, Kurse, Organisatorisches usw. sieht keiner. Und an den Feiertage hat jeder in einem Büro frei…
      Sabbatjahr, oder ähnliches und Mutterschaftsurlaub gibt es noch bei allen anderen öffentlichen Stellen…
      Ausserdem nimmt jeder Lehrer sehr viel mentale Arbeit mit nach Hause, und wenn man mal in einer Lochstunde mit Kollegen einen Kaffee trink, dann wird auch über die Schule/Schuler usw gesprochen, also das ist keine Freizeit. Abgesehen davon, dass man nach einigen Stunden in der Klasse unbedingt eine Zeit braucht, um wieder Energie zu tanken…
      Die meisten Nicht-Leher haben keine Ahnung, wie anstrengend (und trotzdem toll!) es ist, eine ganze Klasse ununterbrochen zu unterrichten und zugleich in Schach zu halten, abgesehen von den gesamten Nebensächlichkeiten, die ein Außenstehender nicht mitkriegt….
      … Und deshalb: nicht lästern, selber machen!

    • george

      Blinder ‚jennewein‘, völlig falsch gerechnet. Du betest auch nur nach, was andere vorplappern, weil sie selber nicht imstande sind Lehrer zu sein. Was alles hinter den Kulissen und außerhalb der offiziellen Unterrichtszeit gearbeitet, vorbereitet, aufbereitet, fortgebildet usw. wird, das sehen diese Plapperer meist nicht oder wollen es nicht sehen, weil sie immer nur die bestimmten „schwarzen Schafe“ unter den Lehrern sehen, die es allerdings in jeder Berufskategorie gibt.
      Ich selbst bin kein Lehrer, müsste sie also auch nicht verteidigen, sehen aber die Sache meist halt differenzierter als „Typen“ wie ‚jennewein.

  • postfackisch

    Fau Nock das ist doch keine Neiddebatte, aber mit einem Teil der den Lehrern zustehenden Ferien und das sind im Verhältnis zu anderen Berufgruppen nicht so wenig, könnten sie einen sehr wertvollen Beitrag zur Unterstützung der Wirtschaft leisten. Und von dieser leben wir nun alle einmal.

  • andreas

    Es ist verständlich, dass das Lehrpersonal sich jetzt aufregt, wenn es mal aus seiner Komfortzone raus und sich anstrengen muss.
    Es wirkt halt so, als wenn sie für jeden Handgriff, den sie zusätzlich machen müssen, Anerkennung und Geld wollen.

    Die Situation ist aber wie sie ist und wenn sie auch in Zukunft noch einen sicheren und gar nicht so schlecht bezahlten Job wollen, ist momentan halt Mehrarbeit gefragt.
    Das derzeitige System lässt sich aus finanziellen Gründen nicht mehr aufrecht erhalten, nicht nur das Lehrpersonal wird sich also sowieso umstellen müssen.

    • summer

      @andreas
      Zur Komfortzone steht weiter unten alles nötige.
      Für den Rest bitte ich dich, die elektronischen Grundlagen für den Fernunterricht den Lehrkräften aus deiner Tasche zu bezahlen, ob?
      Was wäre mit einer Lehrktaft, die Zuhause nicht die nötigen Mittel und Grundlagen hätte und aus privater Überzeugung kein Internet und kein Smartphone? Wäre nicht strafbar, und für euch Besserwisser der Offenbarungseid: niemand könnte diese Person zum Fernunterricht zwingen, zumindest nicht die Geräte und den Anschluss zu besorgen, außer der Arbeitgeber stellt die nötigen Mittel zur Verfügung.
      Sonst noch Fragen?

      • andreas

        1) Eine Lehrperson, welche sich weigert elektronische Medien zu nutzen, schadet in der heutigen Zeit, wo die Beherrschung dieser so gut wie in jedem Job zwingend nötig ist, seinen Schülern. Grundsätzlich sind Fundamentalisten jeglicher Richtung nicht dafür geeignet, Schüler zu unterrichten.

        2) Sie kommen mit der weisen Erkenntnis, dass während der Schulzeit Eltern die Kinder nicht betreuen müssen und bilden sich darauf anscheinend ein, dass sie den Eltern damit einen Gefallen machen.

        3) Sie prangen Hoteliere an, dass sie schwarz kassieren, ignorieren aber scheinbar, dass es auch Lehrer gibt, welche sich weigern, Nachhilfestunden offiziell zu verrechnen. Wollte mal einen anzeigen, welcher 50 Euro schwarz wollte. Wobei ich nicht mal weiß, ob Nachhilfestunden offiziell verrechnet werden können.

        4) Sie weigern sich, volkswirtschaftliche Grundsätze zur Kenntnis zu nehmen und prangern den Kapitalismus an, als würden sie darüber stehen. Lehrpersonen können nur mit dem bezahlt werden, was erwirtschaftet wird und wenn die Wirtschaft kollabiert, bekommen Lehrpersonen halt auch nur mehr eine Kiste Äpfel und eine Flasche Wein am Tag, davon haben wir ja genug. 🙂

        Sorry, aber ihre Argumentation ist für eine Lehrperson etwas spärlich.

        Ich habe nicht mal etwas gegen Lehrpersonen, ich halte es sogar für eine Zumutung, dass manche der Schüler erzogen werden müssen, da es die Eltern nicht hinbekommen, doch in der derzeitig prekären Situation auf Verträge zu pochen und Gehaltserhöhung oder für jeden Handgriff mehr, Geld zu fordern, ist nicht angebracht.

        Bei ihren Äußerungen glaube ich kaum, dass jemand mehr Verständnis für das Lehrpersonal aufbringt.
        Sie geben sich als „Opfer“, so als müssten wir sofort ein Spendenkonto für die armen geschundenen Lehrpersonen einrichten.

        Eltern mussten sich nebenbei auch Internet und Computer zulegen, sofern sie es nicht hatten und das in einem Moment, wo sie teilweise ohne Arbeit sind und Staat und Land es nicht auf die Reihe bekommen, den Lohnausgleich zeitnah auszuzahlen.

        • summer

          @andreas
          Behalten Sie Ihre Kiste Äpfel, das grenzt an Bestechung.
          Wer so arm im Geiste ist, mir zu unterstellen, dass ich Lehrkraft sei, geht davon aus, dass nur Lehrkräfte ihre eigenen Jagdgründe verteidigen.
          Stellen Sie sich vor, es gibt auch Wilderer. Aber dafür reicht es bei Ihnen offenbar nicht, denn Sie wollten eine Lehrperson anzeigen?
          Ja warum haben Sie es nicht getan?
          Doch nicht so große Eier in der Hose, wie die große Klappe es vermuten lässt?

        • george

          ‚andreas‘, nein. Sie betrachten sich nicht als „Opfer“, sie fordern nur das ein, was alle anderen derzeit auch tun und schon gar die Selbständigen und Kommandierer unter den Arbeitenden oder weniger Arbeitenden. Ich bin keiner, der Lehrer-Lehrerinnen verteidigen muss – gehöre nicht dieser Berufskategorie an – , verabscheue aber diese Pauschalisierungen, wie sie hier verschiedene „Schreiberlinge“ immer wieder in widerlichster Weise und auf ganz bestimmte Berufskategorien abwälzend darbringen.

    • george

      @andreas
      Du tust so, als ob sie es nicht schon jetzt täten und dauernd tun, sich umstellen und sich nach der Decke strecken. Du bist halt auch so einer, der immer nur von der Höhe herab auf die einfachen Arbeiter schaut, anstatt den Sachverhalt differenziert zu betrachten und selber mit anzupacken.

