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Arnos Fahrplan


LH Arno Kompatscher hat einen Neustart-Plan mit stufenweisen Lockerungen ausgearbeitet – doch Rom legt sich (noch) quer. Wer wann öffnen könnte.

Von Matthias Kofler

Arno Kompatscher wird nicht müde, die „positive Entwicklung“ Südtirols im Kampf gegen die Corona-Pandemie hervorzuheben: Die Zahl der Patienten in den Intensivstationen sei in den vergangenen Wochen von 65 auf 34 zurückgegangen, auch der prozentuelle Anteil der positiv Getesteten nehme kontinuierlich ab, sagt der LH. Gemeinsam mit dem Präsidenten des Veneto, Luca Zaia, und anderen Kollegen vertritt Kompatscher gegenüber Rom die Position, dass die Regionen Maßnahmen zur schrittweisen Lockerung der Corona-Vorschriften erarbeiten können.

Ziel ist es, sukzessive mehr Arbeitstätigkeiten zuzulassen, wobei begleitende Schutzmaßnahmen für das individuelle Verhalten gelten sollen.

Ein erster Entwurf für einen Exit-Plan für Südtirol datiert vom 10. April. Dieser wurde von einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Spitzenfunktionären der Landesverwaltung und externen Wirtschaftswissenschaftlern, Bankfachleuten, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, erarbeitet und sieht mehrere Phasen zurück zur Normalität vor. Allerdings, so präzisiert der LH, sei das Papier nicht mehr aktuell, weil es ständig den neuen Gegebenheiten angepasst werden müsse. Bislang stellt sich Rom quer und akzeptiert keine Alleingänge vonseiten der Regionen.

So hätte Kompatschers Neustart-Plan ausgesehen, wenn Premier Giuseppe Conte die allgemeinen Ausgangsbeschränkungen nicht bis zum 3. Mai verlängert hätte:

Step 0: 13. April
Erlaubt sind: Bewegung und Spaziergänge im Freien und zwischen den Gemeinden nur mit Personen desselben Haushalts, unter Wahrung des Abstandes und mit Mundschutz.

Step 1: 20 April
Es öffnen alle Baustellen und Kleinstbetriebe mit maximal vier Mitarbeitern ohne direkte Kundenkontakte. Es gilt die 1/20-Regel: max. eine Person pro 20m2. Im Handel sind Lieferdienste jeglicher Art erlaubt. Verzehrfertige Speisen können im Restaurant abgeholt werden. Der Inhaber kann im Nahkontakt unter Einhaltung besonderer Regeln und mit Schutzausrüstung Dienstleistungen für je einen Kunden derselben Gemeinde erbringen.

Step 2: 4. Mai
Es öffnen alle Handelsgeschäfte bis zu 500 m2 und alle Handelsaktivitäten mit geringer Personalinteraktion, Gärtnereien, Autohäuser und Büchereien. Es gilt die 1/20-Regel. Restaurants öffnen zu Mittag, wenn auf 20m2 nicht mehr als ein Tisch steht, auf dem nur Personen desselben Haushalts sitzen. Dienstleistungen für Personen mit Nahkontakt: (z.B. Friseure und Kosmetiker) nur unter Einhaltung besonderer Regeln und mit Schutzausrüstung. Statt der Ausgangssperre gilt eine Kontaktsperre. Profi-und Amateursportler können unter Einhaltung der 1/20-Regel wieder trainieren.

Step 3: 18. Mai
Restaurants, Bars und Mensen öffnen zu Mittag und am Abend. Es gilt die 1/20-Regel, auch in den Hotels: ein Gast pro 20m2 Zimmerfläche. Reisen sind wieder erlaubt und es öffnen die Museen.

Step 4: 11. Juni
Alle Betriebe im produzierenden Gewerbe, Schutzhütten, Restaurants, Bars, Aufstiegsanlagen, Schwimmbäder, Turnhallen und Handelsgeschäfte dürfen öffnen. Sommerbetreuung für Kinder bis 14 Jahren ist erlaubt

Step 5: Herbst
Kindergärten, Schulen, Unis Einkaufszentren und Kirchen öffnen. Für Diskos, Kinos und Sportveranstaltungen gilt eine Obergrenze von 500 Personen. Die Öffis fahren wieder im Normalbetrieb.

Step 6: Jahresende
Alles ist offen, auch Großveranstaltungen und Messen sind erlaubt, allerdings gelten bis zum Übergang in die Normalität – also bis es einen Impfstoff gibt – weiterhin die Abstandsregeln.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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