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Schritt für Schritt

Eine neue Verordnung ermöglicht weitere gewerbliche Tätigkeiten. LH Kompatscher und LR Achammer sprechen von zusätzlichen Spielräumen. Zudem ist eine Klarstellung zu Radwegen enthalten.

Landeshauptmann Arno Kompatscher hat Am Samstag eine neue Verordnungunterzeichnet. Sie trägt die Nummer 21 und ermöglicht für alle bereits bisher erlaubten Tätigkeiten innerhalb des Betriebsgeländes eine Ausweitung auf maximal fünf Mitarbeiter. Zudem sind solche Tätigkeiten unter bestimmten Bedingungen auch außerhalb des Betriebsgeländes möglich.

Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärt die erneute, vorsichtige Lockerung: „Auch wenn Normalität so schnell kaum einkehren dürfte: Wir gehen Schritt für Schritt, um wieder dorthin zu kommen.“

Gleichzeitig warnt er zum wiederholten Mal: Es müsse stets darum gehen, das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten und dem Schutz der Gesundheit die notwendige Priorität zu geben. Laut Landesrat Philipp Achammer ist jeder Schritt zum Neustart wichtig, um den wirtschaftlichen Einbruch in Grenzen zu halten: „Es geht darum, Betrieben so weit wie möglich ihre Tätigkeit zu ermöglichen, damit sie nicht in Schwierigkeiten geraten, damit sie Arbeitsplätze erhalten und Wohlstand sichern“.

Hygiene- und Schutzmaßnahmen

Landeshauptmann Kompatscher weist mit Nachdruck darauf hin, dass jeder weitere Schritt der Öffnung nur unter der Bedingung möglich ist, dass die vorgeschriebenen Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen peinlich genau eingehalten werden. Diese Bestimmungen sind in den Richtlinien für alle öffentlichen und privaten Baustellen und Arbeitsorte enthalten, die laut Abkommen zwischen den Sozialpartnern (Protocollo condiviso) vom März für das gesamte Staatsgebiet gelten. Außerdem wird in der Verordnung ausdrücklich auf die Leitlinien für Bautätigkeiten der bilateralen Körperschaft für Sicherheit und des paritätischen Komitees im Bauwesen vom 16. April verwiesen.

Produktion allmählich hochfahren

Bereits seit der Verordnung des Landeshauptmanns Nr. 20 vom vergangenen Montag waren neben den Tätigkeiten, die einen zugelassenen ATECO-Kodex haben, und jenen, die das Funktionieren von Lieferketten gewährleisten, auch das Herstellen von Produkten und das Erstellen von Dienstleistungen in den Betriebsräumlichkeiten erlaubt. Bedingung dabei war, dass diese Tätigkeit individuell beziehungsweise nur unter Mitwirkung von Mitgliedern der zusammenlebenden Familie verrichtet werden durfte.

Arbeiten auch außerhalb des Betriebsgeländes

Die Verordnung Nr. 21 geht nun einen weiteren vorsichtigen Schritt der Öffnung. Neu ist: Die in der Verordnung Nr. 20 erwähnten Tätigkeiten innerhalb des Betriebsgeländes sind ab nun auch unter Mitwirkung von maximal fünf Mitarbeitern zugelassen. Eine weitere Neuerung: Diese Tätigkeiten können ausdrücklich auch außerhalb des Betriebsgeländes ausgeübt werden können, wenn die Installation oder die Aufstellung vor Ort mit der Produktionstätigkeit verbunden ist. „Damit ist gewährleistet“, sagt Landesrat Achammer, „dass zum Beispiel ein Tapezierer, ein Fliesenleger, ein Spengler, der Blechanschlüsse montiert, oder ein Tischler, der Möbel einbaut, ihre Tätigkeit für ihre Kunden zu Ende führen können.“

Allerdings gelten dabei folgende Beschränkungen: Nicht mehr als fünf Arbeiter pro Unternehmen dürfen gleichzeitig vor Ort sein. Die vorgeschriebenen zwischenmenschlichen Abstände müssen eingehalten werden. Und es gilt, den Kontakt mit dem Kunden zu vermeiden.