  • susim

    @jennewein
    Warum bist du nicht Lehrer geworden? Lass dich umschulen!

  • echnaton

    „Freiwillig ja klar, aber nur wenn wir dafür auch bezahlt bekommen“ das sind dann die Aussagen dieser Lehrpersonen.

  • flottebiene

    Frau Nock sollte mal in anderen Bereichen einen Einblick verschaffen. Lehrer, die nachts und am Wochenende arbeiten, sind Märchen…..die Lehrer sollten wirklich mal am Wochenende und in der Nacht arbeiten, dann könnte Frau Nock gross reden.
    Ganz zu schweigen von all ihren Privilegien wie Ferien,immer dann wenn ihre Kinder frei haben

  • stanislaus

    Um diese Diskussionen um die Arbeitszeiten und -stunden der Lehrer zu beenden schlage ich vor dass die Lehrer ihre Vorbereitungs- und Korrekturstunden in der Schule machen müssen… Urlaubstage würde ich auch jenen z.B. einer Krankenschwester anpassen…

    • summer

      @stanislaus
      90% der Lehrkräfte wären froh, wenn sie in der Schule ihre Vor- und Nachbereitungen machen dürften.
      Bitte sorgen Sie als Steuerzahler dafür, dass es in der Schule dafür genügend Räumlichkeiten gibt, entsprechend viele PC und Handbücherei gibt usw. Denn der jetzige Fernunterricht wird nicht mit der von der Schule zur Verfügung gestellten elektronischen Grundlagen getätigt, sondern mit den privaten Ausstattungen der Lehrkräfte. Bitte legen Sie sich für Ihre Arbeit in einem Betrieb gefälligst privat die Arbeitsgeräte und -materialien zu, denn das kostet dem Betrieb zu viel Geld.
      Und wer ein solcher Maulheld ist, schafft das sicher mit links, sich diese Unterlagen zuzulegen, denn der hat ja alles bei der Hand.

      • susim

        @jennrwein
        Hättest in der Schule besser aufpassen sollen, vielleicht hätte es dann gereicht, den von dir so hochgepriesenen Traumberuf Lehrer zu wählen. Neidhammel!

      • stanislaus

        …hat es da nicht einmal einen öffentlichen Beitrag für einen Pc gegeben?

        • ermelin

          Hoi stanislaus, ich kenne deinen (unsren) Arbeitsbereich, ich würde NIEMALS freiwillig mit meiner Frau (engagierte Grundschullehrerin) die Arbeit tauschen….im Moment erst recht nicht…..

          • stanislaus

            @ermelin: ich schätze den Lehrerberuf auch sehr und vorallem engagierte, motivierte Lehrer. Diese sind es auch, die sicher freiwillig 1-2Wochen Unterricht/Betreuung im Sommer anbieten würden. Das kategorische Nein, wenn man um ein bißchen Hilfe gebeten wird finde ich hingegen traurig, gerade in diesen Zeiten.

    • george

      @stanislaus
      Ach wie fein! Könnten sie es nur zum Großteil tun, in der Schule all ihre Arbeiten machen, die meisten wären glücklich damit. Dann müsstet ihr ihnen aber dort auch die entsprechenden Räumlickeiten, Arbeitsutensilien, digitalen Grundlagen usw. zur Verfügung stellen, anstatt immer nur die eigenen privaten Grundlagen und auf eigene Kosten zuhause einrichten und anschaffen zu müssen. Sehr schön!

  • leomair

    Also do war besser gewesen nix zu sogn aswie so a interwiew zu gebm. Genau des hot olla vorurteile zu 100 % bestätig .
    Reden wäre hier silber gewesen und schweigen gold

  • ronja

    Untors Johr ollm sich über di Lehrer lamentiern und dass se olle inkompetent sein obo in Summer di Kindor zu kinzn waratn se nor decht gonz praktisch.

  • mimi01

    Ischs net so untern Johr will niamand mit Leara u KG Personal tauschn und deswegn a do Personalnotstand… obo wegn in Summo u di Ferien isch olm do Neid gruaß…. i mecht net tauschn und des a net..Hobs es amol ibboleg, dass di Kindo a Ferien brauchn, damit is Hirn erlerntes ohspeichern konn? Ols isch zu organisieren, i setz meina Kindo et der Gefahr aus und kenn einige junge Leit wos an mildn Volauf kop hobm und des olm no in do Lunge kenn… Kinder erkranken seltener an Corona obo fungieren als Überträger….also wellt es,das enk di Kindo des huambreng?( Fachliteratur lässt Grüßen) Di Diskussion isch jo super, weils jo no kua OK vo Rom gib. Aussodem steht des lei in Eltern zui wo beide orbeitn u kuane Möglichkeit hobm, i hoff sell isch in olle bewusst…

  • jennewein

    Wieso nicht haben im sommer ja auch bezahlt.

  • summer

    Mich schockieren in dieser Diskussion, die der LR auch absichtlich auf FB losgetreten hat, einige Dinge:
    1. Noch nie hat ein LR sein Mitarbeiter*innen dermaßen der Bewerfung mit Schmutz ausgesetzt, wie dieser LR. Da nützt es nichts, heuchlerisch ein paar Tage später sich schützend davor zu stellen, ohne dass der eigene Kommentarbereich moderiert wird.
    2. Viele Eltern merken erst jetzt, dass Schule nicht nur eine Wissens- und Kompetenzvermittlung ist, sondern die Voraussetzung überhaupt, dass beide Teile der Paare arbeiten gehen können.
    3. Wenn ich sehe, wie sich über all diese Online Medien sich einige Kommentator*innen Lehrer*innen und Pädagog*innen aufführen, dann wundert mich auch nicht, warum manche Lernende sich so aufführen, wie sie sich aufführen, oder gar schon in jungen Jahren Fälle für die Schulpsycholog*innen sind.
    4. Lehrkräfte haben ohne Abschlussprüfungen bis 30.06. Dienst, in den letzten drei Augustwochen fallen Aufholkurse, Nachprüfungen, Klassenräte und Fortbildungen an.
    5. Schule war schon immer so konzipiert, dass die Sommerferien führer Herbstferien waren, weil die Lernenden auf dem Katoffelacker gebraucht wurden. Nicht weil Lehrkräfte nicht das ganze Jahr über nicht arbeiten wollten. Heute sind die Ferien halt Sommerferien, weil viele Familien in den Urlaub wollen. Möchte wissen, wie es zugeht, wenn jede Familie während des Schuljahres mal ihre Kinder für 2 Wochen für Familienurlaub rausnehmen würde. Und nur den August frei? Gerne, fahrt bitte alle zur selben Zeit bei Höchstpreisen in den Urlaub.
    6. Lehrkräfte können nur zu vorgegebenen Zeiten Urlaub haben, das sind immer die Hochsaisonspreise. Wie oft höre ich von Leuten, die sich im Novemberurlaub in wärmeren Gebieten den Sommer verlängern oder den Winter verkürzen. Keine einzige Lehrkraft kriegt im November frei.
    7. Das Sommergehalt wird um die Landeszulage gekürzt, also wird nur das staatliche Gehalt gezahlt, wo in den Oberschulen ein Lehrstuhl aus 15 Wochenstunden besteht. In Südtirol ist ein Lehrstuhl mit 20 Wochenstunden erst voll, wobei auf 22 ergänzend aufzustocken ist. Das bedeutet für Südtirol zwar die Landeszulage für Lehrkräfte, aber 3 Lehrkräfte sparen die vierte ein, sodass es nur gerecht wäre, auch im Sommer die Landeszulage zu gewähren, zumal Berufsschullehrkräfte auch in den Sommermonaten volles Gehalt haben, später als Landesangestellte mit jenem Gehalt in Pension gehen, staatliche Lehrkräfte aber ohne Landeszulage, also so in Pension gehen, als hätten sie die Mehrstundenleistung nie erbracht. Sicher sehr tolle Privilegien: ein Gehaltsteil zu bekommen, das auf die Pension nicht schlagend wird.
    8. Zur Umschulung oder selbst Lehrkraft werden, weil manche hier so besonders neidisch sind auf deren Privilegien, hier mal ein Vergleich: nehmen wir an, zwei Menschen sind 1995 geboren: A absolviert bis 15 die Schulpflicht und geht in eine Lehre, erreicht also unter Annahme von 45 Dienstjahren mit 60 Jahren eine Dienstalterspension. B studiert bis 25 Jahren, erreicht damit erst mit 70 Jahren die Dienstalterspension, oder kann mit 67 mit Abschlägen die Alterspension antreten. 10 Jahre früher in Pension, 10 Jahre vorher halbwegs ordentlich verdient, hat A große Vorteile, die B nicht hat. Wobei keine Ausbildung und kein persönlicher Lebensweg gegen den anderen ausgespielt werden sollte.
    9. Supplenten, oft auch Altsupplenten haben keine Sicherheit für den nächstjährugen Arbeitsplatz, machen dieselbe Arbeit wie Stammrolleninhaber mit Gehaltsentwicklung, sie selbst bleiben aber immer im Grundgehalt und rücken mit keinem Punkt auf oder nach vorne. Alle, die hier laut schreien gegen Lehrkräfte, haben tolle Gehalzsentwicklungen, Aufbesserungen und verhandeln ihr Gehalt selbst. Möchte mal sehen, wer von den Lehrkräften in den letzten 50 Jahren sein Gehalt selber verhandeln dürfte.
    10. In den ganzen Diskussionen, die der LR losgetreten hat, stellt sich meines Wissens keine einzige Schulführungskraft öffentlich auf die Seite der Lehrkräfte, was traurig ist, denn offenbar tragen sie alle einen politischen Maulkorb.

