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Die Natur ruht nicht

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff bleiben bis auf Weiteres geschlossen, doch die Natur ruht nicht. Einzelne GärtnerInnen kümmern sich um die Pflanzen und bereiten alles auf eine verspätete Eröffnung vor. Die Gartensaison 2020 steht ganz im Zeichen der Biodiversität.

Zurzeit ist es still in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff. Keine BesucherInnen spazieren wie sonst um diese Jahreszeit durch die Gärten, um sich an den vielen Frühlingsblühern zu erfreuen. Einzig und allein ein Notfallteam von GärtnerInnen kümmert sich um die Pflanzen, welche natürlich keine Pause machen. „Die GärtnerInnen erledigen unter den vorgegebenen Sicherheitsmaßnahmen die dringendsten Arbeiten und bereiten alles auf den Neustart vor. Wann es so weit sein wird, bleibt ungewiss,“ sagt Gartendirektorin Gabriele Pircher.

„Wir tun zurzeit dennoch alles Nötige, um die Pflanzen nicht zu vernachlässigen und die Gärten so gut wie möglich auf eine verspätete Eröffnung vorzubereiten.“

Auch im Homeoffice laufen derweil die Vorbereitungen zur neuen Gartensaison weiter. 2020 stehen die Gärten ganz im Zeichen der Biodiversität und zeigen, wie wichtig biologische Vielfalt für Mensch, Tier und Pflanze ist. Im Garten wird es Infotafeln, Kunstinstallationen und Fotografien zu sehen geben. „Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind ein Hotspot für biologische Vielfalt, denn sie bieten einen wichtigen Lebensraum für viele Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen,“ erklärt Gabriele Pircher.

„Deshalb sind sie auch der ideale Ort, um die Thematik der Biodiversität entlang eines Gartenparcours zu veranschaulichen.“

Im Rahmen einer Studie wurden in Trauttmansdorff 2013 und 2014 ganze 344 verschiedene Arten von Blütenbesuchern bestimmt und fotografiert. Bei einer vogelkundlichen Erhebung zwischen 2018 und 2019 wurden insgesamt 48 Vogelarten gezählt. Beide Studien werden 2020 in den Gärten vorgestellt. Eine besondere Attraktion sind zwei Kunstinstallationen zum Thema „Biodiversität“: Das Künstlerduo Officinadїdue aus Venetien zeigt anhand seines Projektes „Seed Bombing“, wie zerbrechlich das natürliche Gleichgewicht ist. Dafür installieren die Künstlerin und der Künstler handgeblasene Glaskugeln im Garten, gefüllt mit Samen verschiedenster Herkunft.

Der Naturwissenschaftler Lorenzo Possenti dagegen hat sein künstlerisches Talent mit der Liebe zu Insekten kombiniert und realisiert überlebensgroße Insektenskulpturen für Museen. Für Trauttmansdorff kreiert er gerade überdimensionale Insekten und Blüten.

Alle Informationen zum Jahresthema finden sich auf www.trauttmansdorff.it. Aktuelle Fotos und Videos der derzeitigen Blüte gibt es auf dem Facebook- und Instagram-Account der Gärten.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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