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Keine Dolomiten-Rundfahrt

Foto: Fotostudio.3

Die Dolomiten-Radrundfahrt, die vom 19. bis 25. Juli geplant war, ist nun wegen der Coronakrise abgesagt worden.

In den vergangenen Tagen wurden – bedingt durch das Coronavirus – zahlreiche Sportevents in Südtirol abgesagt, die in den kommenden Wochen und Monaten hätten stattfinden sollen. Mit der traditionsreichen Dolomiten-Radrundfahrt, die vom 19. bis zum 25. Juli 2020 auf dem Programm stand, erwinscht es nun den nächsten Sommer-Klassiker. Die beliebte Veranstaltung soll im kommenden Jahr jedoch wieder Hunderte begeisterte Radsportler nach Südtirol locken – dann von Sonntag, 25. bis Samstag, 31. Juli 2021.   

Am 3. März hat OK-Präsident Simon Kofler die verunsicherten Radsportler mit einem Newsletter über die aktuelle Situation in Südtirol, bzw. im restlichen Italien anlässlich der Coronakrise informiert. Damals waren die Veranstalter vom ASD Giro delle Dolomiti noch sehr zuversichtlich, dass sich die Situation in den kommenden Wochen und Monaten zumindest soweit entspannen würde, dass einer Durchführung der Dolomiten-Radrundfahrt nichts im Wege steht. Doch von einer Bewältigung der Coronakrise, die sich mittlerweile auf alle Kontinente ausgedehnt hat, ist man meilenweit entfernt. Ab wann und inwieweit sich die Situation beruhigt, sind reine Spekulation.

Aus diesem Grund hat sich das Organisationskomitee Anfang dieser Woche für eine Absage der Dolomiten-Radrundfahrt 2020 entschieden. „Es gibt aktuell zu wenig Gewissheit, um die Planung gewohnt professionell fortzusetzen. Momentan schaut es so aus, als ob die Ausgangssperren in Italien ab Ostern vorsichtig und nur schrittweise gelockert werden könnten. Voraussetzung bleibt aber weiterhin das ‚social distancing‘, welches – schenkt man den Gesundheitsexperten Glauben – noch viele Wochen aufrecht erhalten bleiben dürfte. Wie sollen wir 600 Radlerinnen und Radler bei der Startaufstellung, später natürlich entlang der Strecke und schließlich bei den Mahlzeiten auf Abstand halten? Und wer ist bereit über 100 Kilometer möglicherweise mit einem Mundschutz zurückzulegen?“, ist Kofler skeptisch und führt weiter aus: „Innerhalb April suchen wir in der Regel beim Regierungskomissariat für die Straßensperren an, organisieren die Zusammenarbeit mit der Polizei, merken Rettungswagen vor und werden bei Ärzten und Krankenpflegern vorstellig, um uns ihre Unterstützung zu sichern. Diese für den Giro delle Dolomiti wesentlichen Bereiche haben derzeit ganz andere Sorgen, als sich mit unserem Radsportevent zu beschäftigen.“

Aber auch sonst beginnt die Zeit gegen die Veranstalter des einwöchigen Radsport-Klassikers zu arbeiten. „Im Frühling werden die Verträge mit den Lieferanten unterzeichnet, sei es was die Trikots angeht, sei es für die Verpflegungsstationen. Das sind wichtige Maßnahmen, die derzeit aber nicht gesetzt werden können. Natürlich haben wir intern auch über eine Verlegung in den Herbst diskutiert. Doch hier spricht der Respekt vor den anderen Veranstaltern, die zu dieser Jahreszeit ihre Events durchführen, eine genauso wichtige Rolle, wie die Unsicherheit beim Wetter. Im September oder Oktober eine ganze Woche lang auf Pässe, die 2000 Meter oder höher liegen, zu radeln, ist ein sehr riskantes Vorhaben“, ist Rennleiter und OK-Vizepräsident Luca Gransinigh überzeugt.

„Die Enttäuschung ist groß, dass wir die Dolomiten-Radrundfahrt in diesem Jahr erstmals seit über vier Jahrzehnten nicht durchführen können. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass alle Radsportliebhaber unsere Entscheidung mittragen – unsere Partner haben uns schon ihre Zusammenarbeit zugesagt. Eine äußerst gute Ausgangslage damit der Giro delle Dolomiti 2021, der dann vom 25. bis 31. Juli stattfinden wird, wiederum zu einem unvergesslichen und stolzen Erlebnis für alle wird“, versprechen Kofler und Gransinigh abschließend.

Die Einschreibungen für den 44. Giro delle Dolomiti vom 25. bis 31. Juli 2021 starten am 2. Juni.

 

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