  • drago

    Wieder eine Gelegenheit versäumt, um still zu sein. Hat sich wahrscheinlich mit der Frau Ladurner abgesprochen.

  • robby

    Ich habe nach der Matura selbst für 5 Jahre unterrichtet. Dazu mein Studium absolviert. Trotzdem fühlte ich mich unterfordert.
    Ich wechselte anschließend in die Privatwirtschaft. Erst dort habe ich mitbekommen was es heißt richtig zu arbeiten. Natürlich war das Einkommen dann ungleich höher, die Anforderungen aber auch. Kein Vergleich mehr mit der geilen Zeit als Lehrer.

    • sorgenfrei

      @robby: wenn sie als lehrer unterfordert waren, hane sie es mit der arbeit wohl nicht so ernst genommen…

      • robby

        @sorgenfrei, doch doch. Die Eltern hatten sich darum gerissen ihre Kinder in meinen Klassenzug zu schicken. Unterricht war aber vor 45 Jahren noch etwas leistungsorientierter als heute. Unterricht war aber die Arbeit mit der umfangreichsten Freizeit um mein Studium abzuschließen, auch wenn der Verdienst ziemlich mickrig war.

  • prof

    Mir tun alle Lehrer wirklich leid, vor allem deßhalb weil sie jetzt nicht mehr wie noch in den 90ger Jahren mit 20 Berufsjahren in Pension gehen können.

    • george

      ‚prof‘, ich sehe sehr wohl, dass ihr alle, die ihr so polemisiert, euch nie richtig selber in die Materie hineingekniet habt, sonst könntet ihr nicht so völlig daneben sein. Oder wollt ihr wirklich nur peinlich wirken?

  • heinz

    Lehrer verdienen in Italien bloß einen Bruchteil dessen, was Lehrer in anderen europäischen Staaten wie Deutschland, Schweiz oder Luxemburg beziehen.
    Es ist legitim, über eine Erhöhung des Arbeitspensums der Lehrer zu diskutieren, aber dann sollen sie auch anständig bezahlt werden.

  • sorgenfrei

    Ich war handwerker, büroangestellter und lehrer… als handwerker und büroangestellter bin ich abends heim und musste: nichts denken. Heute nehm ich soviel pakete mit nach hause. Weil mir jeder einzelne schüler am herzen liegt… können die meisten schreiber hier nicht nachvollziehen, denn in vielen unternehmen zählt nur, was in der geldtasche zusammenkommt… Wobei wir alle wissen, dass so mancher unternehmer die violetten scheine in der tasche sehr schwarz verdient… um anach den neuesten suv von de steuer abzuschreiben und auf die lehrer schimpfen… viele arbeiten sehr viele stunden, verdienen aber auch dementsprechend… ein lehrergehalt ist nicht sehr üppig, zudem verdient er frühestens mit 25 jahren… aus meiner erfahrung kann ich euch sagen: 1 lehrerstunde kann man nicht 1:1 mit anderen stunden vergeleichen… 1 lehrerstunde entspricht 1,6 verwaltungsstunden… und dies völlig zurecht! Also 20×1.6 engspricht also den stunden von verwaltungsangestellten… dazu kommen noch x stunden an vorbereitubg…außerdem arbeiten lehrer bis ende juni und fangen ende august wieder an, also von wegen 3 monate ferien… dazu muss auch noch gesagt werden, dass die stunden unters jahr der erholung dienen…ein lehrer hat so gut wie keine aufstiegsmöglichkeiten und hat zwar oft ferien, aber immer zu vorgegebenen zeiten, in denen zudem jeder urlaub doppelt kostet, weil hochsaison… soweit mein beitrag zum thema lehrerbashing

    • hallihallo

      nicht umsonst heißt zu sorgenfrei.
      daß mit dienst bis 30. juni kannst du jemanden anderes erzählen.
      die bekommst sicherlich ab 13 juni genügend whatsup von deinen kollegen aus dem urlaub , oder lieg ich falsch??

      • sorgenfrei

        @hallihallo: ja, und in einem gemeinsamen gebet danken wir täglich gott, dass er uns diesen job gegeben hat, wo man mit nichtstun geld verdient und für menschen wie sie, dass die mit ihrer harten knochenarbeit für die lehrer aufopfern. Danke, danke!

