Du befindest dich hier: Home » Gesellschaft » „Südtirols Zukunft liegt im Freistaat“

„Südtirols Zukunft liegt im Freistaat“

 

Fotos: Ulli Mair (FB)

Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair fordert nach dem Abklingen der Krise eine offene Diskussion zur Zukunft Südtirols und den weiteren Weg, den das Land im europäischen Kontext einzuschlagen hat. 

„Die Krise, hervorgerufen durch das Coronavirus, und all die damit zusammenhängenden Folgen haben fundamentale Schwächen an unserer Autonomie deutlich aufgezeigt“, hält die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair in einer Aussendung einleitend fest. „Südtirol hat kaum Handlungsspielräume und ist stets an die Vorgaben aus Rom gebunden. Es gibt kaum einen Wirtschaftszweig in unserem Land, der nicht unter der römischen Ausgangssperre gelitten hat und künftig auch noch mit Problemen konfrontiert sein wird“, gibt Mair zu bedenken.

„Für alle Bürger waren die vergangenen Wochen mit enormen Belastungen verbunden, die der Gesamtsituation auf dem Staatsgebiet geschuldet war. Hätte Südtirol unabhängig von Rom agieren und sich mit den Beschränkungen auf die herrschende Situation im Land anpassen können, so hätte viel Schaden vermieden werden können. All die Folgen dieser Einschränkungen werden eine lange Zeit beanspruchen, bis sie gemildert sein werden“, so Mair.

„Auch die nach wie vor herrschenden Einschränkungen im Bildungsbereich und bei der Kinderbetreuung sind nicht nachvollziehbar. Selbst für das Babysitten braucht es die Freigabe von Rom. Dies sagt viel über den Zustand unserer Autonomie aus und wie eng die Möglichkeiten Südtirols sind. Der stete Ausbau der Autonomie und deren Weiterentwicklung hin zu einem Freistaat muss die Bestrebung der nächsten Jahre sein“, unterstreicht die freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Mittlerweile haben viele Südtiroler eingesehen, dass unser Land einen eigenen Weg einschlagen muss. Südtirol braucht einen Weg der Eigenständigkeit in guter Nachbarschaft und enger Kooperation mit den umliegenden Ländern und Regionen. Deshalb muss die Politik, aber auch die Verbände und die Bürger eine offene Diskussion zur Zukunft unserer Heimat auf die Tagesordnung bringen. Es geht um nichts weniger als um unser aller Zukunft“, so Ulli Mair abschließend.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (42)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • leser

    Tja liebe Ulli
    Leider muss ich dir recht geben obwohl ich alles andere als auf der Linie einer freiheitlichen Partei bin da ihr nur bewiesen habt ihr letztendlich , wenn es draufankommt dann die Eier doch nicht habt, den eigenen Weg zu gehen und euch doch hinter die Regierungspartei stellt bzw fügt und Eurem Privileg des geldeinsteckens verfällt , leider hast du und Deine Pol. Weggefährten uns das mit dem rentenskandal bewiesen
    Dass die superverhandler von damals Peterlin, Zeller (und auf die alten Selbsternannten romkämpfer brauchen wir gar nicht einzugehen) so gut wie nichts heimgebracht haben, steht jetzt wohl ausser Diskussion
    Die ganzen heimbringerkompetenzen sind nichts wert wert wir keine primärgesetzgebung haben die ganzen pappenheimer sind doch nichts anderes als gute Verwalter von Rom die jeder für sich ein managergehalt beziehen und noch obendrein mit superpensionen eingelullt wurden

    • martasophia

      Ich halte den Freistaat einfach nur für einen Schwachsinn. Aber ich bin halt auch eine Anhängerin der europäischen Idee.
      Die größte Dringlichkeit ist jene eines politischen Ethos. Politiker die nicht nur Politik betreiben, die für den eigenen Geldsack gut ist, die sich nicht nur nach der Decke strecken, die die meisten Stimmen bringt, sondern die ethischen Regeln folgen, die der größtmöglichen Gerechtigkeit verpflichtet sind.

  • leser

    Das einzige wo die Südtiroler primärkompetenz haben sind wo sie gemeinsam ihre Gehälter, ihre Vorauszahlungen und ihre inflationsanpassungen beschliessen können ja 7nd die halten bombenfest jeder Krise und Vorgabe aus Rom entgegen

    • kurt

      @leser
      Wer hat denn die scheinbar so Wunder wirkende aber nutzlose Sonderautonomie erfunden wohl nicht die Freiheitlichen oder sonst wer außer wie du sagst die „Heimbringer“ der SVP .
      Was sie Wert ist zeigt sich genau jetzt und dann kommt eine Unterberger oder ein Steger und glauben die Differenz machen zu können .
      Um die selbst gelobten Leistungen Stegers in Rom ist es auch still geworden aber die Leute vergessen ja alles und auf das Bauen diese Leute !!!