Arbeit und Arbeitsplätze sichern

„Schrittweise fahren wir damit betriebliche Tätigkeiten wieder hoch“, erklärt Kompatscher die Vorgangsweise. Es gelte, bestehende Spielräume zu nutzen. Landesrat Achammer, gleichzeitig für Wirtschaft wie für Arbeit zuständig, fügt hinzu: „Wir müssen in dieser außergewöhnlichen Situation alles tun, um Arbeitsplätze zu schützen, was wiederum Familien Sicherheit gibt.“

Nutzung der Radwege beruflich und für Fußgänger

Schließlich enthält die neue Verordnung von Landeshauptmann Kompatscher auch eine Klarstellung zu den Radwegen. Aus beruflich erforderlichen Gründen dürfen diese immer genutzt werden, inner- und übergemeindlich. Und zusätzlich wird festgestellt, dass Radwege in jedem Fall und überall von Fußgängern benutzt werden können, wenn dies auch vor dem Notstand dort erlaubt war. Damit werde im Sinn der Sicherheit vermieden, dass Fußgänger vielerorts auf Straßen ausweichen müssten.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (12)

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  • goggile

    was wollt ihr schritt für schritt? der LH war GEGEN hubschrauberüberwachung und TAGTAGÄLICH GANZTÄGIG sind in weiten gebieten Südtirols ordnungshubschraucher die angst und schrecken verbreiten.

    der LH hat wohl überhaupt nichts zu sagen was die Anweisungen an die ordnungs heere finanzkräft angeht.

    seht endlich ein dass Südtirol in diesem Staat untergeht.

  • fronz

    Philipp Achammer ist jeder Schritt zum Neustart wichtig, um den wirtschaftlichen Einbruch in Grenzen zu halten.
    Der wirtschaftliche Einbruch ist im vollem laufen Herr Ach(j)ammer.

    • mizzitant

      Gut gebrüllt. I glab mir stoasn af taube Oarn. Was dei net hearn welln, hearn sie net. Dei brauchen lei jo soger und Menschen dei net noch denken, bei dem was sie tian. Unter Demokratie versteht man eppas onders.

    • leser

      Fronz
      Der wirtschaftliche einbruch hat abet nix mit dem coronavirus zu tun
      Die misere ist schon seid jahren ind das coronamaleur ist lediglich eine passende fassade

  • waldhexe

    Herr Achammer viele Betriebe sind längst schon in Schwierigkeiten,da werden sie nichts mehr daran ändern.Der Wohlstand der mal war,wird niemehr zurückkommen.Das kommt wenn man sich einseitig informieren lässt,ja keine andere Meinung zulassen und stur mit dem Schädel durch die Wand.

  • waldhexe

    Langsam kommen Zahlen zum Vorschein.die vorher schöngerechnet wurden

    Per l’avvocato Balestri, che si riserva di confrontarsi con i colleghi della Camera Civile da lui presieduta in un momento successivo, non tornano neppure i numeri: “Secondo i dati ISTAT, nel primo trimestre dell’anno 2020, il numero totale dei morti è in linea con gli anni precedenti, anzi vi sarebbe una qualche diminuzione.
    Secondo i dati forniti dalla Protezione Civile, all’attualità vi sarebbero 20.465 morti con un’età media di 78 anni, di cui il 61% con tre o più patologie pregresse, il 20,7% con due patologie pregresse, il 14,8% con una patologia pregressa mentre solo il 3,5% non avrebbe avuto nessuna patologia. Quindi, il numero dei soggetti morti per Covid-19 senza patologie pregresse sarebbero 716, che rappresenta in confronto della popolazione italiana lo 0,0011%, mentre alla data odierna il totale di chi ha contratto il Covid-19 (comprensivi i positivi 103.616, i guariti 35.345 ed i morti 20.465) pari a 159.516 persone sarebbe lo 0,264% della popolazione.
    Tali numeri non sembrano essere stati adeguatamente valutati ai fini di effettuare il contemperamento degli interessi della nazione”

  • mizzitant

    Dei Kronkenhaiser hobn forscht koane Covid Patienten mehr. Und die lieben Politiker mochen die Südtiroler Wirtschaft kaputt. Machen alles größer als es in Wirklichkeit ist, und das schlimmste net der Covid bringt ins um, sondern dei deppete Ort ondere nochzumochen. Ober mir hom ja wieder Wahlen, gell. Äh jo mir leben von die Touristen, wenn dei nimmer kemmen, wos donn. Und Kaffe braucht es mit Masken a koane, weil mir sie ja not or tian terfn. So vie Dummheit af oan haufn mua

  • franzbach

    Bescheuert sein wol mir olle zomm, weil mir so an rotzer und an eierlosen scheisser gewählt hom.

  • sepp

    Franzbach wo de recht hosch hosche recht bodes scheinheilige lei do heiligen schein fahlt ihnen no

  • emma

    step by step sog do virologe depp.

  • alsobi

    Nutzung der Radwege beruflich und für Fußgänger, heißt für mich das ich auf auf Nichtradwegen (‚Forststrassen o.ä.) fahren darf……………..oder?????

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