      • ghostwriter

        @ sorgenfrei. Ihre Aussage, dass 1 Lehrerstunde = 1,6 Verwaltungsstunden sind, empfinde ich persönlich als Beleidigung. Lade Sie gerne ein 1 Monat als Buchhalter zu arbeiten, und mir dann auch zu erzählen, wie oft Sie abends ohne zu denken zu Hause waren. In meinem Bekanntenkteis und Familie gibt es einige Lehrer aller Schulstufen, und KEINER ist überlastet, und sie geben diese Privilegien auch zu, und posten sehr gerne Urlaubsfotos…

        • sorgenfrei

          Lieber ghostwriter, ich habe bereits in der buchhaltung gearbeitet, ehe ich mich nochmals für ein studium entschlossen habe und dann lehrer geworden bin… aber die 1 : 1,6 sind nicht eine Erfindung vin mir, sondern gesetzlich und kollektivvertraglich so festgelegt, also ein faktum, welches ich ohne wertung dargestellt habe… also wenn ein lehrer in die verwaltung wechselt, arbeitet er 1 6 x soviele stunden…

          • ghostwriter

            ah sorry, Landesverwaltung, 3-4 faches Personal im Vergleich zur Privatwirtschaft, rede nicht von „in der Buchhaltung“, sondern als verantwortlicher Buchhalter eines mittelständischen Privatbetriebes

  • fritz5

    Liebe Fr. Nock, was für widrige Bedingungen denn?? Zu Hause im Pyjama sitzen und gegen 10:00 Uhr den PC hochfahren und ein paar Aufgaben verteilen? Kindergärtnerinnen haben zudem seit Ende Februar komplett frei bis September (1/2 Jahr) bei voller Bezahlung. Na wo gibts denn sowas? Und dann sollten wir die runtergefahrene Wirtschaft wieder mit Überstunden ohne Ende hochfahren, damit mit unseren Steuergeldern u.a. Eure Gehälter pünktlich bezahlt werden können. Und als Dank könnt Ihr nicht mal 2 Wochen auf die Kinder aufpassen – das nennt man Solidarität – Bravo und Danke für Euren wertvollen Beitrag! Sie bestätigen jedes Vorurteile der Lehrer.

    • sorgenfrei

      Und was tun sie aus solidarität, fritz5? Und glauben sie, lehrer zahlen keine steuern? Und wer finanziert beiträge an unternehmen, die 130 % steuerabschreibungen bei investitionen? Die entgangenen steuereinnahmen durch schwarzarbeit? Lohnausgleichskasse, arbeitslosengeld… zahlt das nicht auch der steuerzahler? Also profitiert nicht auch die privatwirtschaft davon? Was ist mit den millionen, die die sicherung der solland silicon kostet? Sind diese kosten nicht auf die privatwirtschaft zurückzuführen? Und dafür werden auch steuergelder herangezogen… allerdings gibs hierfür keine gegenleistung… (ähnliche beispiele gäbe es viele zb. Auf staatsebene die alitalia, die 100te millionen verschlingt….

      • fritz5

        Ich, lieber sorgenfrei, arbeite als Freiberufler hart und bezahle meine Steuern und liege niemandem auf der Tasche. Ausserdem wird mein Einkommen nicht aus den Steuern anderer bezahlt. Vor allem aber hab ich nicht 6 Monate bezahlten Urlaub und reg mich dann noch auf, dass ich 2 Wochen davon arbeiten sollte. Das ist an Unverschämtheit nicht zu toppen.

        • summer

          @fritz5
          Gut, Sie arbeiten als Freiberufler hart und verdienen am Ende des Monats wie viel?
          Arbeitet eine Lehrperson hart, verdient sie gleich viel wie die paar schwarzen Schafe, die es überall gibt.
          Ich glaube, dass Frau Cornelia Brugger in einem Interview ihr Gehalt mit 35 Dienstjahren 1.900€ offengelegt hat.
          Würden Sie bitte offenlegen, was Sie so im Monat verdienen, und wenn nein, was ja Ihr gutes Recht ist, würden Sie nach 35 Dienstjahren in einem Betrieb für 1.900€ arbeiten?
          Dann bitte ganz schnell Klappe halten und fein weiterhin freiberuflich tätig sein.
          Übrigens: die 600€ von der INPS schon bekommen? So wie viele Hoteliere, Bauern und Notare abgesucht haben und auch bekommen haben.

          • fritz5

            Ach Summer, da ich das Geld nicht von der Allgemeinheit bekomme, geht Sie mein Verdienst gar nichts an und ich kann sie beruhigen, ich bin glücklicherweise nicht auf die 600€ angewiesen und hab sie daher auch nicht beansprucht. Dass sie als fixbesoldeter Lehrer sofort daran denken, wo man wieder was abstauben kann, wundert mich nicht. Wenn man 35 Dienstjahre lang auch bloss max. 200 Arbeitstage pro Jahr arbeitet, ist man mit 1.900€ auch gut bedient.

        • george

          Ihre total herablassende, fast schon verächtliche Art zeigt, dass auch Sie nicht „Goldes wert“ sind, sondern menschlich gesehen daneben. Nocht etwas verächtlicher geht es wohl nicht mehr, oder ?

  • hallihallo

    was soll man nach so einem interview noch sagen? alle vorurteile gegenüber lehrern bestätigt. die sind ja immer bis 30. juni im dienst, aber ab 13. juni schon oft am meer. ab 1.setember im dienst ,aber im november sind die schüler einen tag zuhause wegen eine pädagogischen tagung. einfach unglaublich. derzeit werden den kindern einmal wöchentlich aufgaben geschickt, ansonsten funkstille.
    schlimmer ist noch die wellenzohn von den kindergärtnerinnen. im sommer brauchen die kindergärtnerinnen den verdienten urlaub, denn schließlich sind sie ja derzeit im dienst. sie bereiten märchen für die kinder vor. wenn sie schon im dienst sind, hätten sie mindestens in den seniorenheimen oder krankenhäusern aushelfen sollen. aber dienst auf dem sofa??
    deutschland und österreich sind ja immer unsere vorbilder, aber da haben die kindergärtnerinnen ganz andere arbeitszeiten.

    • mimi01

      Do miassn einige obo sehr frustriert sein und überfordert mit di eigenen Kindo… nutzt lioba di Zeit mit ihnan…beschämend find i is voholtn vo einige, denn jeder ist seines glückes Schmied… mi wundorts echt wieso donn Lehrer u KG-Tantn Notstand isch wenns sofl a Traumberuf isch… denkt do niamand noch, dass de nix dofir kenn und a kua OK vo Rom do isch…. außerdem glabs es, de warn geschützt bzw. Kindo im Kg olto odo in di erstn Grundschuiljohr lossn a Mundmaske auf? Wer schützt donn di Familien dohuam? Wer hoftit wenn ols vo vor unheb? Des isch laima a Neiddepatte!!!! Seimo frua dassmo gsund sein!!!

      • hallihallo

        keine angst, wir schaffen es ohne probleme auf unsere kinder zu schauen. aber wo kein wille , da kein weg und rom ist immer an allem schuld.
        passen sie ja auf , daß sie nicht etwas zuviel ( lieber zuwenig) für ihren lehrauftrag machen. sie könnten sich von den sanitätsangestellten ein beispiel nehmen. die besondere situation verlangt ja von allen ein bischen mithilfe, aber sie sind da natürlich ausgenommen.

        • mimi01

          Danke dir, i bin kua Lehrerin und a net in do Sanität obo du anscheinend…. frustriert bisch obo schun fest, se tuit mir luad fi di…obo i bin zufriedn also kua Neid nötig, wie so manch andere do….

        • ermelin

          Bin Arzt im Hochrisikobereich und meine Tochter Pflegerin auch im Hochrisikobereich……wir würden NIEMALS freiwillig die Arbeit mit meiner Frau bzw. Mutter (engagierte Grundschullehrerin) tauschen…..dixit

          • summer

            @ermelin
            Sofern Sie dies nicht ironisch meinen, zolle ich Ihnen großen Respekt für diesen Beitrag. Ich bin weder in dem einen noch in dem anderen von Ihnen genannten Bereichen tätig, aber ich würde niemals mit diesen beiden, im Moment extrem geforderten Bereichen tauschen wollen.
            Ich habe gerade im Moment vor diesen Berufen (Gesundheitsbereich und Schulbereich) großen Respekt.
            Wobei ich der Meinung bin, man kann niemals Berufe gegeneinander ausspielen, was ich in Ihrem Kommentar höchst positiv anerkenne.

          • ermelin

            Dies ist vollkommen ernst gemeint…..

  • sara

    In der heutigen Zeit steht es jedem frei zu studieren und sich für einen Beruf zu entscheiden. Die Neidhammel unter uns sollten bedenken, dass das Studium des Lehrpersonals die gleiche Dauer aufweist wie jene eines Arztes. Vielleicht wollten sie sich das selbst nicht antun, bzw. waren dazu nicht fähig. Egal.
    Das verhältnismäßig niedere Gehalt und dann noch bei jenen Kindern neuen Respekt verschaffen, deren Eltern zu Hause ständig über die Lehrpersonen wettern. Dauernde Anfeindungen von Neidern, deren Kinder, meistens hochbegabt, aber dann doch hochwertigen Unterricht mit motivierten Lehrpersonen erhalten sollten. Also etwas Respekt bitte, Klappe halten und auf das eigene Leben schauen!

    • fritz5

      Kein Respekt für Menschen, die in einer solchen Notlage in ihrer freien, voll bezahlten 2 Monate ‚Arbeitszeit‘ nicht bereit sind, 2 Wochen tatsächlich zu arbeiten

      • summer

        @fritz5
        Kein Respekt für geldschäffelnde Freiberufler, die sich nicht mal 2 Wochen für die Sommerbetreuung aus Solidarität mit der Gesellschaft frei nehmen wollen.
        Oder kann er sich keine private Betreuung leisten, weil er so arg gegen Lehrkräfte schießen muss, und so miserabel als Freiberufler verdient, dass sogar seine Frau arbeiten gehen muss, um Kinder und Mann zu finanzieren?
        Kommt etwa der Neid von daher?

      • sorgenfrei

        Keinen redpekt vor freiberuflern, die keinen respekt vor anderen Menschen haben… menschen die sich über andere erheben, hat es in der geschichte zuhauf gegeben…haben der menschheit nicht viel gutes gebracht… aber vermutlich haben sie auch ihrem geschichtelehrer keinen respekt erwiesen und deshalb nicht aufgepasst…

        • fritz5

          Ach lässt Euch weiter von Vater Staat mästen und schiebt weiter auf Kosten von anderen Eure ruhige Kugel und lasst Euch weiter von Euren anachronistischen Gewerkschaftern Alibis fürs Nichtstun geben. Zum Schämen

      • george

        Tun sie ja! Was redest du blöd daher?

  • prof

    Wenn die Lehrpersonen soviel jammern und auch ihr Verdienst nicht gerade üppig ist so könnten sie jetzt „umwandeln“ es braucht dringend Pflegepersonal in den Krankenhäusern und Altenheimen zudem auch Badante.

  • flottebiene

    Also mir isch glaich,wos die Lehrer tian odo net tian…..Italien isch bis Ende Juli in „Emergenza nazionale“….gewisse Berufsgruppen hom sogor Urlaubsstopp….i find holt, in solche Momente muss man zomhebm…se huasst a mithelfn, dass Eltern net ins schleudern kem…. wenn a Lehrer odo Kindogärtner helfn kenn, solln se holt epas tian….Gewerkschaft hin odo her….

  • prof

    @sara
    Oder es ist ein Kommentar welches ironisch gemeint ist,ansonsten verdienen die Ärzte zuviel und die Lehrpersonen zu wenig.

  • heinz

    Ich sehe keinen sachlichen Grund für die Debatte. Diejenigen, die bisher im Bereich der Sommerbetreuung im Einsatz waren, sollen das auch heuer tun, zu den gleichen Tarifen wie bisher. Dies vorausgesetzt, dass eine Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Gruppen überhaupt möglich sein wird.
    Jetzt als Bildungslandesrat herzugehen und ohne Notwendigkeit auf die gesamte Lehrerschaft zu schießen halte ich für nicht akzeptabel.

  • sorgenfrei

    @hallihallo: ja, und in einem gemeinsamen gebet danken wir täglich gott, dass er uns diesen job gegeben hat, wo man mit nichtstun geld verdient und für menschen wie sie, dass die mit ihrer harten knochenarbeit für die lehrer aufopfern. Danke, danke!

  • jennewein

    Das beste wäre die verlorenen schulmonate im sommer regulär nachzuholen mir kann keiner erzählen dass der momentane
    Unterricht das gleiche ist.
    Und die lehrer bräuchten nicht den eigenen computer nehmen.

    • fritz5

      Klar wäre das das Beste, aber dann wollen sie wieder extra bezahlt werden. Sie bestehen ja ständig auf ihre tollen Tarifverträge die Ihnen das Patent zum bezahlten Halbjahresurlaub bescheren

      • summer

        @fritz5
        Besser informieren, was bessere Bezahlung bedeutet:
        Durch die europäische Presse gingen die Sklavenlöhne der illegal eingewanderten Afrikanern in Süditalien für einen Schwarzlohn von 2,50€ pro Stunde.
        Macht eine Lehrkraft eine eintägige Lehrfahrt, dann kriegt sie 2.50€ Brutto die Stunde vor Steuer. Wie nennt man dies dann, wenn jenes schon Sklavenlöhne sind?
        Der gescheite Freiberufler verrechnet seine Dienstleistung unabhängig vom Blatt Papier, das er für den Drucker braucht, mit Material von 1.50€. Tolle Leistung, die Lehrkräfte hätten alle Freiberufler werden sollen, und dieser Fritz hier hätte seine Kinder statt in die Schule schicken doch Zuhause selber unterrichten sollen.

        • fritz5

          Und ich dachte die Lehrer wären fixbesoldet – wusste gar nicht, dass sie auch noch für Lehrfahrten extra bezahlt werde. Übrigens, Letzteres mach ich gerade seit beinahe 2 Monate

          • summer

            @fritz5
            Wunderbar, dann werden Ihre Kinder so intelligent wie der Papi. Die werden sicher eine sehr hohe Wertschätzung den Lehrern gegenüber mitbringen, wenn ihnen Zuhause ihr Papi ein solch schönes Lied singt.

  • zeitgeist

    Ich kann und will nicht glauben, was die paar Vertreter der Lehrer hier von sich geben. Es muss sich um eine Minderheit handeln! Auch die Wortwahl ist nicht wirklich hilfreich. Wir durchleben die größte Krise der Nachkriegsgeschichte und das ist die Reaktion auf evtl. Arbeit in einem Sommer? Wenn die Wirtschaft nicht bald wieder anspringt, dann haben viele Mitbürger das ganze Jahr „Urlaub“. Da ist von der Grundausbildung der Lehrer (bei denen, die sich hier zu Wort melden – ich hoffe und glaube an den Rest!) wohl nicht viel hängen geblieben. Ich empfehle noch 1x den Grundkurs Volkswirtschaftslehre II (Makroökonomie)!

    • summer

      @zeitgeist
      Grundkurs Makroökonomie dürfte vielleicht an der Wirtschaftsfachoberschule und so in manchem universitären Studiengang zu belegen sein.
      Ich denke, dass dieser Kurs für Grundschullehrkräfte, Kindergärtnerinnen und viele Unterrichtsfächer der Oberschulen nicht zu belegen ist.
      Nun gut: mit Ihrer Bildung dürfte es tatsächlich nicht weit her sein, zurück in die Mittelschule und in eine bessere Kinderstube, die sie offenbar nicht genossen haben.
      Und Ihren neoliberalen Kapitalismus, den Sie offenbar in Ihrem Stidium genossen haben und seit 30 Jahren nach dem Fall des Sozialismus auf seine Spitze getrieben worden ist, liegt nun in Trümmern vor Ihnen.
      Also auch hier nochmal zurück auf die Uni, vielleicht lernt man Ihnen dort nun eine ehrlichere Makroökonomie als zu Ihrer Unizeit.