      • leser

        Kurt
        Einmal mehr verstehst du nicht was ich geschrieben habe
        Das verstehe ich wahrscheinlich fehlt dir das hintergrundwissen
        Einer der grossen fehler war schon der paketabschluss was die politische vertretung auf resignationskurs gelenkt hat und sie zum einlullen gebracht hat mit traumvergütungen für jeden sammelparteusoldaten
        Übrigens entgegen deiner behauptung steger hat noch nichts nach hause gebracht und unterberger wird im besten falle ihr traumrolle als gute diplomatensprecherin gerecht

  • andreas

    @leser
    „Einer der grossen fehler war schon der paketabschluss was die politische vertretung auf resignationskurs gelenkt hat und sie zum einlullen gebracht hat mit traumvergütungen für jeden sammelparteusoldaten“

    Denkst du eigentlich, das was du schreibst?

  • mannik

    Oberflächliches Gelabere. Und so etwas besetzt einen Platz im Landtag.

  • orchidee

    Etwas haben sie schon nach Hause gebracht, den Wirbel um den famosen Kindersitz fürs Auto…ab und zu ein Foto in den Medien brauchst schon…Ich habe einen Vorschlag, dass jeder, der in Rom unnütz herum sitzt, ( früher hat man wenigstens gestrickt ) sofern Er / Sie überhaupt sitzt, einen Monatsgehalt an die Sanität abgibt, so könnten viele, viele Atmungsgeräte für die schlecht ausgerüsteten Krankenhäuser in Italien angekauft werden.
    Keiner von denen setzt ein Zeichen! Mit unseren Steuergeldern füttern wir alle durch, sei es in Bozen, wie in Rom. Sie sitzen und sitzen, bald kommt eh wieder die ersehnte Nachzahlung oder die Vorauszahlung, man muss nur sitzen bleiben….Leider sind wir Südtiroler sehr vergesslich, vor den Wahlen verspricht man uns wieder das Blaue vom Himmel, das genügt uns vollkommen.

  • olle3xgscheid

    Zum träumen geh ich besser schlafen . Der Zug isch schun long ogfohrn , leider….

  • roadrunner

    Ich würd mal abwarten, in 6 Monaten können wir besser beurteilen, wer das „bessere Händchen“ zur Bewältigung der Krise gehabt hat.

    • ille

      Da brauchst du keine 6 Monate warten. Jeder sieht lange schon daß wir mit unseren italienischen Standarts auf keine Krise vorbereitet sind und somit viel länger brauchen sie zu meistern.
      Übrigens konnte man schon vor Corona sehen wie steil bergab es mit Italien geht und wir waren nicht imstande uns auszuklinken. Und warum? Womoglich weil die Verantwortlichen die weltbesten autonomen Gehälter kassieren?
      Und zu den Freiheitlichen: steckt eure Kräfte in die Zukunft Südtirols und nicht um gegen Flüchtlinge zu hetzen.

      • leser

        Ille
        Das hast du bravurös auf den punkt gebracht

      • roadrunner

        Zu komplexen Themen gibt es keine einfachen Antworten. Zum Glück sieht es nicht „jeder“ gleich wie du. Wie gesagt, nach 6 Monaten kann man bessere Schlüsse daraus ziehen und man sollte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

      • andreas

        @ille
        Trotz dieser „schlimmen Zustände“ in Südtirol, sind wir eine der reichsten Regionen Europas geworden, also warten wir mal ab, was in den nächsten Monaten kommt.

        Bei der Spanischen Grippe war der Osten der USA früher und härter betroffen und sie hatten länger alles geschlossen. Trotzdem waren die wirtschaftlichen Schäden im Westen weit höher und sie brauchten länger, um sich zu erholen.

        • sabine75

          @andreas
          Wir stehen so gut da, weil wir eben ein fleißiger Haufen sind!!!!! Und stell dir dann mal vor, wie wir OHNE diesen Klotz am Bein namens ITALIEN da stehen würden!!!!! Denen wir eh nur an haufen Geld oipumpen und als Gegenleistung un colpo di culo kriagn!!!!!

  • politikverdrossener

    Das ganze Ausland bewundert unsere Autonomie nur hier in diesem Portal von Idioten verstehen das nur wenige.Schaut einmal nach Ungarn,Katalonien,Syrien usw…

    • ille

      Danke für das Beispiel Katalonien. Die haben viel mehr Rechte und Freiheiten als wir und trotzdem gehen sie für ihre Unabhängikeit auf die Straße.
      Und nein sie bewundern uns beim besten Willen nicht. Das versucht uns nur die vollautonome Edelweißpartei einzureden.