      • zeitgeist

        Liebe Frau/Herr Summer, mein Standpunkt hat nichts mit „neoliberalem Kapitalismus“ zu tun. Auch in sozialistischen Systemen haben Menschen gearbeitet und auch dort galt: der Staat kann langfristig nur das aufgeben/umverteilen, was er in Form von Steuereinnahmen aufnimmt (das war sogar in der UdSSR und in der DDR so). Wir stecken derzeit in der schlimmsten Krise der Nachkriegsgeschichte, die – wenn wir nicht alle zusammenhalten – jeden treffen wird. Auch Personen in Ihrem Umfeld – und vielleicht Sie selbst – werden davon betroffen sein. Deshalb sind jetzt alle gefordert.

    • sorgenfrei

      Und ihre beiträge sind konstruktiv?oder polemisierend, provozierend, ichbezogen und wenig argumentativ?

    • sorgenfrei

      @zeitgeist Ich empfehle das buch mythos markt, Mythos neoliberalismus von walter ötsch… dort wird aufgezeigt, wie „seriös“ ein wirtschaftsstudium heutzutage ist… und die ganze makroökonomie und ihre neoliberalistische globalisierung tragen wesentlichen anteil am dilemma, welches wir zur zeit erleben….

  • rainerzufall

    An fritz5 und die ganzen superschlauen:
    Aus all ihren Kommentaren geht nur eines hervor: Neid. Selber noch nie in einer Schule gearbeitet, über die Leistung der Lehrer keine Ahnung, wahrscheinlich bei intelligenten Gesprächen im Gasthaus aufgegriffen. Wenn die Lehrer schon solche Privilegien haben, werden sie doch selber einer. Voraussetzung ist aber ein abgeschlossenes Studium. Ich wette mit ihnen, dass sie nach einer Woche händeringend in ihren Job zurückgehen würden und keine 2 Wochen in der Schule aushalten.

    Und tun sie nicht so als ob in der Privatwirtschaft alle arbeiten wie die Verrückten. Da gibt es etliche die in ihrem Beruf eine ruhige Kugel schieben.. lächerlich, dass Lehrer ständig Zeugnis ablegen müssen was sie denn den ganzen Tag tun..
    Gehen sie doch in die Politik, da braucht es „Mauler“ wie sie. Hinter ihrem Pc und in der Anonymität des Internets seid ihr alle mutig.
    Und noch was Fritz5: wenn ich nächstes Jahr in den Urlaub fahre und die Sonne genieße, denke ich an sie, den „Oberbuggler“.

    • hallihallo

      fahren sie heuer nicht in den urlaub? sie bekommen doch das volle gehalt , obwohl sie kaum arbeiten? unterstützen sie doch midenstens die tourismuswirtschaft.
      oder habe ich mich getäuscht und sie gehören zu denen die sich heuer freiwillig ihren urlaub für ihre schüler opfern, für die sie ja die ganzen opfer bringen? dann mein respekt.

      • summer

        @hallihallo
        Also ich fahre heuer nicht in den Urlaub, mir hat der letztjährige an der Adria gereicht: zwischen nachkommenden Verwandten und Freunden hat der Hotelbetreiber bei Ankunft die vollen Beträge kassiert und keine einzige Ricevuta ausgestellt. Denke mal, das sagt alles, wenn Leuten die Kurtaxe und die MwST. bezahlen dürfen und keine Ricevuta ausgestellt worden ist.
        Und kommen Sie mir jetzt ja nicht, ich hätte sie verlangen sollen: nein, der Kunde hat nicht nach den Beleg zu verlangen, der Unternehmer hat sie von sich aus auszustellen. Und ich wollte mir selbst den Urlaub nicht vergraulen lassen.
        Aber auch ohne Covid-19 unterstütze ich die Hotellerie und den Tourismus nicht mehr. Denn die suchen jetzt auch noch um den Bonus 600 an aus Cura Italia, wo sie im letzten Jahr so gearbeitet haben.
        Und da reden noch einige davon, dass Lehrkräfte unsozial seien?
        Gehts noch?

        • yannis

          >>>>und keine Ricevuta ausgestellt worden ist.

          damit erklärt sich auch dass das sog.“Median-Vermögen“ der Italiener rund 125.000 $ beträgt ungefähr doppelt so hoch wie das der Deutschen.
          Ergo: in einen reichen Staat wie Deutschland sind die Bürger arm, in einen armen Staat wie Italien sind die Bürger reich, liegt die Ursache bei der Steuer-Ehrlichkeit ?

          Also Herr Conte, wenn Italien Geld braucht, nicht bei der EU rumplärren sondern ran an die fetten Geldbeutel der Italiener.

        • hallihallo

          summer, sie werden doch ihren urlaub nicht in bar bezahlt haben?
          denn damit würden sie die scharzarbeit unterstützen.
          aber ich habe auch noch von niemanden gehört , daß die lehrer für die nachhilfestunden eine ricevuta ausstellen. und die stundentarife sind gar nicht billig. mit abschaffung der nachprüfungen werden zum glück viel weniger nachhilfestunden gemacht.
          aber nicht in den urlaub fahren, weil man angst hat, daß jemand scharz arbeitet ist auch nicht das ziel. es ist ihr leben.

      • george

        Tourismuswirtschaft, die großen Hoteliere….. Die unverschuldet Verschuldeten! Das hatten wir doch schon einmal, oder? Und ich meine dabei nicht das einfache, kleine Dorfgasthaus, das Berggasthaus, die Jausenstation oder die weit abseits gelegene Schutzhütte, oder die Arbeitermensa.

    • fritz5

      Sie haben Recht, in der Privatwirtschaft arbeiten nicht alle wie verrückt, aber die die es nicht tun, fliegen in hohem Bogen raus oder verdienen nichts und liegen zumindest nicht den Steuerzahlern auf der Tasche. Offensichtlich hat Ihnen die Sonne in ihrem aktuellen Urlaub schon nicht gut getan, daher rate ich im nächsten Urlaub zu etwas Schatten

  • nochasupergscheiter

    Liebe Lehrer, liebe Kindergärtnerin, und auch nicht zu vergessen Liebe gewerkschaftler und Liebe landesbedienstete! Wehrt euch endlich! Lasst euch das nicht mehr gefallen! KUENDIGT ENDLICH UND GEHT IN DIE PRIVATWIRTSCHAFT… DORT ISTS VIEL BESSER! MEHR GEHALT, MEHR FREIZEIT, WENIGER STRESS… MACHT ES! SOFORT! LÄSST EUCH NICHT MEHR PFLANZEN!

  • ghostwriter

    @nochasupergscheiter: bravo, auf den Punkt gebracht! Das Rumgeschreie der Lehrer hier ist genau das, was sie bei den Schülern „hilflose Verteidigungsversuche“ nennen, wenn sie diese beim Schwindeln erwischt haben. Ausserdem aufhören mit dem ach so schwierigen Studium…wie lange gibts denn diese Pflicht? Und was war mit dem „berufsbegleitenden“? 1x pro Woche am Samstag, …..und ihr seid alle den Ärzten gleichzustellen? Hilfe, ich möchte nie krank werden!

  • george

    ‚gostwiriter‘ ist wirklich „noch so a supergscheiter“ wie @ :-P. Beschämend!
    So, und wenn ich das hier schreibe, ist das nicht etwa deshalb, weil ich etwa ein Lehrer sein würde. Ich habe auch keinen Lehrer in meiner Familie und bin deshalb in meiner Beurteilung auch nicht befangen.
    Natürlich gibt es auch äußerst bequeme und untüchtige Leute unter den Lehrern, die ihren Job nicht wert sind, aber die gibt es in jeder Berufskategorie. Das ist aber kein Grund, eine Berufskategorie gegen andere auszuspielen, sondern nachzuspüren, wer sind die „schwarzen Schafe“ und warum sind sie es.

  • kef1

    Die 1900 die hier mit 35 Dienstjahren angesprochen wurden sind Augenwischerei. Die Gehaltstabellen sind auf der Seite der Provinz einsehbar und unterscheiden sich je nach Schule. Und die Doppelsprachigkeitszulage gibt es ja auch noch, zudem noch alles was im öffentlichen Bereich halt so üblich ist, wie Leistungsprämien und Inflationsanpassungen. Es gibt klar geregelte Lohnerhöhungen nach Dienstjahren. In der Privatwirtschaft werden einem solche Gehälter auch nicht einfach nachgeschmissen, was einige Lehrer so von sich geben. Dort muss
    man erst mal über Jahre oder einem Jahrzehnt zeigen was man kann, Überstunden zu den 40h inbgeriffen… Klar ist viel mehr möglich, aber nicht umbedingt ’normal‘ wie hier abgetan wird. Auch Vergleiche hier mit anderen Ländern wie Luxemburg und Schweiz die hier angestellt werden sind lächerlich und dumm. Dort ist ja schon mal das Durchschnittsgehalt in jeder Artbeitssparte höher und man könnte auch genauso gut ins Ausland auswandern, um
    es auf dem Niveau einiger hier auszudrücken. Auch das üblich aufgeschnappte Argument dass jeder Lehrer werden könnte anstatt neidisch zu sein. Es geht halt um Prinzipien und jeder sollte das arbeiten dürfen, wo er sich am wohlsten fühlt und was ihm gefällt und dafür ordentlich bezahlt werden. Leider ist auch das Utopie und somit werden oft Wege eingeschlagen, bei denen man halt eine bessere finanzielle Sicherheit hat.

    Auch gibt es nicht in der Schulstufe Abschlussprüfungen die noch zusätzliche Zeit in Anspruch nehmen. Bei uns in der Schule haben sich einige Lehrpersonen sogar geweigert über Ferien Schularbeiten oder Aufgaben zu korrigieren und oft
    wurde das in den freien Zwischenstunden oder auch während des Unterrichtes korrigiert, als man autodidaktisch arbeiten musste. Ich weiß nicht, wie das jetzt aussieht. Zumindest was Arbeitsbedingungen anbelangt zusammen mit Ferienzeiten usw. konnten unsere Lehrpersonen, mit denen man sich offen über diese Themen unterhalten konnte, bei weitem nicht beklagen. Und wenn man sich die Sozialkompetenz einiger junger Lehrer ansieht, war einem oft unverständlich, wieso diese Personen diesen Job gewählt haben, wo sie doch mit Schüler überhaupt nicht umgehen konnten. Da werden sicherlich andere Gründe dahinter gewesen sein. Vielleicht wurden sie im Nachhinein auch enttäuscht, das weiß ich nicht. Viele kennen halt nur ihren eigenen und einzigen Beruf und man sieht halt häufig nur das Schlechte bzw. Gute bei Anderen. Der ständige Umgang mit Schülern ist sicherlich zehrend, dafür sitzt man auch nur einen Teil seiner Arbeitszeit vor den Schülern und kann den Rest anders organisieren.

    • summer

      @kef1
      Genauer lesen, statt irgendetwas daherschreiben, wäre sehr hilfreich.
      Ich habe ausdrücklich von Frau Brugger geschrieben, wenn Sie nicht wissen, dass sie Kindergärtnerin ist, ist das Ihre Bildungslücke.
      Genau in dieselbe Richtung weißt Ihre Verwendung des Begriffs AUTODIDAKTISCH: wohl alle Hinweise, dass Sie nie für eine Schule geeignet wären, außer die junge Generation sollte später denselben IQ haben wie Sie.

  • flottebiene

    Fragen sie doch Mal Krankenpfleger…sind auch Landesbedienstete- in derselben Gehaltsstufe wie Lehrer….aber halt….die haben keine Zeit, sich über ihre wahnwitzigen Ideen Gedanken zu machen….

  • summer

    @fritz5
    @hallihallo
    1. Verständlich, dass Sie als neoliberale Kapitalisten nur auf das Geld denken, was Ihnen im Sommer entgehen könnte, aber mal ehrlich: was tragen Sie zur Bewältigung der Krise bei: spenden Sie einen Teil Ihres Sommereinnahmen an Arme, wenn die von Ihnen so gefassten Pädagogen einspringen würden?
    Bevor Sie eine Antwort geben: Sie spenden sicher nicht, denn sonst könnten Sie dieses Geld ja gleich hernehmen für ein Kindermädchen.
    Also was verlangen Sie von anderen, was Sie selbst nicht zu leisten gewillt sind?
    2. Selbst neoliberale Kapitalisten wissen, dass Verträge einzuhalten sind, das Arbeitsrecht und die Kollektivverträge können nun mal nicht abgeschafft werden. Aber Karl Marx hatte schon vor 200 Jahren durchschaut, was Sie als neoliberale Kapitalisten sind: geldfixierte Männer, für die jede Gewerkschaft und jeder Kollektivvetrag Gift ist, denn das sind noch die letzten Bastionen der mittlerweile bis auf das Blut ausgebeuteten Arbeiter im Schutz vor Leuten wie Sie. Denn dass für die Kapitalisten jedwede Bildung Nonsense ist, weil dies den Menschen befähigt selbstständig zu denken, und damit sich nicht mehr ausbeuten zu lassen, liegt auf der Hand.
    3. Ob Frau Brugger eine Teilfreistellung für die Gewerkschaft hat, ist naheliegend. Selbst dann sind Sie nicht mal richtig informiert, dass sie eben keine 6 Monate frei hat.
    Und ja: Sie beide würden nach 30 Jahren Dienst in einem Betrieb sich mit 1.900€ abspeisen lassen. Sie machen sich mit jedem weiteren Wort nur noch lächerlicher.
    Auf solche Hanswurst kann unsere Gesellschaft gerne verzichten, denn solche Egomanen brauchen wir nicht.

    • fritz5

      Ach Summer, Menschen die sich auf Marx beziehen, haben die Zeichen der Zeit etwas verschlafen – sollte sich sogar in ihren Niederungen rumgesprochen haben. Gewerkschaft sind übrigens üble Übrigbleibsel aus dieser anachronistischen Zeit und versuchen verzweifelt in unserer Zeit ihr Dasein zu rechtfertigen.
      Gehen sie doch einmal auf ein Argument ein und antworten Sie darauf, warum Kindergärtnerinnen, die jetzt von März bis September frei haben und voll bezahlt werden, nicht 2 Wochen davon ihre Arbeit tatsächlich machen können und auf die Kinder aufpassen können, denn darum geht es im Artikel. Textverständnis ist wohl nicht so ihres wie es scheint.

      • summer

        @fritz5
        Von wegen Textverständnis, warum also lassen sie in 90% Ihrer Kommentare Ihrem Hass auf Lehrkräfte freien Lauf und kommen erst im letzten Kommentar auf die Kindergärtnerinnen zu sprechen.
        Und hier meine Zustimmung sogar zum Thema Kindergärtnerinnen, weil sie nicht so intensiv arbeiten können wie Lehrkräfte zum Fernunterricht, bin sogar ich der Meinung, dass sie schon eingesetzt werden könnten für jeweils 2 Wochen im Sommer.
        Dafür muss aber auch mal die Gerechtigkeit ins Auge gefasst werden, dass Lehrkräfte für Religion und Turnen wirklich auch kaum oder gar nichts zu tun haben und es ihnen auch nicht schaden würde, wenn sie wenigstens 2 Wochen im Sommer dafür hergeben würden.
        Ich wehre mich aber gegen Ihre überwiegend negativen Post allgemein gegen alle Lehrkräfte, weil solche Pauschalurteile unter jedem Niveau sind.
        Und was Sie zu Gewerkschaften schreiben, war ja absehbar und insofern ganz richtig eingeschätzt, denn Sie sind und bleiben ein neoliberaler Kapitalist. Und ja: Marx ist aktueller denn je, ob Sie es wahrhaben wollen oder nicht: er hat bis heute recht behalten. Was die menschenverachtenden Diktatoren von Lenin bis Castro daraus gemacht haben, kommt nicht mal ansatzweise einem Marxismus nahe, sondern war nur der Deckmantel für menschenverachtende Diktaturen, denn letztlich waren das rote Faschisten, was Marx niemals war.

        • zeitgeist

          Tja, Herr/Frau Summer – Ihre Welt dreht sich offenbar um den Sommer. So ist eine sachliche Argumentation natürlich schwierig – aber eine solche wollen Sie wohl auch nicht. Wie gesagt, eine Lektüre der großen Depression 1929 würde helfen. Sie verkennen den Ernst der Lage vollkommen! Die Kommentare von Ihnen sind eines Lehrer unwürdig – und das Wort „neoliberaler Kapitalist“ steckt ohne Zusammenhang (als Beschimpfung) in jedem 2. Satz. Nochmals: auch im Sozialismus müssen Menschen arbeiten und verteilt kann nur das werden, das erwirtschaftet wird. Bitte missbrauchen Sie Marx nicht, der war ein Ökonom und verstand, im Gegensatz zu Ihnen, was er geschrieben hat.

          • summer

            @Zeitgeist
            Und schon wieder entpuppen Sie sich als recht arm im Geiste, denn man muss nicht Arzt sein, um Ärzte zu verteidigen oder zu würdigen.
            Was Marx betrifft, scheinen Sie weniger als ich verstanden zu haben, denn gelesen haben Sie ihn offensichtlich nicht, sondern nur Exzerpte, die Ihnen vielleicht ein Uniprof. vorgelegt hat, um vermeintlich aufzuzeigen, wie falsch Marx liegt und der Kapitalismus doch den Markt selbst regelt.
            Also was verlangen Sie von den Lehrkräften, das regelt sich schon allein, so wie das Kapital den Markt regelt.
            Und was 1929 angeht, haben Sie wieder nur Ihre verengte Sicht auf etwas, was der Kapitalismus gerne verdeckt und verschweigen möchte: an der Arbeitsamkeit der Menschen ist es nicht gescheitert, aber vielleicht solch aufgeblasenen Besserwissern wie Sie, die sich verspekuliert haben? Jedenfalls hatten die hungerleidenden Arbeiter kein Geld, um an der Börse zu spekulieren. Weder vor noch nach 1929.

          • zeitgeist

            @Summer: Einen schönen Sommer wünsche ich Ihnen, Herr/Frau Summer. Vielleicht haben Sie ja bald das ganze Jahr Urlaub. Keine Sorge – wir bezahlen Sie trotzdem. Das ist wohl nach Ihrer Interpretation was Marx gemeint hat wie es sein sollte in einer fairen und gleichen Gesellschaft 🙂

        • fritz5

          Ich habe überhaupt keinen Hass auf Lehrpersonen, im Gegenteil, sie sind fundamental wichtig für jede Gesellschaft. Ich hab bloss was dagegen, wenn man so tut, als ob die Lehrer zur Zeit Übermenschliches schaffen, da sie Fernunterricht geben. Ich habe 3 Kinder in der Schule und merke den Einsatz der Lehrpersonen sehr unterschiedlich. Jedenfalls ist der Einsatz sicher unter dem eines normalen Jahres und daher bin ich der Meinung, dass in solchen Zeiten, in denen die Wirtschaft ab Boden liegt, diese auch 2 Wochen in ihrem 2 montatigen Sommerurlaub 2 Wochen auf Kinder aufpassen können. Nicht mehr und nicht weniger. Sie sollten nicht vergessen, dass ihre Gehälter von Steuern bezahlt werden und nicht wie Manna vom Himmel fallen und diese Steuergelder müssen generiert werden.
          Und wenn sie Marx doch so verehren, sollten Sie doch einfach in ein kommunistisches Land ziehen wenn sie noch eins finden und dort glücklich werden. Ich weiss, viele Länder die die Marxsche Lehre umzusetzen versucht haben, sind kläglich gescheitert….fragen Sie sich doch mal warum.

          • heinz

            @fritz5
            Ach hören Sie doch mal auf mit Ihrer Litanei! Keine Berufsgruppe der Welt wird sich bereiterklären, unentgeltlich 2 Wochen Überstunden zu leisten, geht das in Ihren Kopf nicht hinein?
            Für die Kinderbetreuung ist eher an eine Ausweitung der Elternzeiten zu denken, da Zusammenkünfte in Gruppen in diesem Sommer sowieso auszuschließen sind.

      • novo

        Gäbe es keine Gewerkschaften, würden wir heute noch 12 Stunden am Tag, 6 Tage die Woche, ohne Urlaub für einen Hungerlohn arbeiten. Und die Kinder hätten schulfrei, denn sie müssten „mitschuften“. In Süditalien bei der Tomatenernte gibt es dazu passenden Anschauungsuntericht… wenn man möchte, aber man wird nicht wollen!

  • fritz5

    Ach lieber Heinz, die Freiberufler werden bald deutlich mehr ‚Überstunden‘ machen für deutlich weniger im Monat als vor der Krise, aber wie sollen Sie das als fixbesoldeter Beamter wissen, der jede Überstunde brav stempelt und darauf beharrt, jede einzelne bezahlt zu bekommen. Besten Dank für für Eure Solidarität und hoffentlich kommen auch Sie mal in der Realität an.
    Ausweitung der Elternzeit – na bravo und wer soll denn das schon wieder bezahlen. Steuergeld fällt nicht von den Bäumen, das sollte sogar Ihnen als Lehrer bekannt sein.

    • sorgenfrei

      Lieber fritz5, nachdem zu erwarten ist, dass die wirtschaft in die rezession ruscht und somit auch sie wahrscheinlich weniger arbeit haben werden, können ja auch sie im sommer unentgeltlich für ein 2 wochen die sommerbetreuung übernehmen… sie sind ja so solidarisch mit der welt…. außerdem seien sie froh, wenn es weniger arbeit gibt…. weniger arbeit=weniger steuer, die sie für die bezahlung der privilegierten kaste der lehrer abgeben müssen…

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