    • sabine75

      @politiverdrossener
      Jedes verdammte Bundesland in Deutschland hat MEHR Kompetenzen wie wir!!!! Und wenn du ein aktuelles Beispiel haben willst: die momentane Lockerung des Lockdowns können sich die Bundesländer selbst einteilen und selber darüber entscheiden, wie es für ihnen am Besten ist!!!

  • george

    „Gescheit“ reden, nachplappern, Hintergrundwissen vortäuschen und nichts vernetzen und die für sich vorgegebenen Kompentenzen nicht einmal imstande zu sein über die Muskelfasern auf eine ordentlichte und lesbare Textierung überleiten zu können. Das ist die Tatsache hier bei vielen „Schreiberlingen“. Nur die Schuld und das Unverständnis haben dann immer die anderen.

  • andi182

    Unsere Zukunft liegt in einem starken gemeinsam Europa sonst werden wir gegen die anderen Großmächte alle untergehen.

  • schumi

    Klingt alles ganz schön, aber wir brauchen uns da nichts einzubilden.
    Ich werde jedenfalls, sobald es nur möglich ist meine Koffer packen und nach Italien nur mehr zum Urlaub kommen.

  • heinz

    Wären wir bei Österreich, hätten unsere Skigebiete erst eine Woche später zugesperrt und wir hätten jetzt viel mehr Tote. Südtirol kann froh sein, bei Italien zu sein. Die italienische Regierung macht in der Coronakrise einen sehr guten Job. Das allzu frühen Lockerungen einiger Nachbarstaaten werden sich noch bitterböse rächen. Auch Angela Merkel bremst zurecht in der Angelegenheit.

    • roadrunner

      Mit Merkel als Wissenschaftlerin an der Spitze der Politik kann sich Deutschland glücklich schätzen.

      • leser

        Man kann es merkel gar nicht hich genug anrechnen dass sie offenbar die einzige ist die dem eurobond eine absage erteilt
        Schade dass das keiner versteht

        • hallihallo

          leser,
          eurobond heißt, daß jeder seine schulden selber zahlt, nur alle gemeinsam haften. daß italien konkurs geht, ist wohl sehr schwierig.
          in den letzten jahren war italien immer nettozahler in der eu.
          gleiche währung heißt aber auch gleiche zinsen. ansonsten ist es wettbewerbsvorteil und das ist die eu ja immer ganz genau.
          hätte deutschland seit euro einführung die gleichen zinsen wie italien, spanien oder griechenland bezahlt, stünde es viel schlechter da. anderseits hätten die anderen staaten den gleichen zinssatz gezahlt wie deutschland , stünden sie viel besser da.
          deshalb ist es höchste zeit daß es nur mehr eurobonds der einzelnen staaten gibt, damit dieser wettbewerbsvorteil deutschlands und hollands, österreiche endlich aufhört.

          • leser

            Hallihallo
            Das ist eben nicht so
            Warum meinst du dass sich Staaten. Wie Polen, Ungarn usw. querlesen, genau aus dem Grund dass sie eben auf eurosubventionen verzichten müssen
            Richtiger wäre eine Europa der zwei Geschwindigkeiten tja mein lieber und da wären eben Länder wie Polen , Ungarn und eben auch Italien in der zweiten Reihe und das wäre gut so

    • ille

      Genau Heinz, wären wir bei Österreich hätten wir sehr wahrscheinlich viel weniger italienische Ferienwohnungsbesitzer und grundsätzlich weniger norditalienische italienische Gäste. Folglich weniger infizierte in den Schigebieten gehabt.
      Weiters wäre unser Sanitätswesen nicht so zu tode gespart und komplett unvorbereitet für Krisen, schau einfach mal kurz über den Tellerrand.
      Ob sich die Lockerungen rächen werden wir noch sehen, ich glaube es nicht. Sie hatten von vornherein schon viel lockerere Regeln und stehen jetzt schon viel besser da als wir.
      Ein bischen mehr Eigenverantwortung täte unseren Landespolitikern schon gut, nicht nur Befehle empfangen umd achselzukend umsetzen.

      • hallihallo

        leser,
        ja dann ist uns ja nicht zu helfen, wenn du schon selbst überzeugt bist, daß es richtig ist, daß deutschland weniger zinsen zahlt. italien hätte bei deutschem zinssatz schon seit jahren ein nulldefizit.
        aber wenn es euch so lieber ist und ihr lieber mehr zinsen zahlt und italien die schuld gebt, dann haben wir uns wahrscheinlich nichts besseres verdient.

  • nadine06

    George .Sehr guter Beitrag .Wahre Worte .

    • andreas

      Na ja, etwas weniger geschwollen, könnte er es schon bringen. 🙂
      „….Kompentenzen nicht einmal imstande zu sein über die Muskelfasern auf eine ordentlichte und lesbare Textierung überleiten zu können.“

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2020 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | Datenschutz & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen